Ludwig aus Ludwigshafen

15. August 2019. Der Schriftsteller und Gründer des Berliner Grips Theaters Volker Ludwig erhält den Pfalzpreis für Literatur für sein Lebenswerk. Das meldet die Rheinpfalz auf ihrer Homepage. Der Pfalzpreis fürs Lebenswerk ist, anders als andere Pfalzpreise, undotiert. Er wird vom Bezirksverband Pfalz verliehen.

Volker Ludwig 2012 Foto GRIPS Theater MartenVolker Ludwig © Grips Theater / MartenVolker Ludwig, 1937 unter dem Namen Eckart Hachfeld im pfälzischen Ludwigshafen geboren, kam 1953 nach West-Berlin. An seine Geburtsstadt soll noch der Nachname in seinem Pseudonym anklingen, den Vornamen entlieh er sich von einem Vetter. Mit seinem Künstlernamen trat Ludwig aus dem Schatten seines gleichnamigen Vaters, des Schriftstellers und Songtexters Eckart Hachfeld. Wie dieser arbeitete Ludwig in den 1960ern zunächst im Kabarett. 1968 schrieb er mit seinem Bruder Rainer Hachfeld sein erstes Kinderstück "Die Reise nach Pitschepatsch".

1969 übernahm er das "Theater für Kinder im Reichskabinett", das drei Jahre später in Grips-Theater umbenannt wurde und seit 1974 mit seiner charakteristischen Arena-Bühne am Hansaplatz in Berlin-Moabit beheimatet ist. Das Haus gilt als eines der führenden Kinder- und Jugendtheater im deutschsprachigen Raum. 1987 erhielt Volker Ludwig für sein Berlin-Musical "Linie 1" den Mülheimer Dramatikerpreis. Das Stück, das im Erwachsenenprogramm läuft, wurde zum Welterfolg und erlebte soeben am 12. August 2019 seine 1900. Aufführung im Grips Theater.

Ludwig hatte bis 2010 die Gesamtleitung des Grips Theaters inne, bis 2017 war er noch als Geschäftsführer des Hauses tätig. Seit 2017 liegt die Gesamtverantwortung bei Philipp Harpain.

Der Pfalzpreis wird Volker Ludwig im Rahmen der Pfalzpreis-Gala im Pfalztheater Kaiserslautern am 17. November 2019 verliehen.

(rheinpfalz.de / chr)

 
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