meldung

Graz: Intendanzverlängerung steirischer herbst Festival

18. März 2022. Ekatarina Degot wird für die Periode 2023 bis 2027 als Geschäftsführende Indendantin der steirischer herbst festival gmbh wiederbestellt. Dies verkündigte das Festival gestern durch eine Pressemitteilung.

Einstimmige Empfehlung

Die Eigentümervertreter, Kulturlandesrat Christopher Drexler für das Land Steiermark und Kulturstadtrat Günter Riegler für die Stadt Graz, folgen damit der einstimmigen Empfehlung der sechsköpfigen Findungskommission. Degot hat die Funktion als Geschäftsführende Intendantin seit 2018 inne.

Die Findungskommission wurde von Heinz Wietrzyk geleitet und setzte sich zusammen aus Peter Pakesch, Kathrin Rhomberg, Sahar Mohsenzada, Milo Tesselaar und Günther Witamwas. In der Begründung der Kommission heißt es Ekaterina Degot habe "in äußerst schwierigen Zeiten, die in den letzten beiden Jahren von der Covid-Pandemie geprägt waren, Programme mit international sehr positiver Wahrnehmung gestaltet und hat damit in schwierigen Zeiten die Position des steirischen herbst als herausragendes Festival gestärkt." Außerdem stehe Degot für "wegweisende, transdisziplinäre Projekte, die in unserer Zeit der globalen Transformationen richtungsweisend sind." 

Hoffnung durch Kunst

Die in Moskau geborene Kunsthistorikerin, Forscherin und Kuratorin Ekatarina Degot scheint der Kommission "in der derzeitigen Situation eines Krieges in Europa besonders befähigt zu sein, ein Festival in dieser Zeitenwende in die Zukunft zu führen," heißt es in der Pressemitteilung. Kulturlandesrat Christopher Drexler betont: "Das Motiv von Ekaterina Degot, mit Kunst Hoffnung zu geben, gewinnt in dieser Zeit besondere Aktualität."

Degot selbst sagt zu ihrer Wiederwahl während des Krieges in der Ukraine: "Der steirische herbst hat den Kalten Krieg und die Jugoslawienkriege überstanden und wird in den kommenden Jahren lernen, eine noch zentralere Rolle auf der sich seit Februar 2022 tragisch verändernden Landkarte Europas zu spielen. Der blutige Krieg in der Ukraine und das extrem repressive Regime in Belarus und Russland schaffen für die Welt und auch das Festival neue Herausforderungen. Als jemand, der tatsächlich bereits in einem Kalten Krieg gelebt und darunter gelitten hat, weiß ich sehr genau, was in diesem Moment kulturell und künstlerisch nötig ist."

( steirischerherbst.at / ska )

mehr meldungen

Kommentare

Kommentar schreiben