Dinosaurier der Nachhaltigkeit

25. März 2022. Mit Fridays For Future hat das Thema Nachhaltigkeit auch im Theaterbetrieb einen Schub bekommen. Klima-AGs gründen sich, Häuser untersuchen ihre Ökobilanz. Aber reichen die Bestrebungen aus? Eine Innenansicht.

Von Lynn Takeo Musiol und Christian Tschirner

25. März 2022. Im Internet kursiert ein kleiner Ausschnitt aus der Sitcom "Die Dinos", in der sich die Dinosaurier-Familie das Aussterben ihrer Art erklärt und damit zugleich auf das Ende des Menschen anspielt: Wir hatten nie genug Respekt vor der Natur. Es war einfach so leicht die Natur als selbstverständlich zu nehmen. Sie war halt immer da. Und die Technologie, die war so hell und glänzend und neu…". Und also vergaßen sie die Kosten ihres Lebenswandels, vergaßen, die Natur mit ins Kalkül zu ziehen, sich anzupassen. Und starben aus.

Werden wir diese Dinosaurier sein? Der jüngste düstere IPCC-Bericht, die schockierenden Hitzerekorde an Nord- und Südpol, die praktisch täglich einlaufenden Schreckensnachrichten der Klimakrise und die gleichzeitige Stagnation in den Klimaschutzbemühungen an so vielen Orten stimmen nicht optimistisch. Aber Mutlosigkeit war noch nie ein guter Ratgeber. Es ist Zeit für Umkehr, Zeit, dem Schicksal der Dinosaurier zu entgehen, die Geschichte anders zu schreiben.

An den Stadt- und Staatstheatern haben sich in den letzten zwei Jahren zahlreiche Klima-Arbeitsgruppen (AGs) gegründet und untereinander vernetzt. Das Ziel ist klar: Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Manche Städte wie Berlin oder Düsseldorf wollen das bis 2035 schaffen. Dafür müssen, wie Naomi Klein sagt, all die Dinge, die angeblich unvermeidlich sind, aufhören und viele Dinge, die angeblich unmöglich sind, sofort passieren. Auch an den Theatern.

Dabei wirken viele Häuser jetzt schon überfordert. Daran gewöhnt, den diskursiven Schaum der gesellschaftlichen Krisenproduktion abzuschöpfen, stecken sie vielfach selbst mittendrin: Vorwürfe von Machtmissbrauch, Rassismus, Sexismus, Klassismus, Diskussionen über mangelnde Diversität, über neoliberale Arbeitsverhältnisse, miese Bezahlung und dazu noch Corona. Mitarbeiter*innenversammlungen, Krisengespräche, Coachings, Mediationen, Workshops stehen auf den Tagesplänen. Ein Think Tank aus Theaterschaffenden, Politiker:innen, Verwaltungsangestellten und Journalist:innen arbeitet seit fast einem Jahr an der Zukunft des Theaters oder dem Theater der Zukunft.

Archaeopteryx in Göttingen

Am Deutschen Theater Göttingen geht die Geschäftsleitung gleich mehrere Herausforderungen in einem Abwasch an. "Wir werden voraussichtlich das erste Theater in Deutschland sein, dass eine Gemeinwohl-Bilanz gemacht hat", sagt Carlsson Kemena, Referent der Geschäftsleitung, der zusammen mit der Verwaltungsdirektorin Sandra Hinz die Teilnahme an einer solchen Bilanz für das Einspartenhaus angestoßen hat. Die von Autor Christian Felber begründete Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell, bei dem das Wohl von Mensch und Umwelt oberstes Ziel ist. Parameter hierfür sind Grundsätze wie Menschenwürde, Fairness oder Nachhaltigkeit.

DTGoettingen 120 Inge Mathes uDas Deutsche Theater Göttingen nimmt sich eine Gemeinwohl-Bilanz vor © Inge Mathes

"Aber es war für uns das Werkzeug, um unser ganzes Theater zu durchleuchten: Lieferketten, Geldströme, Verträge von Mitarbeiter*innen, Aspekte rund um Zuschauer*innen, Kooperationspartner*innen und das gesellschaftliche Umfeld. Das hat ein ganzes Jahr gedauert", sagt Kemena. Überrascht hat ihn, dass das Theater beim Ressourcenverbrauch gar nicht so schlecht dastehe. Das zeige, wie differenziert man über Konzepte wie ökologische Nachhaltigkeit sprechen müsse. Der Bereich Lieferketten sei allerdings defizitär. "Deswegen", so Sandra Hinz, "werden wir in den nächsten Wochen verschiedene Workshops mit Abteilungsleiter*innen machen. Allein der Stapel mit den Amazon-Rechnungen ist beeindruckend. Eigentlich könnte man das alles lokal kaufen. Das ist nicht wesentlich teurer, aber aufwändiger. Für die Menschen in der Stadt wär’s deutlich besser."

Ein Bewusstsein für Prozesse zu schaffen kostet Zeit, die oft im Produktionsalltag nicht vorgesehen ist. Das weiß auch Hinz: "Wenn man einen Workshop oder eine Fortbildung außerhalb der Reihe im Haus ansetzt, heißt es sehr schnell: Das geht jetzt gar nicht und überhaupt ist das zeitlich sehr schwierig. Aber wir müssen uns diese Zeit nehmen. Es wird sonst nicht möglich sein, in der Nachhaltigkeit voranzukommen. Das heißt auch, in viel längeren Zeiträumen zu denken. Und vielleicht müssen wir unsere ganze Produktion hinsichtlich Beschaffung, Logistik, Personalplanung usw. neu aufstellen."

Hinz und Kemena begreifen den Prozess aber auch als Signal: "Im Idealfall kann man eine neue Brücke zu Verwaltung und Politik schlagen." Natürlich ist die GWÖ kein Allheilmittel, wie Kemena sagt. "Auch diese muss man als öffentliches Theater an vielen Stellen kritisch hinterfragen." Dennoch haben die Göttinger*innen nach dem aufwändigen Bilanzierungsprozess ein Gemeinwohl-Zertifikat erhalten, so wird alle zwei Jahren überprüft, was konkret verbessert wurde. Die eigentliche Arbeit fängt also jetzt erst an.

Brachiosaurus im Revier

Vernetzung in die Stadt ist auch für die Schauspieler*innen Veronika Nickl und Michael Lippold ein zentrales Thema. Zusammen mit weiteren Mitstreiter*innen aus den unterschiedlichen Abteilungen gründeten die beiden 2019 die Klima-AG am Bochumer Schauspielhaus. Das von den beiden gleichzeitig gegründete Klimaforum "Wie wollen wir hier leben" ist mittlerweile eine feste Größe in der Bochumer Stadtgesellschaft geworden. "Wir haben schnell verstanden, dass das Thema Klima keine hausinterne Angelegenheit ist, sondern eine stadtpolitische", so Nickl.

Das Forum bearbeitet Themen wie Ernährung, Mobilität, Energie oder Stadtplanung. Aus einer dieser Veranstaltungen ging z. B. die Bürgerinitiative Essbare Stadt Bochum hervor. "Wir haben uns von Anfang an gefragt: Wen kann ich ins Boot holen, damit wir etwas gemeinsam bewegen können? Und vor allem: wie können wir Leute zusammenholen, die etwas zu bestimmen haben?", erzählt Lippold. Darüber hinaus initiierte die Klima AG eine Vernetzung mit anderen lokalen Kulturinstitutionen wie den Bochumer Symphonikern und dem Kunstmuseum. So entstand auch die Idee für den ersten gemeinsamen Bochumer Klimagipfel, der als "Echo auf Glasgow" anlässlich der letzten Weltklimakonferenz 2021 stattfand.

Klimastreik Bochum Jing Xiang Romy Vreden 100 Anne Rietmeijer uJing Xiang und Romy Vreden aus dem Ensemble des Bochumer Schauspielhauses beim Klimastreik © Anne Rietmeijer

Und wie sieht es intern im Schauspielhaus aus? "Herausfordernd", so Lippold lachend. "Theaterbetriebe sind per se erstmal 'Dinosaurier' in Sachen Nachhaltigkeit. Zum Glück sind Klimaschutz und nachhaltiges Arbeiten unserer Theaterleitung wichtig. Bis sich jedoch über Jahrzehnte erlernte Arbeitsprozesse und Strukturen umstellen, braucht es viele kleine Schritte, Geduld und Hartnäckigkeit. Anfänglich war die Klima-AG nur ein kleines Grüppchen, inzwischen sind alle Abteilungen aufgerufen, Vertreter*innen zu entsenden. Zudem soll es regelmäßige Mitarbeiter*innen-Schulungen und eine EMAS-Zertifizierung geben. Seit Mitte 2020 gibt es bei uns auch einen sozial-ökologischen Code of Conduct. Künstlerische Teams, die ans Haus kommen, werden vor Probenbeginn in einem Gespräch für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert und u.a. über die Möglichkeiten von Upcycling und Recycling informiert. Am Anfang gab es kaum Erfahrungen mit dem Thema Nachhaltigkeit. Die einfache Frage, was die Stellschrauben sind, an denen wir drehen können, hat zu intensiven Diskussionen im Haus geführt. Wir stehen am Anfang eines gemeinsamen Lernprozesses."

Compsognathus in Neukölln

Auch Julia von Schacky, Mitglied der Künstlerischen Leitung des Heimathafens Neukölln, und ihr Team fragen sich sich seit der Coronakrise verstärkt, wie nachhaltig sie als Institution der Freien Szene arbeiten. Schnell ist der Wunsch entstanden, eine CO2-Bilanz zu erstellen. "Wir haben aber gemerkt: Da lässt sich im großen Stil wenig machen. Fragen, wo der Strom herkommt, wie Wärme erzeugt wird, wie es mit Gebäudedämmung etc. aussieht, das ist Sache der Stadt", so von Schacky. "Das Bezirksamt hat uns deutlich gemacht: 'Euer Gebäude ist unsere letzte Sorge. Wir werden uns erst mit den großen Brocken – Schulen, Sportanlagen, alle öffentlichen Gebäude – beschäftigen, bevor ihr dran seid.' Es ist wichtig zu verstehen, was für ein dickes Brett da vor einem liegt, wenn wir von Klimaneutralität reden, allein beim Thema Wärmedämmung."

Deswegen habe sich das Team des Heimathafens auf Konsum fokussiert, in der Bilanz ein nicht unerheblicher Anteil. "Bei uns hat das ein Drittel ausgemacht. Jedes Mal, wenn man etwas kauft wie Bürosachen, Gaffa-Tape, technische Geräte oder Materialien für Bühnenbilder, entstehen Emissionen. Dabei sind wir ja gar kein großer Laden, und wir produzieren auch gar nicht so viel. Und wenn, dann mit nicht viel Aufwand. Trotzdem ist das wesentlich mehr, als man denkt."

HeimathafenNeukoelln Saal 1200 Sabri Patzelt uÖkologische Gebäudesanierung ist ein Problem: der historische Ballsaal des Heimathafens Neukölln in Berlin © Sabri Patzelt

Es macht Sinn, über Materialkreisläufe innerhalb der Branche nachzudenken. Zum Beispiel durch den Aufbau eines gemeinsamen Fundus für die Freie Szene, die Digitalisierung der bereits bestehenden Fundi der großen Häuser oder den Aufbau lokaler Materialbörsen. "Das würde Verschwendung verhindern. Das Problem ist ja beispielsweise: Gekaufte Klamotten, die man zurückgibt, weil man sie nicht braucht, kommen meist nicht zurück in den Verkauf, sondern werden zu Müll. Wenn man es schaffen könnte, dass sowas in Berlin oder sogar deutschlandweit nicht mehr erlaubt wäre, das wäre eine große Veränderung." Versucht haben sich von Schacky und ihr Team an einer Low Buy Produktion. "Null ist nicht zu machen", sagt sie mit einem Augenzwinkern, "ein bisschen Farbe braucht man dann doch, oder einen Nagel. Unsere Aufgabe ist ja nicht, den Fußabdruck zu messen und zu verkleinern und als puritanischer Held dazustehen, sondern es geht darum, sich inhaltlich damit zu beschäftigen, um die ökologischen Konsequenzen der eigenen Arbeit überhaupt erstmal einschätzen zu lernen."

Apatosaurus allerorten

Angesichts der politischen Großwetterlage wirken die Bemühungen der AGs an den Theatern nahezu bedeutungslos: 14 Billionen US-Dollar haben die G20-Staaten in Konjunkturprogramme für den Wiederaufbau nach der Coronapandemie gesteckt. Ganze 6% davon flossen in Maßnahmen, die der Erderwärmung entgegenwirken. Nun ist in der Ukraine Krieg ausgebrochen. Mit einem Sonderhaushalt von 100 Milliarden Euro soll die Bundeswehr aufgerüstet werden. Die Kohleförderung soll verlängert und Entscheidungen für eine nachhaltigere Landwirtschaft rückgängig gemacht werden. Während die CO2-Emissionen kontinuierlich weiter steigen, droht ein klimapolitischer Rollback.

AntarktischeHalbinsel 1200 Polar6 Rothera 53 RobertRicker AWI uKlimakrisen-Indikator: In Arktis und Antarktis wurden diesen Winter Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius über Normal gemessen. © Alfred-Wegener-Institut / Robert Ricker (CC-BY 4.0)

Was das für unsere Zukunft bedeutet, beschreibt sehr plastisch der erwähnte neue ICPP-Bericht: Dürren, Hitzewellen, Extremwettereignisse, Wasserknappheit, Ernteausfälle, Überflutungen und Anstieg des Meeresspiegels. 3-5 Milliarden Menschen – um die Hälfte der Menschheit – sind in den nächsten Jahren davon existenziell bedroht. Der ICPP-Bericht zeigt auch sehr genau: die Kluft zwischen dem, was notwendig wäre und dem, was getan wird, wächst allerdings kontinuierlich.

Sauropoden-Netzwerke

Um politisch Druck aufzubauen, ist es notwendig, sich mit anderen Institutionen zusammenzuschließen. Die auf Initiative von Tobias Rausch und Mitarbeiter*innen des Staatsschauspiels Dresden 2021 gegründete Vernetzungsgruppe "Theater und Nachhaltigkeit" hat sich inzwischen mit der AG Nachhaltigkeit des Bundesverbands Freie Darstellende Künste e.V. (BFDK) zusammengeschlossen. Gemeinsam agieren freie und festangestellte Theaterschaffende nun als "Performing for Future - Netzwerk Nachhaltigkeit in den Darstellenden Künsten". Einmal im Monat trifft sich das Netzwerk und plant in verschiedenen Arbeitsgruppen seine Aktivitäten.

So entsteht beispielsweise ein Wiki zu Nachhaltigkeit im Theater, eine Informationssammlung rund um nachhaltige Praxen sowie ein Manifest für die Darstellenden Künste. Darin spricht sich das Netzwerk für eine sozial-ökologische Neustrukturierung der Kulturlandschaft aus. Kulturorte sollen Wegbereiter einer gelingenden Transformation werden. Gefordert werden u.a. Nachhaltigkeitskonzepte bei Neubesetzungen von Leitungspositionen, die Veränderung von Zuwendungsgrundsätzen, Beratungsstellen für Nachhaltigkeit, die Umsetzung der Ziele 3000 des Ensemble-Netzwerks oder die Ermöglichung von Materialkreisläufen in allen Betriebsabläufen. "Der Wunsch, einen Forderungskatalog auszuarbeiten, war schon früh da. Also haben wir der Vernetzungsgruppe vorgeschlagen, dass die Arbeit an diesem Katalog Teil der Arbeit des Netzwerks wird", sagt von Schacky. Inzwischen wurde das Manifest bei der digitalen Podiumsdiskussion "Let's perform Sustainability" mit BFDK und Bühnenverein vorgestellt.

Dass für das Manifest vom Netzwerk etwa 300 Stunden ehrenamtliche Arbeit aufgebracht werden mussten, kritisiert die Kuratorin und Dramaturgin Nicola Bramkamp: "Klimaengagement an subventionierten Häusern darf kein Ehrenamt sein. Es ist aber die Regel, dass diese Arbeit immer noch auf nicht professionalisierten Strukturen basiert. Das muss sich ändern. Jetzt braucht es offizielle Top-down-Entscheidungen von Institutionen, was heißt: Es muss Nachhaltigkeitsstrategien geben." Bramkamp zieht dabei Theaterleitungen und Bühnenverein gleichermaßen in die Verantwortung. "Bei den meisten Häusern ist die Analysephase abgeschlossen. Es gibt Tools, die man anwenden und es gibt Transformationsmanager*innen, die man engagieren kann, um zu schauen, wie man die erhobenen Zahlen gemanagt bekommt. Das geht nicht in der Struktur, wie sie an den meisten Häusern praktiziert wird. Deswegen häufen sich natürlich die Frustrationen all derjenigen, die endlich einen Schritt nach vorn gehen möchten."

Dabei sind die Theater – anders als etwa Stahlwerke – nicht auf energieintensive Technologien angewiesen und durch ihre hohen Subventionen auch nur sehr geringem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt. In der sonst so kreativen Szene stößt die Idee einer fossilfreien Zukunft offenbar an Vorstellungsgrenzen: Klimapolitische Anforderungen an die Kunst werden immer noch als Zumutung oder gar als Eingriff in die Kunstfreiheit empfunden.

Auch um den Frustrationen in den AGs entgegenzuwirken, organisiert und kuratiert Nicola Bramkamp das im Mai stattfindende Klimafestival "endlich!" am Staatstheater Augsburg. Eine Säule ist dabei eine Konferenz, die Multiplikator*innen im Bereich Klima und Nachhaltigkeit eine Wissens- und Vernetzungsplattform gibt. In Kooperation mit dem BFDK, dem Netzwerk "Performing for Future" und SAVE THE WORLD sind beispielsweise Klima-AGs, Akteur*innen aus Freier Szene wie auch dem Bühnenverein, die Kulturpolitische Gesellschaft und das Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit eingeladen. "Wir möchten verschiedene Parteien zusammenbringen, die Gestalter- wie Trägerseite, sowie die Kulturpolitik aktivieren, Zielvorgaben zu formulieren, die dann auch in den jeweiligen lokalen Institutionen oder Organisationen nachgefragt werden", erzählt Bramkamp. Claudia Roth, die Staatsministerin für Kultur und Medien, wird die Konferenz eröffnen. "Es ist wichtig, dass das Thema politisch hoch angesiedelt wird. Mit der neuen Regierung sowie dem Green Culture Desk gibt es Steuer- und Förderinstrumente, die für eine Politik der Nachhaltigkeit eintreten. Und das ist sehr begrüßenswert." Denn vielerorts regiert die Sehnsucht nach dem business as usual der guten alten Kreidezeit.

 

Musiol Lynn 280 privat uLynn Takeo Musiol studierte Soziologie, Islamwissenschaften und Internationale Kriminologie in Hamburg, Budapest und Amman. Stationen als Kurator*in beim Berliner Herbstsalon (Maxim Gorki Theater) sowie beim Laboratory of Contested Space (JUNGE AKADEMIE Berlin). Bis zum Sommer 2022 ist sie*er als Dramaturg*in am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig. Im Fokus ihrer*seiner Arbeit stehen die Auseinandersetzung mit queerem Begehren und Fragen rund um Ökologie und Feminismus. Sie*er tritt für einen klassismussensiblen Umgang ein.



Tschirner Christian c bastian lomsche uChristian Tschirner
wurde 1968 in Lutherstadt Wittenberg geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Tierpfleger, später ein Schauspielstudium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Er erhielt ein Engagement als Schauspieler in Frankfurt/Main, wurde dann freier Regisseur und Autor. Seit 2009 ist er Dramaturg, zunächst am Schauspiel Hannover, ab 2013 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist er leitender Dramaturg der Berliner Schaubühne.

 > Lynn Takeo Musiol und Christian Tschirner verfassten 2020 die sechsteilige Artikelserie Inside Endzeit: Texte zur Klimakrise sowie 2021 die Videoreihe ECOSALOONtv.

> Zur Gemeinwohl-Ökonomie lesen Sie auch: Kultur nachhaltig produzieren - Der künstlerische Geschäftsführer der ARGEkultur erläutert wie sich sein Produktionshaus nach der Gemeinwohl-Ökonomie ausrichtet.

> Mehr Texte finden Sie im Top-Themenpunkt Klima.

Kommentare

Kommentare  
#1 Klima-AGs & Transformation: Wikiwiki 2022-03-31 09:00
danke für den link zum Wiki. solche praktischen tipps helfen am meisten.

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