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Deutscher Amateurtheaterpreis vergeben

26. September 2022. Zum siebten Mal ist am Samstag in Pforzheim der Deutsche Amateurtheaterpreis "amarena" vergeben worden, wie der Bund Deutscher Amateurtheater e.V. heute in einer Pressemitteilung bekanntgab. Dabei sind fünf Preise sowie ein Sonderpreis mit einem Preisgeld zu je 2.000 Euro verliehen worden. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des "amarena"-Festivals, das vom 22. bis 24. September zeitgleich in Essen, Gotha, Pforzheim und Quedlinburg stattfand.

In der Kategorie "#wirwerdenwieder – Wirken eines Amateurtheaters in Zeiten der Pandemie" wurde der Amateurtheaterverein Pforzheim ausgezeichnet: "Mit vielen Aktionen, analog und digital, regional und international, blieben die Mitglieder in der Zeit der Pandemie in Verbindung, entwickelten neue Formen des künstlerischen Dialogs und förderten den Zusammenhalt", heißt es in der Pressemitteilung.

Ein weiterer Preis ging an die Inszenierung "Parallele Welten – Mixed Couples", die "mit Frauen und Männern vieler Nationalitäten unter dem Dach der Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld inszeniert wurde" und somit "Einblick in migrantische und postmigrantische Perspektiven und Herausforderungen" gegeben habe. Hierfür wurde die Inszenierung in der Kategorie "Darstellende Künste" geehrt.

Eindrucksvolle Vielfalt des Amateurtheaters

Weitere Preisträger sind das Zoom-Theaterstück "Faust I – Walpurgisnacht Teil 1 & 2" der Theatergruppe Süd-München sowie die Darstellerinnen im fundament / art der stadt e. V. in Gotha für die Inszenierung "Bevor wir gehen" (Kategorie "Darstellende Künste mit Senior:innen") und das Solostück "ElefantenPOLO" der JuBO – Jugendbühne – Junge Bühne Ostfildern, das das Thema häusliche Gewalt bearbeitet. 

Mit dem Sonderpreis des Theaterleben e. V. wurde die Junge Theaterakademie Offenburg in der Kategorie "#connect- Amateurtheater verbindet" geehrt, in deren multimedialer Audiotour "Kilometer X" eine 10-jährige Schülerin und eine 82-jährige Rentnerin gemeinsam die Gastgeber:innen sind. 

"Der diesjährige Deutsche Amateurtheaterpreis amarena war besonders geprägt von der Coronazeit, von digitalen und hybriden Einflüssen, die neue Theaterformate und Themen hervorbrachten. Mehr als je zuvor haben sich bei diesem Wettbewerb Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen beteiligt, was die Vielfalt und das Inspirierende des Amateurtheaters eindrucksvoll verstärkte", sagte der künstlerische Festivalleiter Frank Grünert laut Pressemitteilung zum Abschluss des Festivals.

Die Preisjury bildeten in diesem Jahr: Dr. Birte Werner (Juryvorsitz/Leiterin des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg), Frank Grünert (Künstlerischer Leiter amarena/BDAT-Vizepräsident), Julian Baufeldt (Kuratoriumsmitglied amarena, BAG Spiel und Theater), Isa Kathrin Edelhoff (Referentin für Theater und Tanz, BKM), Dominik Eichhorn (Bildungsreferent BDAT), Stefanie Gutekunst (FB Theaterpädagogik, Kulturhaus Osterfeld), Dr. Marcus O. Klein (Kuratoriumsmitglied amarena) und Billie-Marie Wempe (Kulturmanagerin Sommerblutfestival Multipolarkultur).

(Bund Deutscher Amateurtheater e.V. / jeb)

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