Kay Voges' Inszenierung von Wolfram Lotz' "Einige Nachrichten an das All"

30. März 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Am 30. März zeigen wir ab 18 Uhr "Einige Nachrichten an das All" von Wolfram Lotz in der Inszenierung von Kay Voges, das Stück eröffnete im September 2012 die Spielzeit am Schauspiel Dortmund.

 

Über die Inszenierung im Blog des Schauspiel Dortmund:

"Einige Nachrichten an das All ist so ungewöhnlich, wie es der Titel vermuten lässt. Ein Pärchen nimmt es mit dem Schicksal auf – der kleinwüchsige Purl Schweitzke und sein gehbehinderter Freund Lum wünschen sich ein gemeinsames Kind. Sie sehnen sich nach dieser sinnvollen Aufgabe im Leben – aller biologischen Wahrscheinlichkeit zum Trotz. Bang fragen sie sich: Hat der Autor des Bühnenstücks, in dem sie sich befinden, ein Kind für sie vorgesehen? Unterdessen tritt der „Leiter des Fortgangs“ auf. Er bedient eine Maschine, die gesprochene Worte in Funkwellen verwandelt. Auf Knopfdruck sendet eine Satellitenschüssel die Botschaften ins All – „damit man dort erfährt, was uns Menschen bewegt“. Zu Wort kommen nach dem Willen des Leiters nur „Personen aus Historie und Medien“: Die dicke Frau, die zu Gast war in der Talkshow Britt, der Botaniker Rafinesque aus dem 19. Jahrhundert, der CDU-Politiker Ronald Pofalla und Heinrich von Kleist. Unter den Blicken von Purl und Lum, die mit trotzigem Mut ihr Schicksal erwarten, ringen die Gäste um die richtige Nachricht ans All. Gibt es irgendetwas in diesem Leben, von dem es sich zu berichten lohnte?

Die filmische Inszenierung des Erfolgsstücks von Wolfram Lotz wurde beim NRW-Theatertreffen 2012 als „Bestes Stück“ sowie auf Film-Festivals von Los Angeles bis St. Petersburg mehrfach ausgezeichnet."

 

Mehr über den Autor Wolfram Lotz und den Regisseur Kay Voges im nachtkritik-Lexikon.

Die Nachtkritik zu "Einige Nachrichten an das All" vom 14. September 2012.

 

Einige Nachrichten an das All
von Wolfram Lotz
Regie und Drehbuch: Kay Voges, Director Of Photography: Daniel Hengst, Set-Design / Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch, Kostüme: Mona Ulrich, Originalmusik: Paul Wallfisch, Dramaturgie: Alexander Kerlin, AK Schulz.
Mit: Eva Verena Müller, Frank Genser, Uwe Schmieder, Ekkehard Freye, Sebastian Graf, Julia Schubert, Björn Gabriel.
Dauer: 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

www.theaterdo.de

 

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