Leiden am Verlust des Vaters

Berlin, 17. Februar 2019. Die Filmemacherin Angela Schanelec erhält den Silbernen Bären der diesjährigen Berlinale für ihren Film "Ich war zuhause, aber".

AngelaSchanelec Ali Ghandtschi Berlinale2019 uAngela Schanelec © Ali Ghandtschi/Berlinale 2019In dem Film treten Theatergrößen wie Maren Eggert (Deutsches Theater Berlin), Franz Rogowski (Münchner Kammerspiele), Jirka Zett (zuvor Schauspielhaus Zürich, jetzt Thalia Theater Hamburg) und Lilith Stangenberg (zuletzt an der Berliner Volksbühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Schauspielhaus Zürich zu sehen) auf. Erzählt wird vom schwierigen Umgang einer Familie mit dem Verlust ihres Vaters, der die Protagonistin Astrid (Maren Eggert) neu auf ihre Arbeit im Berliner Kulturbetrieb blicken lässt.

Angela Schanelec (Jahrgang 1962) ist ausgebildete Schauspielerin und war bis 1991 am Schauspiel Köln, am Thalia Theater in Hamburg, an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin und am Schauspielhaus Bochum engagiert. 1990 begann sie ein Filmregiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, das sie 1995 mit dem Diplom abschloss. Mit dem 2009 verstorbenenen Theaterregisseur Jürgen Gosch, mit dem sie zwei Kinder hat, übertrug sie Dramentexte von William Shakespeare und Anton Tschechow ins Deutsche.

Filme von Angela Schanelec waren schon früher auf der Berlinale zu sehen, aber nicht im Wettbewerb. "Mein langsames Leben" aus dem Jahr 2001 mit Ursina Lardi in der Hauptrolle lief im Internationalen Forum des jungen Films.

Den Goldenen Bären für den Besten Film im Wettbewerb der Berlinale 2019 erhält Nadav Lapid für seinen isralisch-deutsch-französischen Streifen "Synonyms". Die Übersicht über sämtliche Jurypreise findet sich auf der Website der Berlinale.

(berlinale.de / chr)

 
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