Tanzt die Ausbeutung!

10. Juli 2022. Deutliche Ansagen, deutliche Erwartungen: das interdisziplinäre Projekt von Anna Rún Tryggvadóttir und Thorleifur Örn Arnarsson bringt Oper, Tanz, Theater und Wirtschaftsgeschichte zusammen. Es wird zusammengebrochen und aufgerappelt, zerschlagen und zusammengesetzt. Anders gesagt: Wagners "Ring der Nibelungen" wird dekonstruiert hin zu einem verspäteten Hippie-Traum verklärt.

Von Sascha Westphal

10. Juli 2022. "Der Tanz der Ausbeutung" steht eine Zeit lang oberhalb der Bühne auf der Tafel, auf die bei den Opernaufführungen im Staatstheater Kassel die Übertitel projiziert werden. Eine überaus deutliche Ansage, die ebenso deutliche Erwartungen weckt, die wiederum umgehend von der Regie Thorleifur Örn Arnarssons erfüllt werden. Ein bühnenhoher Maschendrahtzaun trennt den vorderen Teil der Spielfläche von der hinteren, auf der drei holzgetäfelte Wände einen riesigen aristokratischen oder zumindest großbürgerlichen Saal andeuten. Dort hinter dem Zaun liegt das Reich der Macht und des Geldes.

Zusammenbrechen und Aufrappeln

In dieser durch Reichtum, also Ausbeutung, geheiligten Halle wandeln Hubert Wild als eine Art Wiedergänger Ludwig II. und der von Filippo Bettoschi verkörperte Alberich. Sie überwachen, was vorne geschieht, wo fünf Tänzerinnen und vier Tänzer den "Tanz der Ausbeutung" performen. Und der sieht ziemlich genau so aus, wie es die eingeblendete Über-Schrift erwarten lässt. Die Tänzer:innen kriechen in gebückter und gekrümmter Haltung schwerfällig über den Boden, deuten immer wieder das Schwingen eines riesigen Hammers an, brechen zusammen und raffen sich wieder auf. Die Monotonie der Bewegungen spiegelt die Monotonie der Arbeiten, die im industriellen Zeitalter das Leben der Ausgebeuteten bestimmen.

Temple Alternative Histories 1 IsabelMachadoRios uUlrike Schneider vor dem blutigen Kinder- und Jugendchor CANTAMUS © Isabel Machado Rios

Für einen Moment entwickelt diese Choreografie zusammen mit dem Bild der zweigeteilten Bühne, in das sich berühmte Inszenierungen von Richard Wagners "Ring des Nibelungen" eingeschrieben haben, etwa Patrice Chéreaus legendärer "Ring" oder auch Johan Simons' "Rheingold", eine betörende Wucht. Einen Augenblick lang scheint das Potential auf, das in "Temple of Alternative Histories", diesem von der bildenden Künstlerin Anna Rún Tryggvadóttir und dem Theatermacher Thorleifur Örn Arnarsson entwickelten "interdisziplinaren Projekt", steckt. Oper und Tanz, Theater- und Wirtschaftsgeschichte kommen auf eine Weise zusammen, die Bekanntes noch einmal in einen größeren Kontext setzt und damit Verbindungen zwischen Kunst und Wirklichkeit, Vergangenheit und Zukunft sichtbar macht.

Doch je länger die Choreografie währt, je mehr Zeit das Publikum hat, in dieses Bild einzutauchen, desto schneller verlieren sich seine Macht und sein Zauber. Was bleibt, ist das Klischee von Tänzer:innen, die Arbeit und Ausbeutung darstellen und sich dabei nur selbst am Offensichtlichen – die gekrümmten Rücken, das gebückte Kriechen – abarbeiten. Und auch die Bezüge, die Arnarsson herstellt, diese Verbindungslinien von Wagner zur Industrialisierung, von Alberich zu den Minen des Ruhrgebiets, vom "Ring" zu Ludwig II., wurden schon längst offengelegt … und das mehr als nur ein Mal. Neu ist höchstens der Versuch, aus Wagners 16-stündigem Opernzyklus einen vierstündigen Theaterabend zu formen, der den "Ring" gleich noch mit dem isländischen Gedichtzyklus der "Edda" verschmilzt.

Zerschlagen und Zusammensetzen

Was Arnarsson versucht, ist nichts als die Appropriation der Appropriateure, also in etwa das künstlerische Äquivalent zu dem sozialistischen Projekt der "Expropriation der Expropriateure". Wagner hat sich für sein Werk aus der "Edda" bedient, folglich bedient sich Arnarsson beim "Ring" und verkauft einem das als einen kollektiven Akt, an dem neben ihm und Tryggvadóttir auch alle Sparten des Kasseler Staatstheaters sowie digitale Technologien, Wissenschaft und Kunst beteiligt sind. Von diesem geradezu welt- und wirklichkeitsumspannenden Netzwerk ist in der Inszenierung, die auch den Titel "Temple of Appropriated Histories" trägt und sich damit als Teil in das größere Projekt namens "Temple of Alternative Histories" einordnet, allerdings wenig zu spüren. Arnarsson begnügt sich damit, den "Ring" in kleine Bruchstücke, Kapitel wie eben "Der Tanz der Ausbeutung", zu zerschlagen und diese Bruchstücke neu zusammenzusetzen. So sind eine Reihe höchst unterschiedlicher Szenen und Bilder entstanden, die mal auf Ironie oder gar Klamauk und mal auf Kitsch und Pathos setzen.

Temple Alternative Histories 3 IsabelMachadoRios uUnterschiedlichste Szenen in der fast vierstündigen Inszenierung. Hier Rahel Weiss und das Ensemble von "Temple of Alternative Histories" © Isabel Machado Rios

Alles kommt vor: der Held, der überaus theatralisch stirbt, aber mit dem Stöhnen und Wehklagen nicht aufhören kann; die schon erwähnte industrielle Revolution; das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und damit der Beginn des Ersten Weltkriegs; die menschliche Hybris und die aus ihr resultierende Zerstörung der Umwelt. Die Inszenierung referenziert all die großen Themen, die uns, die wir auf einem sich seinem Untergang nähernden Planeten leben, gerade beschäftigen oder zumindest beschäftigen sollten. Aber sie kommen, vor allem in den Monologen der Schauspieler:innen, kaum über Allgemeinplätze hinaus.

Belehrend und naiv

Die neuen Texte, die sich an diesem Abend zwischen Auszüge aus Wagners Libretti schieben, sind zum Teil extrem belehrend und zum Teil auch unfassbar naiv. Natürlich hat die private Geschichte, die die isländische Schauspielerin Ebba Katrin Finnsdóttir am Ende erzählt und die in einem Bekenntnis zu ihrem Glauben an Elfen gipfelt, einen entwaffnenden Charme. Aber zu glauben, dass es reichen könnte, Wagners alles zerstörender "Götterdämmerung" den Glauben an die Natur als heilende Kraft entgegenzustellen, ist für ein Projekt, das Kunst und Wissenschaft zusammenbringen will, um so Zukunft neu zu gestalten, etwas wenig.

Es ist schon klar, Arnarsson und all seine Mitstreiter:innen setzen auf eine neue Einfachheit und Authentizität. Deswegen singen Finnsdóttir und Oddur Juliusson zum Schluss ein isländisches Lied aus dem 12. Jahrhundert. Dabei sitzen sie zusammen mit den Tänzer:innen, Schauspieler:innen und Sänger:innen in einer nachgebauten grünen und sanft hügeligen isländischen Landschaft. So soll er also aussehen, der Weg aus Wagners Wahnsinn des Monumentalismus, den die Sänger:innen zusammen mit dem von Mario Hartmuth geleiteten Orchester und zwei Chören übrigens stimmlich sehr eindrucksvoll auf die Bühne gebracht haben. Leider ist das nur ein verspäteter Hippietraum, ein "Imagine" der appropriierten Hochkultur, das ein wohliges Gefühl verbreitet und sich damit selbst genügt.

 

Temple of Alternative Histories
Ein interdisziplinares Projekt von Anna Rún Tryggvadóttir und Thorleifur Örn Arnarsson
Musikalische Leitung & Arrangeur: Mario Hartmuth, Regie und Textfassung: Thorleifur Örn Arnarsson, Installation: Anna Rún Tryggvadóttir, Bühne: Sebastian Hannak, Bildgestaltung Film: Frank Lamm, Kostüme: Karen Briem, Garment Sustainability Designer: Andri Unnarson, Sound-Design & Arrangeur: Sam Slater, Licht: Marie-Luise Fieker, Dramaturgie: Teresa Martin, Laura Kohlmaier, Katja Prussas, Silke Meier-Brösicke, Outside Eye: Patricia Nickel-Dönicke, Chor: Marco Zeiser Celesti, CANTAMUS Chor: Fiona Luisa, Vermittlung: Marlene Pawlak.
Mit: Margrethe Fredheim, Ulrike Schneider, Filippo Bettoschi, Magnus Piontek, Hubert Wild, Clemens Dönicke, Ebba Katrin Finnsdottir, Johann Jürgens, Oddur Juliusson, Aljoscha Langel, Emilia Reichenbach, Jonathan Stolze, Christina Weiser, Rahel Weiss, Karen Voss Albrechtsen, Sophie Borney, Esther Alberte Bundgaard, Seleno Martello, Felicia Nilsson, Vincenzo Minervini, Safet Mistele, Shafiki Sseggayi, Kaine Ward, Staatsorchester Kassel, Opernchor des Staatstheater Kassel, Kinder- und Jugendchor CANTAMUS.
Uraufführung: 9. Juli 2022
Dauer: 4 Stunden, eine Pause

www.staatstheater-kassel.de

 

Kritikenrundschau

Dem Regisseur gelinge ein ambitioniertes Projekt, das Tanz, Gesang, Musik, Schauspiel, Video, Wissenschaft, Rocksong, biografische Einsprengsel stimmig verzahnt, schreibt Bettina Fraschke in der HNA (11.7.2022). Vereinzelt gerieten Szenen zu plakativ, Botschaften zu schlicht. Dennoch "ein souverän durchgestaltetes Gesamtkunstwerk", das entlang des "Ring" auf die Entfremdung des Menschen von der Natur schaue.

Zum einen möchte der Regisseur Wagners mythische Quellen beschwören, so Michael Laages im DLF Kultur vom Tage (10.7.2022). Zum anderen destilliere er als zweites Generalmotiv aus den Wagner-Fabeln den Konflikt Mensch contra Natur heraus, und ebenso fundamental der Kampf der Geschlechter. So werde etwa die Geschichte moderner Erd-Ausbeutung kenntlich, wenn Wotans weltliche Sklaven Erdölquellen finden. "Das sieht manchmal so aus und hört sich auch so an, wie sich Klein-Fritzchen die Apokalypse vorstellt." Unbedingt munter und bewegend sei aber die Art und Weise, wie Arnarsson all die Zutaten dieses Weltuntergangs-Erklär-Theaters vermenge.

Es gehe um Mensch, Natur, die Erstehung der Welt, industrielle Revolution, Utopien, aber alles werde nur angerissen, so Stefan Keim im Deutschlandfunk (9.7.2022). Es sei keine Dringlichkeit dahinter. Stark werde der Abend, wenn richtig Wagner gespielt werde. Und zu seinem Kern finde er erst am Schluss, wenn es leiser werde. Fazit: "Man muss leiden, um einige schöne Momente zu finden."

Neben der Entwicklung des Homo sapiens zum "Homo hybris" gehe es in dem groß angelegten Spektakel auch um "die Hybris des Thorleifur Örn Arnarsson“, vermutet Erik Zielke im Neuen Deutschland (11.7.2022).  Die assoziative Aneinanderreihung von Einfällen ohne Verdichtung und Verzahnung tue "der postmodernen Mär Genüge, die Probleme seien so komplex, dass man ihnen mit unseren einfachen Geschichten nicht mehr gerecht werden könnte“. In Auseinandersetzung mit Wagners "Ring" zeige der Regisseur, "dass er durchaus zur Entwicklung großer Bilder in der Lage ist". Aber der Abend kämpfe mit ähnlichen Symptomen wie die Documenta, so Zielke: "Mit einer Flut an Informationen und viel guter Absicht buhlt man um ein Publikum – und vergisst dabei die Kunst".

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Kommentare

Kommentare  
#1 Alternative Histories, Kassel: NachhaltigOutside Mind 2022-07-10 14:17
Hauptsache, es gibt neben der installierenden Künstlerin noch einen Bühnenbildner, einen Filmbildgestalter, neben der Kostümbildnerin noch einen Garment Sustainability Designer, dazu vier(!) Dramaturginnen und ein Outside Eye. Während der ärmere Teil der Kasseler Bevölkerung, um den es ja angeblich auch irgendwie geht, die Stromrechnung nicht bezahlen kann. Und dann wundert sich jemand, dass Theater als überflüssiger Luxus gilt?
#2 Alternative Histories, Kassel: InfoBill 2022-07-10 21:11
@1 Der Bühnenbildner ist Hausszenograf, die vier Dramaturginnen sind alle aus den unterschiedlichen Sparten im Haus und das Outside Eye ist die Schauspieldirektorin. Kurz: das hat nicht einen Cent gekostet, weil die Künstler ohnehin am Haus angestellt sind. Man kann das sehr einfach auf der Homepage recherchieren. Auch ein Outside Mind funktioniert nur, wenn es vorher richtig informiert ist.
#3 Alternative Histories, Kassel: NiveauZuschauer*in 2022-07-10 23:03
Was für ein eitler Abend, der uns Zuschauer*innen wohl für dumm hält. Die vorgetragenen Thesen kommen nicht über das Niveau eines Zeitungsartikels, wir werden aber trotzdem belehrt und dann mit Kunsthandwerk zugeschüttet ... Dabei sind alle Darsteller*innen durchweg über- und unterfordert, niemensch setzt sein Handwerk richtig ein; Schauspieler*innen werden nicht inszeniert und haben en masse Texthänger, Tänzer*innen zappeln in selbst arrangierten Choreografien, die Orchestermusiker*innen auf der Bühnen scheinen Angst vor den fahrenden Podien zu haben, Sänger*innen röcheln und dann wird dieser Apparat ausgequetscht ... Und ganz nebenbei soll es um Nachhaltigkeit gehen, aber wo kommen denn die ganzen Künstler*innen her? Aus Island ... Mit dem Fahrrad schlecht zu erreichen ...
#4 Alternative Histories, Kassel: AufklärungNeugie Rig 2022-07-11 10:22
Was zur selbstreferentiellen Hölle ist ein „Outside Eye“??? Bitte sagt nicht, dass sei der „Blick von außen“! Was macht man da? Wo studiert man das? Wie bildet man sich dafür fort? Und wie zum Henker erklärt man das dem Steuerzahler? Lasst es bitte etwas Technisches sein. Ich bitte dringend um Aufklärung! Ich kann sonst nicht mehr schlafen…
#5 Alternative Histories, Kassel: Info IIBill 2022-07-11 12:29
@3 Ich bin schon erstaunt, auf welcher (fehlerhaften) Grundlage hier argumentiert und Schlüsse gezogen werden. "Die ganzen Künstler*innen" kommen nicht "aus Island", sondern zu (geschätzten) 95% aus dem Ensemble, wobei die Nationalität doch unerheblich sein dürfte. Wenn sich die Kommentatoren erst informieren, hilft das auch beim Niveau der Kommentare!
#6 Alternative Histories, Kassel: GagenOutside Mind 2022-07-11 14:10
@Bill: Ach so, ich wusste nicht, dass die Festangestellten in Kassel nicht bezahlt werden, oder wie soll ich das verstehen?! Wenn in Kassel vier Dramaturginnen plus Schauspieldirektorin, die auch Dramaturgin ist, gleichzeitig eine Produktion betreuen, ist das trotzdem sehr viel (hoffentlich gut bezahlte) Arbeitszeit, die das Theater in dieses eine Projekt investiert. Das Gleiche gilt für Doppelungen bei der Ausstattung.
#7 Alternative Histories, Kassel: Gäst*innenZuschauer*in 2022-07-11 16:51
Natürlich weiß ich, dass sehr sehr viele Menschen auf der Bühnen aus den Ensembles des Staatstheater kommen, aber eben auch mehrere Gäst*innen auf der Bühne und des Regieteams aus Island. Und gerade der letzte Monolog über die Nachhaltigkeit wirkt so verlocken, weil er Nachhaltigkeit suggeriert und eben auf Flügen basiert ... Aber eigentlich ist das schlimmste, dass es einfach schlecht war.
#8 Alternative Histories, Kassel: LebenslügeMythbusting 2022-07-12 10:49
@2: Sie repetieren die vermutlich zentrale Lebenslüge an staatlich subventionierten Theatern, dass alles kostenlos sei, was "vom Haus" käme. Das ist natürlich völlig falsch. Wenn 7 Führungskräfte sich statt sonst 7 nur einer Produktion widmen (generell gesprochen, die Details aus Kassel kenne ich nur aus der Presse), fehlen diese, selbst wenn "eh schon bezahlt", in 6 anderen Produktionen. Das kostet dort dann viel Geld für Gäste, man nennt das St.Florian Prinzip. Oder dort wird die Arbeit nicht gemacht, die dort ja hoffentlich nicht überflüssig gewesen wäre. Ihr Argument lügt sich damit in die eigene Tasche, sorry
#9 Alternative Histories, Kassel: Von Nachtkritik lernenManfred Kaimdorf 2022-07-12 13:23
Nachtkritik hat ja schon öfter über diesen isländischen vorgeblichen Regisseur berichtet, das hätte ich mal früher lesen sollen. Und die Theaterverantwortlichen eventuell sogar auch. "Theater für Regisseure ab 5" stand da. Leider richtig. Hätte mir einen einfach nur dummen und langweiligen Abend erspart.
#10 Alternative Histories, Kassel: UmfangAlbert 2022-07-12 14:52
@8 Das ist natürlich richtig. Man darf aber auch davon ausgehen, dass das Staatstheater im Vorfeld dieser Produktion, die personellen Bedürfnisse einer spartenübergreifenden Produktion mitbedacht hat und entsprechend besetzt hat. Natürlich braucht jede Sparte beispielsweise eine*n eigene*n Dramaturg*in. Deren Funktion ist ja nicht einfach austauschbar und in diesem Sinne auf andere Sparten übertragbar. Zumal hier darüberhinaus noch eine Ausstellung und ein umfangreiches Begleitprogramm kuratiert wird. Die Überraschung einiger Kommentare darüber, wie personalintensiv das Projekt ist, zeugt doch eher von Unkenntnis über die Arbeitsabläufe in einem staatlich subventionierten Theater und die Grössenordung des Projektes. In Kassel war es erklärteres Ziel, einen Abend zu produzieren, an dem alle Sparten einschließlich der Chöre auf der Bühne stehen.
#11 Alternative Histories, Kassel: Info IIIBill 2022-07-12 20:49
@8 Das könnte vielleicht so sein, wenn die Mitarbeiter*innen bei anderen Produktionen eingespart wurden. Wie man sehr leicht recherchieren kann, waren aber alle Produktionen der Spielzeit mit Dramaturg*innen aus dem Haus (keine Gäste!) ausgestattet. Gefehlt haben Führungskräfte offensichtlich nirgends. Es ist Aufgabe einer Theaterleitung das Programm und die personelle Besetzung sorgfältig zu planen und das hat sie offensichtlich auch getan. Wenn die Theaterleitung diese Arbeitszeit in ein Projekt investiert, weil es spartenübergreifend durchgeführt werden soll, why not?
Ich denke, #10 liegt richtig.
Es ist schlicht rabulistisch, dies in ein Verhältnis zu Stromrechnungen des "ärmeren Teils der Kasseler Bevölkerung" zu setzen - wie #1/6 es macht.

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