Mehr Geld für Berliner Festspiele

26. Juni 2019. Die Bundesregierung steigert ihre Ausgaben für Kultur und Medien um über 58 Millionen Euro. Der Regierungsentwurf für den Haushalt 2020, der heute vom Kabinett verabschiedet wurde, sieht insgesamt über 1,82 Milliarden Euro für den Kulturetat vor und damit rund 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien hervor.

Von den Mehrgeldern sollen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) zufolge mit je 15 Millionen Euro die größten Posten für ein von den Ländern kofinanziertes "Zukunftsprogramm Kino" zur Stärkung und Erhaltung des Kulturorts Kino in der Fläche sowie für die Deutsche Welle bereitgestellt werden.

Das Programm für Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland wird auf Gesamtdeutschland ausgedehnt und auf 20 Millionen Euro verfünffacht. Für die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH mit Berlinale, Berliner Festspielen einschließlich Martin-Gropius-Bau sowie Haus der Kulturen der Welt stehen gegenüber  bisherigen Planungen 3,7 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

Das Deutsche Historische Museum erhält 5,2 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sind für 2020 gegenüber 2019 zusätzliche Mittel in Höhe von 6,8 Millionen Euro vorgesehen.

Ferner wird das neue bundesweite BKM-Programm "Jugend erinnert" zur Stärkung der Erinnerung an die Folgen von Diktatur und Gewaltherrschaft von zwei auf fünf Millionen Euro aufgestockt. Der Etat der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste mit Sitz in Magdeburg, die die Provenienzforschung zu NS-Raubkunst, aber auch zu Kulturgutverlusten in der ehemaligen DDR sowie verstärkt Forschung und Projektförderungen zu Kulturgut aus kolonialen Kontexten in Museen und Sammlungen fördert, wird um weitere 1,6 Millionen Euro angehoben.

(BKM / sd)

 

 
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