Take care

10. Juli 2020. Als Teil des mit einer Milliarde Euro ausgestatteten Corona-Hilfsprogramms "Neustart Kultur" unterstützt die Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters (CDU) die sechs Bundeskulturfonds mit insgesamt bis zu 50 Millionen Euro: die Stiftung Kunstfonds, den Deutschen Literaturfonds, den Fonds Darstellende Künste, den Fonds Soziokultur, den Deutschen Übersetzerfonds und den Musikfonds.

Kulturstaatsministerin Grütters zufolge sind die Gelder dafür da, die Hilfen und Mittel für einen schnellen Neustart in der Kultur "direkt, unbürokratisch und einfach an Künstlerinnen und Künstler" zu richten, "die so dringend darauf angewiesen sind".

Der Fonds Darstellende Künste erhält zehn Millionen Euro und knüpft damit an sein im Frühjahr eingerichtetes Programm #takecare an, das die bisherigen Zuwendungen auf die Situation der Künstler*innen in der Pandemie anpasste. Gefördert werden Recherchen, Residenzen und Konzeptentwicklungen.

Dem Fernsehsender ntv sagte Grütters am 10. Juli außerdem, dass sie in der Planung der Wiedereröffnung des Kulturbetriebs beobachten wolle, welche Erfahrungen andere Länder mit weniger strengen Abstandsregeln für Theater- und Kinovorstellungen als Deutschland machten, und dass sie ermitteln wolle, ob sich andere Formen des Infektionsschutzes für Kulturbetriebe in Deutschland finden ließen.

(BKM / WDR / ntv / sd)

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Kommentare  
Neustart Kultur: nicht viel
Redet hier eigentlich auch einmal jemand davon, wieviel von dem Kulturprogramm in die "Rettung" der Divirdenden seelenruhig weiterverteilenden Privatwirtschaft fließen und wieviel z.B. in einen Rüstungshaushalt, der eindeutig nicht auf Erhalt von Verteidigungsfähigkeit, sondern auf Angriff aus ist? Nein. Sehr brav loben alle Kultur-Träger, die der Kulturrat versammelt, das "viele" Geld aus dem Programm für die Kultur. Es ist aber vergleichsweise mit anderen Staatsaufgaben gar nicht viel Geld, sondern verschwindend wenig. Und es wird gar nichts "nie wieder so wie es vorher war", sondern es wird alles genauso weitergemacht wie es seit Jahren schon läuft. Nur mit dem praktischen, politisch veranlassten Umverteilungs-Alibi einer "naturgemäßen" einschneidenden Zäsur, die allen einzuleuchten hat. Das sieht jeder, das spürt jeder, das wissen sehr sehr viele Bürgerinnen und Bürger - aber das SAGEN aus den sicheren Posten der Kulturinstitutionen heraus? - Absolute Fehlanzeige.
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