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Deutschland führt Kulturpass für 18-Jährige ein

11. November 2022. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat den Kultur- und Medienetat für das Jahr 2023 verabschiedet. Dieser steigt im Vergleich zum Vorjahr um 94 Millionen auf 2,39 Milliarden Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 4 Prozent.

Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien: "Mit diesem deutlichen Zuwachs im Kultur- und Medienetat des Bundes haben wir ein starkes Fundament geschaffen, um die Vielfalt der Kultur unseres Landes und die kulturelle Teilhabe für die ganze Gesellschaft zu ermöglichen und zu stärken. Das ist ein kräftiger Schub, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen."

100 Millionen Euro sollen für die Einführung eines KulturPasses bereitgestellt werden. Damit erhalten Personen im Alter von 18 Jahren im kommenden Jahr ein Guthaben von 200 Euro, mit dem sie über eine Online-Plattform unterschiedliche kulturelle Angebote nutzen können. Weitere Bundesmittel sind unter anderem vorgesehen für das Bündnis internationaler Produktionshäuser e.V. und die Privattheatertage.

Kritisiert wird der Haushaltsplan vom Fonds Darstellende Künste, der durch den Sonderfonds Neustart Kultur in den Jahren 2000 bis 2022 ein Fördervolumen von 164 Millionen Euro verwaltete und nun mit 2 Millionen Euro auf den vorpandemischen Stand zurückfällt. "Die Nachhaltigkeit des Programms zu Stabilisierung, Planungssicherheit und Weiterentwicklung ist somit für die bundesweit agierenden Freien Künstler*innen und Gruppen nicht mehr gegeben", heißt es in einer Pressemitteilung.

(Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien / Fonds Darstellende Künste / miwo)

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