"Schwebend, verzaubert, märchenhaft"

Berlin, 31. Oktober 2019. Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis geht in diesem Jahr an zwei Autorinnen. Katja Hensels Jugendstück "Youtopia" erhält den Hauptpreis. Nadja Wieser wird mit einem Sonderpreis für ihre beiden eingereichten Stücke "Honig" und "Die Gesammelten" ausgezeichnet. Das gibt das Theater an der Parkaue bekannt, das den Preis im Auftrag des Landes Berlin alle zwei Jahre auslobt.

Hensels "Youtopia" spreche auf kluge, humorvolle, tiefsinnige und originelle Weise über Jugend, Protest und soziale Bewegungen, so die Begründung der Jury. Die Welten, die Nadja Wieser in ihren Stücke erschaffe, beschreibt das Gremium als "schwebend, verzaubert, märchenhaft – aber felsenfest in der Realität verankert". Über die Preise entschieden der Reporter und Musikkritiker Jakob Bauer, die Kulturjournalistin Inga Dreyer und die stellvertretende taz-Kulturressortleiterin Katrin Bettina Müller.

Die Preisträgerinnen

Katja Hensel, 1967 geboren in Hamburg, studierte von 1988 bis 1990 an der Schule für Schauspiel in Hamburg und später Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Sie arbeitet als Schauspielerin, Theaterproduzentin, Autorin und Dozentin für kreatives Schreiben. Ihre Stücke wurden in fünf Sprachen übersetzt.

Nadja Wieser, 1980 in München geboren, studierte in Freiburg und Lille Deutsch, Französisch und Kunst auf Lehramt, anschließend Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig. Sie arbeitet als Lehrerin und Autorin und übersetzt Theaterstücke aus dem Französischen.

Die Preisverleihung findet am 16. November um 15.00 Uhr mit Gästen aus der Berliner Kultur- und Theaterszene im Theater an der Parkaue statt.

(Theater an der Parkaue / miwo)

 

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Georg Kaschs Stückporträt zu Nadja Wiesers "Honig" anlässlich des Heidelberger Stückemarkts 2019

 

 

 
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