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Intendant Matthias Brenner verlässt Halle vorzeitig

Halle, 5. November 2021. Wie der MDR gestern berichtete, will Matthias Brenner seine Tätigkeit als Intendant am Neuen Theater Halle zum Ende der Spielzeit 2022/23 beenden – drei Jahre vor Auslaufen seines Vertrags. Das habe Brenner dem MDR gegenüber in einem Interview bestätigt. 

Im Beitrag des MDR heißt es zu den Gründen, Brenner wolle sich künftig "stärker auf seinen Beruf als Schauspieler konzentrieren". Matthias Brenner wirkt als solcher regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen mit, so unter anderem in der Serie "Charité".

"Ich räume das Feld aus Vernunft"

Der Intendant verlasse das Theater "mit einem lachenden und einem weinenden Auge", da es "eine tolle Zeit" gewesen sei, in der ihm als Intendant "viel Gestaltung" ermöglicht worden sei. Die langen Machtkämpfe und zum Teil noch anhaltenden Personaldebatten in Halle mache Brenner indes nicht für seinen vorzeitigen Weggang verantwortlich. Seine Entscheidung habe "nichts mit Zoff" oder dem "alten Theaterstreit" zu tun, so Brenner laut MDR. Vielmehr spiele auch das Alter eine Rolle: "Ich bin 64, und auch ich habe damals die 64-Jährigen angebrüllt: 'Wann sind wir denn mal dran?' Ich räume da lieber aus reiner Vernunft das Feld", wird der Intendant zitiert.

(MDR / jeb)

* Wir haben die Meldung am 16.11.29021 aktualisiert und verbessert. Wir hatten geschrieben, Matthias Brenner ginge ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrages aus Halle fort. Der Vertrag war aber im November 2019 bis zum Sommer 2026 verlängert worden.

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