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Würzburg: Neue Stipendiatin des Mainfranken Theater

21. März 2022. Das Mainfranken Theater in Würzburg vergibt sein Leonhard-Frank-Stipendium in diesem Jahr an Wibke Charlotte Gneuß.

In ihrer Laudatio begründete Jury-Mitglied Maria Milisavljevic, selbst Dramatikerin, die Entscheidung wie folgt: "Wibke Charlotte Gneuß ist eine mutige und klare Beobachterin und Theaterpoetin. Sie hört zu, sie sieht hin, sie gibt Raum. In ihren Texten finden Geschichten Raum, die von Alltäglichkeit gekennzeichnet sind, sich dieser jedoch nicht ausliefern. Im Gegenteil, Wibke Charlotte Gneuß zieht den Raum für Ungesagtes und Unsagbares größer, sie weitet ihn und schafft dadurch nicht nur neue Perspektiven, sondern starke Haltungen und sogar Grenzverschiebungen." Der Jury gehörten außerdem an: Schauspieldirektorin Barbara Bily, Oliver Meyer und Philine Bamberger aus der Dramaturgie des Hauses und Schauspieler Anselm Müllerschön.

Verbindende Sprache

Wibke Charlotte Gneuß studierte Soziale Arbeit in Dresden und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, bevor sie als Gaststudierende zur Universität der Künste kam. Sie ist Teil der Perfomance-Gruppe um den Perfomance-Künstler Tino Sehgal und 2022 erneut für den Preis der Jungen Dramatik nominiert. Gneuß sagt zu ihrem nun beginnenden Stipendium: "Ich möchte nach einer Sprache suchen, die uns verbindet, nach Worten, die uns helfen, einander besser zu verstehen."

Das Leonhard-Frank-Stipendium wird vom Mainfranken Theater vergeben und durch den Theater- und Orchesterförderverein Würzburg ermöglicht. Über eine Laufzeit von jeweils einem Kalenderjahr erhält ein:e Autor:in eine monatlich Gage über 500 Euro sowie eine kontinuierliche Begleitung durch die Schauspieldramaturgie. 2021 war Lena Reißner Leonhard-Frank-Stipendiatin. Das Stipendium zur Förderung zeitgenössischer Dramatik wurde zum fünften Mal vergeben. 

(Mainfrankentheater Würzburg / ska)

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