Ruhm statt Rente

20. August 2019. Die Theater- und Filmschauspielerin Margit Carstensen erhält den diesjährigen Götz-George-Preis für ihr Lebenswerk. Das berichten zahlreiche Medien, darunter Spiegel online. Der von der Götz-George-Stiftung initiierte und mit 10.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben.

Margit Carstensen wurde 1940 in Kiel geboren und gehörte von 1965 bis 1969 u.a. zum Ensemble des Hamburger Schauspielhauses. 1969 wechselte sie ans Theater Bremen, damals von Kurt Hübner geleitet, wo sie Rainer Werner Fassbinder kennenlernte. Später gehörte sie zu den Ensembles der Westberliner Staatlichen Schauspielbühnen, dem Theater Stuttgart und den Münchner Kammerspielen. In den 1970er Jahren vor allem durch ihre Mitwirkung in Filmen und Inszenierungen von Rainer Werner Fassbinder bekannt geworden, war Carstensen später auch eine bedeutende Protagonistin in Arbeiten von Christoph Schlingensief. Zuletzt auf der Bühne stand sie in René Polleschs Volksbühnen-Inszenierung seines Stücks Schmeiß dein Ego weg!, das 2011 herauskam und bis 2013 lief.

Die Götz-George-Stiftung wurde in Erfüllung eines Wunsches des 2016 verstorbenen Schauspielers Götz George gegründet, um den Schauspieler*innenberuf zu fördern: also einerseits junge Talente zu unterstützen, aber andereseits das Augenmerk auf berühmte Kolleg*innen zu richten, deren bedeutendes Lebenswerk in keinem Verhältnis zu ihren Altersbezügen steht. Die Darstellung der Hintergründe, die zur Gründung der Stiftung führten, werfen auch ein grelles Licht auf die Versorgungssituation darstellender Künstler*innen. Preisträgerin 2018 war die Schauspielerin Karin Baal. Die Preisverleihung an Margit Carstensen fand am 19. August in Berlin statt.

Spiegel online / Götz-George-Stiftung / sle)

 
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