Suche nach Weisen die Gegenwart zu erzählen

Berlin, 27. Mai 2019. Der diesjährige Literaturpreis "Text & Sprache 2019" des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. geht an Enis Maci. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der 1993 in Gelsenkirchen geborenen Autorin im Rahmen der 68. Jahrestagung des Kulturkreises am 12. Oktober 2019 in Leipzig verliehen.

maci enis 280 max zerrahn u© Max Zerrahn Die Jury unter Vorsitz von Nina Hugendubel begründete ihre Entscheidung wie folgt: "In den Texten von Enis Maci, die sie für die Bühne, das Netz und auch für das gedruckte Buch schreibt (zuletzt: "Eiscafé Europa", Suhrkamp 2018), erkundet sie auf innovative Weise die Möglichkeiten, die Gegenwart zu erzählen. Maci sammelt das in den Medien zirkulierende Material und fügt es essayistisch zusammen, um es zu reflektieren. So führt sie auf mitreißende Weise vor, wie man die eigene ästhetische und politische Position aus der medialen Informationsflut filtern und mit multimedialen Hilfsmitteln aktuell und definiert halten kann, ohne unterzugehen.“

Vita 

Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, hat Literarisches Schreiben in Leipzig und Kultursoziologie in London studiert. Ihr erstes Stück, Lebendfallen, wurde 2018 am Schauspiel Leipzig uraufgeführt. 2018 wurde sie in der Kritikerumfrage von Theater heute zur "Nachwuchsdramatikerin des Jahres" gewählt. Im gleichen Jahr erfolgte am Schauspielhaus Wien die Uraufführung des Stückes Mitwisser. Im Oktober 2018 erschienen unter dem Titel "Eiscafé Europa" ihre Essays im Suhrkamp Verlag. In der Spielzeit 2018/19 ist Enis Maci Hausautorin am Nationaltheater Mannheim und Stipendiatin der Villa Concordia.

Der Preis

Mit dem Preis "Text & Sprache" zeichnet der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft junge Autorinnen und Autoren aus. Der Preis wird jährlich verliehen. Er nimmt vielfältige Formen von Text und Sprache in den Blick und bildet das zeitgenössische Phänomen fließender Gattungsgrenzen und das genreüberschreitende Schaffen junger Autoren ab.

Die Jury

Unter dem Vorsitz von Nina Hugendubel setzt sich die Jury zusamen aus: Dr. Angelika Otto, Literaturwissenschaftlerin und Journalistin, München; Moritz Malsch, Programmgestaltung Lettrétage, Berlin;
Claus Caesar, Chefdramaturg Deutsches Theater, Berlin; Prof. Dr. Stephan Porombka, Professur für Texttheorie und Textgestaltung, Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation, UdK Berlin.

(Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. / jnm)

 

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