Schauspieler, Dramaturg, Regisseur, Theaterleiter

2. März 2021. Der Schauspieler, Dramaturg und Regisseur Dirk Diekmann ist verstorben. Das geht aus einer Traueranzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27. Februar 2021 hervor, die u.a. von Günther Beelitz unterschrieben ist. Beelitz hatte als Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses Diekmann 2014 nach Düsseldorf geholt und zu seinem Stellvertreter gemacht. 

680579 Autogrammkarte Regisseur Dirk DiekmannAutogrammkarte Anfang der 1980er Jahre
 Quelle: Förderverein Literaturhaus Wiesbaden
1958 in Hannover geboren und dort zum Schauspieler ausgebildet, führte seine Laufbahn Dirk Diekmann über Engangements in Celle, Bremen und Wiesbaden ans Nationaltheater Weimar, wo Diekmann in den 1990er Jahren auch zu inszenieren begann. Mit Günther Beelitz, damals Intendant in Weimar, wechselte Diekmann ans Theater Heidelberg. 2009 wurde Diekmann Chefdramaturg und Regisseur am Vorarlberger Landestheater in Bregenz. Von 2011 bis 2014 gehörte er der Kunstkommission für Darstellende Kunst des Landes Vorarlberg an. 

Unter den großen Rollen, die er spielte, war Schnitzlers Professor Bernhardi ebenso wie Brechts Galileo Galilei. Diekmann war Shakespeares Hamlet oder Salieri in Peter Shaffers Stück "Amadeus", spielte Sosias in Kleists "Amphitryon" oder den abgeklärten Träumer Leonce in "Leonce und Lena" von Georg Büchner. Er war Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe" und Ibsens Peer Gynt. Zu seinen berühmtesten Rollen zählte Goethes Faust in Annegret Ritzels Wiesbadener Inszenierung, die ihm 1995 eine Nominierung zum Schauspieler des Jahres einbrachte.

Zehn Jahre nach einer Lungentransplantation, die ihn schon lange vor Corona im Alltag oft einen Mundschutz tragen ließ, wie er 2016 der Rheinischen Post erzählte, ist Dirk Diekmann am 17. Februar 2021 im Alter von 62 Jahren verstorben.

(Rheinische Post / Wikipedia / Literaturhaus Wiesbaden / sle)

 
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