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Hans-Reinhart-Ring 2022 für Barbara Frey

8. September 2022. Die Regisseurin und Intendantin Barbara Frey wird mit dem diesjährigen Schweizer Grand Prix Darstellende Künste / Hans-Reinhart-Ring ausgezeichnet. Das gibt das Schweizer Bundesamt für Kultur in einer Medienmitteilung bekannt. Der Preis gilt als höchste Theater-Auszeichnung des Landes. 

Die Ehrung ist mit 100.000 Franken (102.564 Euro) dotiert. Das Bundesamt für Kultur vergibt sie auf Empfehlung der beiden Eidgenössischen Jurys für Theater und Tanz.

Die Preisträgerin Barbara Frey ist derzeit künstlerische Leiterin der Ruhrtriennale. Kürzlich premierte dort unter ihrer Regie Arthur Schnitzlers Das weite Land. Von 2009 bis 2019 war sie als erste Frau Intendantin des Schauspielhauses Zürich.

Frey wurde 1963 in Basel geboren und arbeitet seit 30 Jahren als Regisseurin. Sie studierte in Zürich Germanistik und Philosophie und spielte als Schlagzeugerin in verschiedenen Schweizer Bands. 1988 kam sie als Musikerin und Regieassistentin unter Frank Baumbauer ans Theater Basel. Zu Beginn ihrer Karriere führte sie Regie in der freien Theaterszene. Es folgten Stationen unter anderem am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz und am Bayerischen Staatsschauspiel in München.  

Neben dem Hans-Reinhart-Ring 2022 werden drei Tanzpreise, sechs Theaterpreise, zwei Produktionspreise sowie der "June Johnson Newcomer Prize" an Personen oder Institutionen vergeben, die sich in einem Bereich der Darstellenden Künste der Schweiz verdient gemacht haben. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Marco Berrettini, Paola Gianoli, Susanne Schneider/ BewegGrund, Frida León Beraud, Sophie Gardaz, Yann Marussich, Mike Müller, Geschwister Pfister, Ticino is Burning, "La Peau de l’Espace" von Yasmine Hugonnet, "Manuel d’exil" von Maya Bösch und das Kollektiv InQdrt.

Die Einzelpreise sind mit jeweils 40.000 Franken dotiert, die Preise "Tanzproduktion 2021", "Theaterproduktion 2021" sowie der "June Johnson Newcomer Prize" mit jeweils 25.000 Franken.

Die Auszeichnungen werden am am 21. Oktober 2022 im Théâtre de Carouge in Genf überreicht. 

 

(Schweizer Bundesamt für Kultur / sdre)

 

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