Iwanow

16. Januar 2021. Großer Tschechow-Abend voraus. Heute ab 18 Uhr zeigen wir als "Stream des Monats" für 23 Stunden den "Iwanow" in der Regie von Johan Simons aus dem Schauspielhaus Bochum. Mit Jens Harzer und Gina Haller. Begleitend gibt's ein Gespräch mit Simons und Harzer zur Schauspielarbeit an dieser Produktion. Moderiert von nachtkritik-Redakteurin Christine Wahl.

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Stream des Monats Januar | "Iwanow" von Anton Tschechow | Schauspielhaus Bochum

16. Januar 2022. Im Stream des Monats" gibt es heute um 18 Uhr, läuft "Iwanow" von Anton Tschechow, Regie: Johan Simons, Schauspielhaus Bochum 2020, anschließend Nachgespräch von nachtkritik-Redakteurin Christine Wahl mit Johan Simons und Jens Harzer. Der Eintritt ist frei.

Der Stream ist on Demand verfügbar bis zum 17. Januar 17 Uhr. Für einen guten Empfang empfiehlt es sich, den Google Chrome Browser zu benutzen, Cookies zuzulassen und den Adblocker abzuschalten.

Das Schauspielhaus Bochum schrieb zu der Inszenierung von Johan Simons bündig: " 'Iwanow' ist das erste Stück des weltberühmten Dramatikers Anton Tschechow und fasziniert mit einem großen Thema, das auch seine späteren Werke bestimmt: das Leben der Menschen in seiner ganzen Absurdität und Lächerlichkeit."

So kann man es sagen, aber wie großartig gespielt ist diese "Absurdität und Lächerlichkeit" von dem Ensemble um Jens Harzer und Gina Haller. Der Redakteur, der hier berichtet, hat in den letzten Jahren wenig gesehen, das ihn mehr in den Bann gespannnten Zusehens geschlagen hätte.

Andreas Wilink schrieb in seiner Nachtkritik vom Januar 2020:

"Für diese Überflüssigen – knochentrockene Habitués (Martin Horn, Bernd Rademacher), sonderliche Schwärmer und Umschwärmte, Weit- oder Engherzige, Verschwenderische und Unnachgiebige – hegt Tschechow Neugier-Sympathie. Johan Simons steht ihm darin nicht nach. Zwei Meister haben sich gefunden, die Jugend des einen ergänzt das Alter des anderen wunderbar – und umgekehrt. Zum Schluss hin verdichtet sich die Inszenierung und wird zur Intensivstation mit Duoszenen und ergreifenden Soli, in denen Jens Harzer in das Unlösbare und Unerlöste der Existenz vordringt, die Nikolaj Aleksejewitch Iwanow für sich und uns darstellt. Ein Menschenleben vergehen zu sehen, braucht Zeit. Braucht Verausgabung, die keine Verschwendung ist."

Wir danken unserem Kooperationspartner, dem Schauspielhaus Bochum. Wir streamen den Mitschnitt einer Aufführung vor leerem Haus vom 26. März 2020.

Im Anschluss an den Mitschnitt spricht die nachtkritik-Redakteurin Christine Wahl mit Hauptdarsteller Jens Harzer und Regisseur Johan Simons.

 

Iwanow
von Anton Tschechow
Übersetzung von Angela Schanelec
Regie: Johan Simons, Bühne: Johannes Schütz, Kostüme: Sofia Brockhausen, Dramaturgie: Angela Obst, Musik: Benjamin van Dijk, Lichtdesign: Bernd Felder.
Mit: Jele Brückner, Konstantin Bühler, Thomas Dannemann, Marina Frenk, Gina Haller, Jens Harzer, Martin Horn, Marius Huth, Veronika Nickl, Bernd Rademacher, Romy Vreden.
Premiere am 18. Januar 2020
Dauer: 3 Stunden

www.schauspielhausbochum.de

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