She's Sunny, they will say ...

26. Mai 2020. Die Schauspielerin Renate Krößner ist tot. Das berichtet die Berliner Zeitung. Krößner wurde insbesondere durch ihre Verkörperung der Titelrolle von Konrad Wolfs Film "Solo Sunny" aus dem Jahr 1979 nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase berühmt.

1945 in Osterode im Harz geboren, absolvierte Renate Krößner ihre Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin, der heutigen Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Ihre Theaterlaufbahn begann sie am Theater in Parchim. Ab 1971gehörte sie zum Ensemble des Theaters in Brandenburg an der Havel. Früh wirkte sie als Schauspielerin auch in Filmen für Kino und Fernsehen mit.

Für ihre Darstellung der Arbeiterin Sonja Sommer, die als Schlagersängerin "Sunny" mit einer Macho-Band durch die DDR-Provinz tourt, wurde sie 1980 bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Auf dem 1. Nationalen Filmfestival der DDR in Karl-Marx-Stadt (dem heutigen Chemnitz) erhielt sie 1980 den Schauspielerpreis. Die Jazzsängerin Regine Dobberschütz hatte Krößner für die Songs des Films ihre Stimme geliehen.

1985 verließ Renate Krößner mit ihrem Lebensgefährten und späteren Ehemann, dem Schauspieler Bernd Stegemann, die DDR. Auch im Westen blieb sie als Schauspielerin mit der schnoddrigen Melancholie, die ihr Spiel stets prägte, in Film- und Fernsehproduktionen eine markante Erscheinung, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Filmband in Gold und dem Adolf-Grimme-Preis. Nach kurzer schweren Krankheit ist sie nun, wie die Berliner Zeitung schreibt, wenige Tage nach ihrem 75. Geburtstag in Mahlow bei Berlin gestorben.

(Berliner Zeitung / sle)

 
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