Außergewöhnlich, prägnant, glaubwürdig

Hamburg, 23. Juli 2019. Der mit 50.000 Euro dotierte Barbara Kisseler Theaterpreis für überzeugende Produktionen in der Spielzeit 2018/19 geht an das Altonaer Theater von Intendant Axel Schneider. Das teilt die Hamburger Kulturbehörde in einer Presseaussendung mit.

Der Preis würdigt seit der Spielzeit 2016/17 jährlich herausragende Leistungen Hamburger Privattheater oder Freier Gruppen und wird für zehn Jahre von der Hermann Reemtsma Stiftung gefördert. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein jedes Jahr neu bestimmter unbekannter Juror oder eine unbekannte Jurorin, der oder die ganz bewusst und unbedingt subjektiv arbeiten soll.

Barbara Kisseler Theaterpreis Altonaer Theater Tadelloeser und Wolf"Die Kempowski-Saga Teil 2: Tadellöser und Wolff" am Altonaer Theater mit Nadja Wünsche, Anne Schieber, Philip Spreen, Dirk Hoener und Johan Richter  © G2 Braniak

In der Begründung des diesjährigen Jurors/der Jurorin heißt es: "Getreu seinem Motto 'Wir spielen Bücher' hat sich das Altonaer Theater mit den sechs Romanen aus Walter Kempowskis 'Deutscher Chronik' an ein literarisches Monumentalwerk gewagt. Mit seiner vierteiligen Theaterfassung hat Intendant Axel Schneider ein außergewöhnliches Zeitdokument auf die Bühne gebracht, das mit großem erzählerischen Bogen, prägnantem szenischen Zugriff und glaubwürdigen Charakteren deutsche Geschichte in deutschen Geschichten aufspürt. Mit drei weiteren starken Inszenierungen – 'Baskerville', 'Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke' und 'Absolute Giganten' – zeigte das Theater seine große stilistische und thematische Bandbreite, mit der es ganz unterschiedliche Publikumsschichten begeistert."

(Hamburger Behörde für Kultur und Medien / jnm)

 
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