meldung

St. Gallen: Neue Künstlerische Leitung Schauspiel

17. Mai 2022. Der Verwaltungsrat der Genossenschaft Konzert und Theater St.Gallen hat bei seiner gestrigen Sitzung die Regisseurin Barbara-David Brüesch zur neuen Künstlerische Leitung Schauspiel gewählt. Das teilt die Genossenschaft Konzert und Theater St.Gallen in einer Presseaussendung mit. Erstmalig in der Geschichte des Theaters St.Gallen übernehme mit der Spielzeit 2023/24 damit eine Frau diese Position. 

Barbara-David Brüesch wurde 1975 in Chur geboren und studierte Regie an der Berliner Hochule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Nach dem Studium gründete sie die Gruppe HundinHose, mit der sie mehrere freie Projekte realisierte. Seit 2001 arbeitet sie als freie Regisseurin, seit 2016 inszeniert sie am Theater St. Gallen. Darüber hinaus ist sie Gastdozentin für Regie an der Zürcher ZHDK. 

Die Besetzung der Position Künstlerische Leitung Schauspiel wurde der Pressemitteilung zufolge über ein dreistufiges Bewerbungsverfahren abgewickelt, zu dem auch ein "Hearing" mit den Ensemblevertreter:innen gehörte. Die freie Journalistin Valeria Heintges, der St.Galler Autor Christoph Keller, Tanja Scartazzini (Leiterin Amt für Kultur des Kantons St.Gallen) sowie Klaus Kusenberg, Schauspielregisseur und Intendant des Theaters Regensburg, begleiteten das Auswahlverfahren als beratendes Gremium. "Beurteilt wurden die Verbindung eines hochstehenden künstlerischen Anspruchs mit einer wirksamen, auf das Theater St.Gallen bezogenen Publikumsansprache, Kenntnis von Stadt und Kanton St.Gallen, der Ostschweiz und des Bodenseeraums, Teamfähigkeit und Führungsstil sowie die Haltung gegenüber den Kernwerten Diversität, Nachhaltigkeit und Partizipation", heißt es in der Mitteilung unter anderem. Außerdem wurde die Aufgabe gestellt, einen Muster-Spielplan vorzulegen. Insgesamt seien 22 Bewerbungen eingegangen.

(Genossenschaft Konzert und Theater St. Gallen / sle)

mehr meldungen

Kommentare

Kommentare  
#1 Theater St. Gallen: Weiter so!Gratulantin 2022-05-18 14:24
Herr Bogen trifft interessante Entscheidungen. Im Tanz hatte die neue Leitung covid-bedingt keine Chance sich zu entfalten. Rauswurf. Neuanfang. Der beliebte und erfolgreiche Konzertchef? Rauswurf. Neuanfang. Der GMD soll die Position übernehmen, weiß aber nichts davon. Und im Schauspiel? Da gibt es bei 22 Bewerbungen nur ein "Weiterso" mit der Hausregisseurin? Der Herr Bogen scheint nicht besonders belastbar, sonst hätte er den Shitstorm auch noch ausgehalten. Aber vielleicht bekommt er ihn dennoch, wenn sich alle wundern, warum gerade im Schauspiel kein Neuanfang gewagt wird.

Kommentar schreiben