Abschied von der Doppelspitze

Berlin, 17. Dezember 2019. Shermin Langhoff wird bis zum Ende der Spielzeit 2022/2023 Intendantin des Maxim Gorki Theaters bleiben. 2013 wurde Langhoff zunächst für fünf Jahre an das Gorki berufen. Dieser Vertrag wurde 2016 in beiderseitigem Einvernehmen vorfristig bis 2021 verlängert mit einer Option für zwei weitere Jahre. Auf die Ziehung dieser Klausel haben sich Berlins Kultursenator Klaus Lederer und Shermin Langhoff nun verständigt. Das gibt das Theater in einer Pressemitteilung bekannt.

Ferner gibt das Gorki Umstruktuierungen in der Leitung bekannt. Langhoff führt das Theater seit dieser Spielzeit allein. Dramaturg Jens Hillje, seit 2013 Ko-Intendant, ist nun nur noch Mitglied des neu geschaffenen Artistic Advisory Board, eines künstlerischen Beirats. "Das neue Gremium ersetzt das bisherige Modell der Ko-Intendanz", so die Pressemitteilung. Das Artistic Advisory Board soll in regelmäßigen Abständen tagen, die Intendantin beraten und die Arbeit des Theaters unterstützen, heißt es weiter. Neben Jens Hillje gehören dem Gremium an: Nurkan Erpulat (Regisseur), Sebastian Nübling (Regisseur), Yael Ronen (Regisseurin) sowie Johannes Kirsten (geschäftsführender Dramaturg), Marcel Klett (geschäftsführender Direktor), Christine Leyerle (künstlerische Betriebsdirektorin) und Oliver Frljić, der als neuer Hausregisseur bis 2023 zwei Inszenierungen pro Spielzeit erarbeiten werde.

Shermin Langhoffs Name wurde auch in der Diskussion um die Neubesetzung des Deutschen Theaters Berlin genannt. Der Vertrag des derzeitigen Intendanten Ulrich Khuon läuft im Jahr 2022 aus. Mit der Verlängerung erscheint ein Wechsel Langhoffs nun unwahrscheinlich.

(Maxim Gorki Theater / miwo)

 

 
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