Mehr Geld, weniger Publikum

22. Oktober 2019. Der Deutsche Bühnenverein hat seine Theaterstatistik für die Spielzeit 2017/18 veröffentlicht. Dieser zufolge nahm die Anzahl der Vorstellungen leicht zu auf 65.794. Erwähnenswert sei das theaternahe Rahmenprogramm (u.a. Programmeinführungen, Publikumsgespräche oder Podiumsdiskussionen), so die Pressemitteilung. Hier sind die Veranstaltungszahlen um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Besucherzahlen sind rückläufig. Inklusive der öffentlich getragenen Theater, der Festspiele, der aufgeführten Privattheater, der selbstständigen Sinfonieorchester und der Rundfunkorchester besuchten 2017/2018 rund 34,7 Millionen Zuschauer*innen die Häuser (im Vorjahr ca. 35,5 Millionen). Das sei in etwa der Stand wie in der Spielzeit 2012/2013.

Bei den öffentlich getragenen Theatern und Orchestern betrugen die Zuschüsse etwa 2,7 Milliarden Euro (im Vorjahr waren es rund 2,6 Milliarden Euro, also rund 2,5 Prozent weniger). Die Eigeneinnahmen sind von 550.976 auf 569.344 Millionen Euro um rund 3,3 Prozent gestiegen. Das prozentuale Einspielergebnis blieb mit 17,8 Prozent gleich.

Beim fest angestellten Personal sind die Zahlen erneut leicht gestiegen (plus 1 Prozent), von 44.361 auf 44.821 Mitarbeiter*innen. Die Anzahl der nicht ständig Beschäftigten weist eine Steigerung um 2,5 Prozent von 31.703 auf 32.495 aus.

Die Theaterstatistik dokumentiert die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Theater und Orchester in Deutschland. Insgesamt 142 Staatstheater, Stadttheater und Landesbühnen sowie 128 Orchester (inklusive Theaterorchester), 199 Privattheater und 85 Festspiele teilten 2017/2018 ihre Einnahmen und Ausgaben, Personalangaben, Besucherzahlen und Veranstaltungen mit.

(Deutscher Bühnenverein / miwo)

 

Hier unsere Meldungen zun den Theaterstatistiken der Spielzeiten 2016/17, 2015/16, 2014/15, 2013/14, 2012/13.

 
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