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Berlin: Nominierungen für den Theaterpreis "IKARUS"

17. Mai 2022. Die Fachjury des Berliner Theaterpreises "IKARUS" nominiert 2022 neun Theaterstücke als "herausragende Inszenierungen für Kinder und Jugendliche". Dies teilte der JugendKulturService via Presseaussendung mit.

Der JugendKulturService setzte mit dem IKARUS jährlich ein Spotlight auf die herausragende Qualität der Berliner Kinder- und Jugendtheater, um diesen zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen, ihre Arbeit zu würdigen und deren wichtigen Beitrag für die Kulturelle Bildung hervorzuheben, heißt es in der Pressemitteilung. Erklärtes Ziel sei es, den Theaterbesuch und die Auseinandersetzung mit der Welt des Theaters als feste Bestandteile der Lebens- und Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen zu etablieren.

Die in diesem Jahr zu zwei Drittel neu besetzte Fachjury sichtete an 26 Berliner Theatern insgesamt 83 Premieren. Neun Inszenierungen wurden nominiert: "Harvest" (Isabelle Schad und Theater o.N.), "Das NEINhorn" (ATZE Musiktheater), "Wo ist meine Schwester?" (Das Weite Theater), "Drachenblut und Blümchenpflaster" (Theater Zitadelle Berlin), "Ich bin Vincent und ich habe keine Angst" (ATZE Musiktheater), "Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück" (GRIPS Theater), "A Human Race" (TANZKOMPLIZEN), "iTalk" (Platypus Theater) und "SELFIE" (GRIPS Theater). 

Alle Inszenierungen präsentieren sich im Rahmen der Presiverleihung am 11. November 2022 im Grips Theater Berlin. Dabei werden erstmals vier Auszeichnungen verliehen. Denn sowohl die Fachjury als auch die Jugendjury vergeben je einen IKARUS-Preis an jeweils ein Kinder- und ein Jugendtheaterstück. Alle Preise seien dabei gleichwertig mit einem Preisgeld von 2.500 € dotiert. Sämtliche nominierten Inszenierungen seien außerdem von September bis Anfang November in den Berliner Theatern für junges Publikum zu erleben und werden nochmals von der Fach- und Jugendjury gesichtet.

Die Geschäftsführerin der JugendKulturService GmbH, Kathrin Völker-Krause, sagt "Theater ist für Kinder und Jugendliche nicht nur ein Forum für Kunst, sondern auch ein essenzieller, lebendiger Ort der Kommunikation und des Miteinanders". Nach zwei pandemischen Jahren sowie der Omnipräsenz von Krieg und Flucht beweise sich Theater verstärkt als Plattform, auf der ein essenzieller Austausch möglich werde. Gerade in Zeiten von Isolation und gesellschaftlichem Rückzug komme dem Kinder- und Jugendtheater große Bedeutung zu. Denn Theater gebe jungen Menschen Raum, um ihre Gefühle auszuleben, Erlebnisse gemeinsam zu verarbeiten sowie Ängste und Sorgen ansprechen zu können.

Die unabhängige Fachjury besteht aus: Gerhard Drexel (freier Autor), Isabel Feifel (Kulturvermittlerin), Stefan Petzold (Kulturmanager), Teresa Schomburg (freie Autorin), Salome Dastmalchi (Regisseurin/Autorin)und Tessa Hart ("Kulturmacher!n und Kulturwand(l)er!n").

Seit 2002 werden mit dem IKARUS jedes Jahr herausragende Inszenierungen von Berliner Bühnen für Kinder und Jugendliche ausgezeichnet.

(JugendKulturService GmbH / ska)

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