Filmstar 2009

Berlin, 14. Februar 2009. Ihre Filmauftritte blieben ja schon immer im Gedächtnis, selbst wenn sie so kurz waren, wie in Tom Tykwers "Das Parfüm", wo sie in der Anfangsszene den späteren Frauenmörder Grenouille mal eben zwischen Fischabfällen zur Welt bringt. Oder mit trotzigem Gesicht als Büromädchen in "Der Untergang" diente. Eine Rolle, nach der Birgit Minichmayr einen "Sekretärinnenstopp", wie sie es selbst bezeichnete, eingelegt hat und lieber eine zeitlang in österreichischen Autorenfilmen mitmischte. Und vor allem natürlich Theater spielte.

Jetzt hat ihr die Rolle als Gitti in Maren Ades Berlinale-Wettbewerbsfilm Alle Anderen den Silbernen Bären als beste Darstellerin beschert.

Die Mitglieder der Jury - Tilda Swinton, Isabel Coixet, Alice Waters, Henning Mankell, Gaston Kaboré, Christoph Schlingensief und Wayne Wang - entschieden sich für Minichmayr, die bei den 59. Internationalen Filmfestspielen Berlin auch in der Sektion Panorama in dem Krimi "Der Knochenmann" zu sehen war.

www.imdb.de gibt als Starttermin für "Alle Anderen" im Moment den 18. Juni 2009 an. Am Wiener Burgtheater ist Minichmayr in "Macbeth" zu sehen oder auch in Martin Kusejs Inszenierung des "Weibsteufel", die zum Theatertreffen eingeladen ist. An der Berliner Volksbühne spielt sie im "Iwanow", der im März allerdings in Mexico gastiert, und dann kommen erstmal die Bauarbeiter in das Haus.

(sik)

 

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Kommentare

Kommentare  
#1 Silberner Bär für Birgit Minichmayr: Gratulation!WDS 2009-02-15 13:36
Ich freue mich sehr für Frau Minichmayr,die ich für eine der besten deutschsprachigen Schauspielerinnen halte.Gratulation!
#2 Silberner Bär für Birgit Minichmayr: noch eine GratulationPrada 2009-02-15 15:16
super Birgit !
#3 Silberner Bär für Minichmayr: Gratulation auch an Maren AdeInga Sundström 2009-02-15 17:14
Genau! Congretulations! Vor allem für die stumme Szene, nachdem Birgit Minichmayr in den Pool geschmissen wurde... - und dann das Messer zückt... - danke danke danke! Auch an Maren Ade! Die Frauen bringens voll, wa?!
#4 Birgit Minichmayr: Kein eindimensionaler FeminismusInga Sundström 2009-02-16 01:53
Zusatz: Ich würde gern noch genauer ausführen, warum ich diese Szene als so entscheidend für den Film empfunden habe. Denn natürlich geht es hier nicht - wie mein Kommentar fälschlicherweise suggerieren könnte - um eindimensionalen 70er-Jahre-Feminismus, also um die Rache "der Frau" an "dem Mann". Da sind wir ja hoffentlich drüber weg, alles queer jetzt (Lars Eidinger geschminkt). Nein, hier zeigte sich für mich ein sprachloses Entsetzen darüber, wie schnell ganz eigensinnige Lebensentwürfe von stereotypen Vorstellungen des Zusammenlebens zwischen den Geschlechtern überlagert werden können - und damit die Bedingungslosigkeit von Liebe zerstören. Müssen Männer Frauen in Pools werfen, um echte Männer zu sein? Und müssen Frauen sich das gefallen lassen, indem sie sich erst ein wenig zieren, dann aber irgendwie doch damit kokettieren und am Ende darüber resignieren, dass das eben "Arschlöcher" sind? Wie verdreht ist das denn?
#5 Birgit Minichmayr: Wer am lautesten röhrt, gewinnterich bahr 2009-03-03 21:59
finde den film alle anderen samt birgit minichmayr trotz aller anderen kritiken samt silbernen bären persönlich nicht der bringer.. birgit minichmayr röhrt wie eh und je kindsfrauenmäßig in der gegend rum, ein wneig falsche power und viel zu oft gesehen, zuviel power, die jegliche feinheit im spiel übertönt.. gesehen als polly, beim narren, selbst im pulverfaß von gottscheff angewandt...wann sehen wir eine sensibilität wie constanze becker sie hat UND trotzdem kraft, auch nina hoss kann das.. aber brigit minichmayr scheint nicht ganz so intelligent zu sein und meint, alles mit kraft und gespielter lebendigkeit übertünchen zu können.. ich verstehe nicht, warum diesbezüglich die äuglein älterer männer glänzen, vielleicht fehlt ihnen diese vitalität - aber es hat nicht unbedingt etwas mit kunst zu tun... es ist sinnlich, aber nicht erotisch, kraftvoll, aber nicht ehrlich-lebendig... es ist traurig, daß sie anderen vorgezogen wird, die das offensichtlich beherrschen, ohne groß rumtönen zu muessen... sie ist gut,aber bei weitem nicht die beste... obwohl - wer mag denn sagen, wer die beste ist? sandra hüller jedenfalls kann beides: kraftvoll tönen (auch sie hat schon mal die polly gespielt) und fein ziseliert sein (das requiem) - oder auch katharina schüttler... aber es ist trotzdem schade in deutschland: wer am lautesten blökt, gewinnt meistens... wir sind eben doch ein land der großschwätzer und feinheit geht uns flöten... germaine de stael hat das damals schon richtig erkannt... und das ist bis heute geblieben: ein land der kulturellen hanswurste... und genauso sehen auch unsere berlinale gewinner aus... schade...
#6 Birgit Minichmayr: @ Bahr: Was Sie Kunst nennen...@bahr 2009-03-03 22:45
was Sie kunst nennen, herr bahr, ist das, was Ihnen wie kunst daherkommt. dass jemand wie Sie sagen kann: das ist kunst, dafür ist sowas gut wie constanze becker. das hat man sich für Sie ausgedacht, den wiedererkennungswert für kunst. den gibt es natürlich nicht. aber für Sie eben doch. fragen Sie mich nicht warum! das ist nämlich ein großes rätsel. was ausgerechnet jemand wie Sie ins theater geführt hat. vielleicht der deutschunterricht, an den Sie schöne erinnerungen haben.
#7 Birgit Minichmayr: Hier geht es nur um "Alle anderen"Inga Sundström 2009-03-03 23:52
Lieber E. Bahr, ich verstehe Ihre Argumentation nicht. Es geht hier doch einzig und allein um den Film "Alle anderen" und folglich um die Auszeichnung Birgit Minichmayrs für ihre Rolle als Gitti. Vom Theater dagegen war ausnahmsweise mal nicht die Rede. Auch finde ich es schade und möglicherweise bezeichnend, dass sie als Mann die Schauspielerinnen offenbar gegeneinander ausspielen wollen. Dazu kann ich nur sagen: Ich finde Nina Hoss, Constanze Becker, Sandra Hüller und Katharina Schüttler ebenso faszinierend wie Birgit Minichmayr. Und zwar aufgrund ihrer ganz unterschiedlichen und eigensinnigen Persönlichkeiten. Ausserdem frage ich mich, ob sie den Film "Alle anderen" tatsächlich gesehen haben oder nur ihre eigene stereotype Projektion. Denn Birgit Minichmayr bzw. Gitti tönt hier eben gerade nicht nur rum. Wir befinden uns (siehe oben) ja nicht mehr im Zeitalter der bloßen Umkehrung der Geschlechterrollen. Nein, es gibt in diesem Film im Gegenteil mehrere Szenen, in denen Birgit Minichmayr/Gitti eine große Sensibilität und Verletzlichkeit durchscheinen lässt. Es tut mir Leid, aber mit ihrem Text bestätigen Sie meines Erachtens leider genau das, was über den Film problematisiert werden soll, nämlich eine stereotype Fixierung weiblicher und männlicher Geschlechterrollen. Das heißt, wenn eine Frau sich mal nicht zurückhält, wie es sich "für eine Frau gehört", dann ist sie gleich ein "Mannsweib" oder "tönt rum". Ach, aber ach, Frauen dürfen also weiterhin nur seufzen und "die Männer" anhimmeln? Das macht mich traurig.
#8 Birgit Minichmayr: peinlicher Quatschprada 2009-03-04 00:39
das ist ja ein dolles Ding, wider alle Sitte, weshalb auf so einen peinlichen Quatsch gar nicht ernsthaft eingegangen werden kann, wer so dürftig schreibt beleidigt die Schauspielerinnen, für die er angeblich eintritt auf eine so erniedrigende Weise, schrecklich, sie wären für solche Bewunderer nur zu bedauern. In Wahrheit - und das schützt sie - zählen solche Leute aber einfach nicht.
#9 Minichmayr: Immer zu laut und geknödelterich bahr 2009-03-04 12:27
hab versucht, fein ziseliert zu argumentieren und bekomme pfähle ins gesicht geschleudert..das ist meine persönliche meinung - und ich bin weiß gott oft genug im theater aus künstlerisch-professionellen gründen, um das beurteilen zu können..ich finde, frau minichmayr beherrscht nur eine sehr schmale schiene der verwandlungskunst..eine schiene der power - und auch wenn sie fein sein möchte wie zum beispiel in fallen, dann fällt eine grobe handschrift auf, die bei den anderen oben genannten damen etwas feinfühliger daherkommt - sie bedient meines erachtens mit absicht oder vielleicht aus unvermögen, genau diese kindsfrauenlolitahaltung, die emanzipierte frauen in deutschland nicht mehr nötig hätten - sondern, wenn sie wirklich bei sich bleiben könnte, dann hätte sie das röhren nicht nötig..aber sie hat es nötig..und genau das kommt an, weil es wie eine marke namens lebendigkeit gut erfassbar und ortbar ist..und dies ist, wie geschireben, in deutschland anscheinend notwendig um sich durchzusetzen..gut, sie hat sich durchgesetzt - aber ich fürchte eben mit einer eindimensionalität, die mir aufstößt..in alle anderen, den ich durchaus gesehen habe, finde ich sie zum beispiel nicht viel anders als im pulverfass..eine göre, die trotzt und rotzt und dann manchmal versucht, dame zu sein...immer etwas zu laut und zu geknödelt..ohne bruch und nur in der andeutung etwas verletzlich, immer im anschlag die aufregendste sein zu wollen..finde ihre kollegin in alle anderen viel spannenderoder auch lars eidiinger, er zeigt eine viel viel größere variationsbreite der schauspielkunst in diesem film, die überhaupt nicht gewürdigt wurde..eine feinheit und spielfreude...von frau minichmayr mehrmals im spiel einfach übergangen und kleingequetscht...warum können die kritiker und die jury nicht wirklich hinsehen? Wirklich beobachten...? Unterstelle auch der jury - mal ganz frech - ein voreingenommenheit - war herr schlingensief nicht auch ein bekannter der minichmayr an der volksbühne? ist sie nicht ein ähnlicher typ wie tilda swinton? das ist doch traurig, wenn es so wäre... - aber auch ohne parteinahme der jury...ich gönne ihr diesen preis, aber finde sie trotzdem nicht wirklich gut... und allgemein überschätzt
#10 Birgit Minichmayr: Tomaten und BohnenAdabei 2009-03-05 00:43
Ach Herr bahr im Lear zum Beipiel, können Sie nicht gewesen sein. Macht ja auch nix, bleiben Sie einfach draußen wenn die Minichmayr spielt.Lassen Sie den Platz frei für Zuschauer die keine Tomaten auf den Augen und Bohnen in den Ohren haben.
#11 Birgit Minichmayr: das meinte Madame de Staelerich bahr 2009-03-05 11:57
doch, auch im Lear war ich...Stichwort Kindfrau und zu viel Power...es ist mir unklar, warum in diesem anscheinend intellektuellen Forum mit derart harten Geschützen aufgefahren wird, wenn sich jemand KRITISCH äußert (heißt es nicht nachtKRITIK?)...und man sich nicht einhellig dem allseitigen Konsens und mainstream beugen kann..- zumal ich anfangs schrieb, daß es meine persönliche Meinung sei...genau das meinte ich in meinem ersten Beitrag bezüglich der groben Hanswurteinstellung Deutschlands nach Madame de Stael: es wird mit dem Holzhammer für gut befunden, was am lautesten und gröbsten schreit...und so scheinen auch die Fans nicht fähig zu einer objektiven Auseinandersetzung mit ihrer Kunst (und ich schreibe ausdücklich KUNST, denn ich habe nicht angezweifelt, daß sie Kunst kann und macht!!) -, sondern muessen gröblich um sich werfen...- wie gesagt, meiner Ansicht nach wird die Dame überschätzt...sie kann auch nicht wirklich gut mit Sprache und Stimme umgehen, hat Schwierigkeiten, ihr österreichisches Idiom zu einer Bühnensprache zu entwickeln, obwohl das in der letzten Zeit etwas besser geworden ist, aber immer noch manchmal plump durchscheinend, wäre sie Sächsin, würden alle laut aufschreien - das gehört meiner Meinung nach zu einer guten Schauspielerin dazu, daß sie das überwindet auf der Bühne...und dann - wie sie ihre Stimme einsetzt, grob fahrlässig ihr Instrument zerstört - das ist traurig und erinnert mich an die Thalbach und Sophie Rois, die da auch zuviel Power einsetzten, das ist eine Art, sich in Vordergrund zu drängen...mit eben zuviel Power...es gibt andere, die das nicht tun mussten und müssen...damals Doris Schade zum Beispiel, heute noch Dagmar Manzel, beides wunderbare Schauspielerinnen und der Thalbach überlegen...und im Generationsvergleich eben die Damen oben in Bezug zu Frau Minichmayr.
#12 Birgit Minichmayr: Subtilität hat es schwerWehner 2009-03-05 13:03
Bin mit Bahr tendenziell einer Meinung, ohne mich groß aufregen zu können. Lars Eidinger etwa wird kaum erwähnt, dabei hätte er den Preis ebenso, wenn nicht noch mehr verdient gehabt. Subtilität hat es schwerer, ist aber umso nachhaltiger. - Jule Böwe, um die noch zu erwähnen, ist vom Typ der Minichmayr ähnlich, beherrscht aber auch die ganz leisen, kaputten Töne. Das alles nur unter ferner-sagte, ich steig hier jetzt in keine komische Diskussion ein.
#13 Birgit Minichmayr: innerparteiliche KämpfeInga Stade 2009-03-05 14:42
Liebe Genossen, ich empfinde es als äusserst unproduktiv, die eigenen innerparteilichen Kämpfe auf die nächstfolgende Generation zu übertragen. Kann es sein, dass Sie versuchen, die jungen Schauspieler/innen gegeneinander auszuspielen, um ihren eigenen Machterhalt zu sichern? Verzeihen Sie mir, aber Ihre Kommentare lassen mich dies leider vermuten. Und gestatten Sie mir folgende Frage: Was haben Sie eigentlich gegen die Figur des "Hanswurst", "Harlekin", "Clowns" bzw. des "Narren"? Dieser hat seit dem 16. Jahrhundert eine herausragende bzw. subversive Funktion auf dem Theater inne, was besonders in den Stücken Shakespeares zum Tragen kommt. Seit der Institutionalisierung des bürgerlichen Nationaltheaters im 19. Jahrhundert ist diese Figur leider zunehmend von den Bühnen verschwunden. Doch ist es nicht der Narr, der sich zwischen das Alltagstheater der (politischen) Repräsentation und das Guckkasten-Einfühlungstheater schiebt? Ist es nicht der Narr, der beides entlarvt, über seine überartifizielle Künstlichkeit? Ist es nicht die Lachkultur, über welche sich der Körper gegen seine Vergeistigung wehrt? Spielt der Narr nicht mit dem Imaginären, das heisst damit, sich etwas vorzustellen, was nicht ist oder noch nicht ist? Ich erinnere nur an den Clown/Totengräber im Hamlet. Gestorben wird immer, es kommt drauf an, mit den symbolischen Realitätskonstruktionen zu spielen und einen Möglichkeitsraum für Neues zu eröffnen. In diesem Sinne mag ich auch Frauen lieber, die nicht nur die Geliebte der Partei spielen wollen.
#14 Gefährliche Liebschaften: Mutmaßung über Bahrlucie englisch 2009-03-05 15:32
mannmann, der herr bahr muß aber ein richtig alter knochen sein.
#15 Gefährliche Liebschaften: Beschreibung der Schaupielkunsterich bahr 2009-03-05 17:55
...machterhalt..? es geht hier nicht um machterhalt oder um parteilichkeit, sondern um beschreibung von schauspielkunst und ihrer öffentliche bewertung..diese beschreibung ist ganz subjektiv gemeint..
persönlich halte ich es lieber mit der neuberin, die schon damals versuchte, den deutschen hanswurst von der bühne zu vertreiben..der deutsche hanswurst verkörpert eine grobe, nur auf krafterhalt ausgerichtete, nachlässige lachkultur, die sich selbst nie in frage stellt und über andere hinwegtrampelt...
es ging aber um eine spielweise und die unterstützung dieser art von egomanischer power-kraft-über-den- partner-hinweg-spielkunst..das war alles..
birgit minichmayer ist manchmal auf dem weg, dieser art kunst zu frönen, dabei möchte ich sie nicht als zugpferd dieser narretei mißbrauchen, denn auch ich habe respekt vor jeglicher art, sich auf die bühne begeben zu wollen..- meine persönliche meinung war nur, dass man das feinfühliger bewerkstelligen könnte..und andere schauspielerischen bemühungen, die weniger lauthals trampeln, bei diesen preisvergabestellen nicht genug gewürdigt werden..sondern eben immer nur diejenigen, die am lautesten tönen, das war alles..
es geht weder um kampf oder partei oder sich egegeneinander ausspielen, einfach um beschreibung einer ausgeübten kunst, den persönlich beobachteten stand der dinge und was daran noch in deutschland verbesserungswürdig wäre...
#16 Birgit Minichmayr: überbewertetminnich 2009-03-05 19:01
minnichmayer ist halt einfach nervig - sowohl als mensch als auch als schauspielerin - sie ist überbewertet - das wird sich wieder einrenken in den nächsten jahren.
#17 Birgit Minichmayr: ein Geschenk!gunst 2009-03-05 20:56
b. minichmayer ist ein geschenk. jedes publikum bekommt dass, was es verdient... augen auf!
#18 Birgit Minichmayr: argumentieren, nicht herumreiten!erich bahr 2009-03-05 21:49
@ lucie england..oh, ich bin jung, knackig, ende dreißig...!! keineswegs alter knochen, höchstens eine viel herumgekommene und viel gelesene alte seele..also, auch dieses biedere vorurteil (alte menschen, veraltete theateransichten) lassen sich nicht halten..argumentieren sie, liebe mitkritisierenden diskussionsbeteiligten, und reiten sie nicht auf verstaubten vorurteilen herum...- doch nun habe ich gesagt, was ich ausdrücken wollte, alles andere ist nur mühselige wiederholung..
#19 Birgit Minichmayr: Erkenntnis entsteht erst im NachhineinInga Stade 2009-03-06 01:16
E. Bahr, Sie halten sich also an Gottsched und die Neuberin, die Theaterreformer der Frühaufklärung. An dieser Form von Theater habe ich persönlich meine Zweifel. Denn Erkenntnis entsteht meines Erachtens kaum durch kathederhafte Belehrung über Tugend und Moral, sondern oftmals erst im Nachhinein (vorausgesetzt, man kann/will sich erinnern). So auch in "Alle Anderen". Am Ende ihres Urlaubs müssen Gitti und Chris sich fragen, ob sie durch den Versuch der Anpassung ihrer Beziehung an die herrschenden Konventionen nicht die Bedingungslosigkeit ihrer Liebe zerstört haben.
Zum Thema "Preisvergabestellen" würde ich Sie gern noch fragen, worauf Sie Ihre Empörung gründen. Denn auch Nina Hoss, Constanze Becker, Sandra Hüller und Katharina Schüttler haben in Film und/oder Theater bereits einige Preise gewonnen - Sandra Hüller zum Beispiel 2006 den Silbernen Bären für ihre Hauptrolle in Requiem.
#20 Birgit Minichmayr: Doof-Finden ist ist nicht komplex AufnPunkt 2009-03-06 03:33
Huh? Alle von ihnen, Herr Bahr geschätzten Schauspielerinnen sind doch hochdekoriert. Da haben Jury und Kritker hingeschaut und Constanze Becker zur Schauspielerin des Jahres 2008 gekürt, Frau Hüller den Silbernen Bären 2006 gegeben und Nina Hoss generell so ziemlich jeden Preis (Gertrud-Eysoldt-Ring, Silberner Bär, Deutscher Filmpreis etc.). Ist alles gar nicht so düster in unserem Kulturland. Sie wollten uns halt nur mal mitteilen, dass sie Birgit Minichmair doof finden. Gut kann man ja zu stehen. Braucht man keine komplexe Argumenation für basteln. Viel Spaß noch mit der Meinung.
#21 Birgit Minichmayr: … und Anne Tismer?Max von der Höhen 2009-03-06 04:36
Hier werden viele Schauspielerinnen in die Waagschale geworfen. Dabei wurde völlig Anne Tismer vergessen. Sie braucht keine Getöse, bevorzugt sanftere Gesten, die im Nachhinein wesentlich effektiver sind. Man denke nur an Nora: Ostermeiers relativ schwungvolle Wallfahrt zum rentnerkompatiblen Bürger-Diplom, das durch den elektrisierenden Strom der Weiblichkeit quasi erst ermöglicht wurde. Da reichen zarte Anflüge und Blicke, die sich gelegentlich ins eruptiv Kraftvolle entladen, um das Pulsieren des Lebens wieder spürbar werden zu lassen. Angedeutete Erotik, assistiert von Eidingers Virtuosentum, das sich nicht nur unterhalb seiner Discokugel manifestiert - da empfindet man schon ein sanftes Vibrieren. Aus Gründen der Zerstreuung, der geistigen Erfrischung und der Erkundung des Ewig-Weiblichen habe ich Anne Tismer oft gesehen. Nun erzählt man, dass sie mittlerweile beinahe ins Ausland abgewandert ist. Angesichts der auch bei mir angelangten Finanzkrise - und infolge eines Hausdrachens - bin ich allerdings außerstande, nach Belieben Länder und Kontinente zu wechseln.
#22 Birgit Minichmayr: hochstilisiertes Spielerich bahr 2009-03-06 11:57
es ging nicht um deko oder nicht deko in meinem beitrag, auch nicht um persönliche aminositäten, sondern um eine schauspielerische spielweise...um objektivität und beschreibung der kunst..ich finde nicht frau minichmayr doof, sondern die art und weise der hochstilisierung ihres spiels, das durchaus auch zu kritisieren ist..die anderen schauspielerinnen wurden nur als vergleich hergenommen..daß dies so große wellen schlagen würde, hätte ich nicht gedacht und zeigt, wie wenig kritikfähig anscheinend die zuschauer sind..es war meine persönliche meinung zu einer art und weise theater zu spielen, die ich noch ausbaufähig finde, und die andere schauspielerinnen ihrer generation meiner ansicht nach im vergleich zu ihr besser beherrschen...allen genannten damen samt frau minichmayr gönne ich selbstverständlich ihre auszeichnungen, denn darum ging es nicht in meinem beitrag....aber das ist anscheinend sehr schwer zu vermitteln
#23 Birgit Minichmayr: eine Art KunstfigurNatascha B. 2009-03-07 09:47
ich bin auch nicht überzeugt von Frau Minichmayr, aber ich finde sie ist eine Art Kunstfigur und so darf sie gerne auch immer wieder das selbe tun, man benutzt es eben wenn man es braucht... Und indem was sie tut ist sie ein wahres Genie. Oder?
#24 Birgit Minichmayr: kann knallende Kindlichkeiterich bahr 2009-03-07 11:27
den ausdruck genie würde ich nicht so voreilig benutzen - aber das, was sie kann: energie und kraft und knallende kindlichkeit und eine art von natürlichkeit zeigen, die manchmal ins überzeichnende kippt und manchmal in eine schöne direktheit, das ist wahrscheinlich je nach innerer zustandslage zustande kommend - darin ist sie gut, ja. Das kann überzeugen und erfreuen. wenn man es zum dritten mal sieht, kann es langweilen. aber es gibt menschen, die essen auch mit begeisterung jeden tag ein wunderbares wurstbrot und sind damit ihr leben lang zufrieden und wünschen sich niemals was anderes... wenn ich ein wunderbares wurstbrot essen will, dann würde ich frau minichmayr engagieren - und niemals benutzen!! das ist ein unterschied, letzteres ist denuzierend, und so weit würde ich nie gehen!! - aber es gibt menschen, die wollen eine variationsbreite sehen... - und genau daran hakt es: eine kreierte kunstfigur, das findet man in der kleinkunstbranche - und eine gute schauspielerin sollte niemals aus sich eine kunstfigur machen, sondern in andere figuren hineinschlüpfen... oder sie brechtmäßig zeigen, je nach inszenierungsstil... aber soweit würde ich nicht gehen. ich finde, sie bemüht sich, glaube ich, schon immer wieder andere aspekte der erarbeiteten menschen hervorzukitzeln. ich finde nur die art und weise, sowie ihre möglichkeiten manchmal beschränkt, siehe oben...
#25 Birgit Minichmayr: Einstellung zu Frauenlucie englisch 2009-03-07 14:29
das was du da beschreibst, erich, willst du wahrscheinlich von jeder frau. ich glaube, du verwechselst da deine einstellung zu frauen mit irgendwas, was du zum theater beitragen könntest.
#26 Birgit Minichmayr: begeisterte Cate Blanchettoscar 2009-03-07 15:07
frau minichmayr hat mit ihrem lear-narren immerhin cate blanchett dazu gebracht ihr in der garderobe um den hals zu fallen. die hat natürlich auch nur "ein sehr beschränktes schauspielerisches potential...(naserümpf etc.)". wer übrigens sprachreinheit einfordert hat glaub ich aber noch mehr nicht verstanden. sowohl bierbichler als auch für die von ganz früher bassermann gehören zum sensibelsten was an deutschen schauspielern gegeben hat. versucht doch denen mal ihre dialektfärbung auszutreiben. das wäre mord an ihren figuren.
bei dem ganzen rechthaberischen "ich weiss genau wie`s geht" sollten die beteiligten vielleicht mal daran denken das die minichmayr ihre tiraden hier auch lesen kann. dieses persönlich angreifende madigmachen ist unter aller sau! es soll schauspieler geben, die nach solch öffentlichem an den pranger stellen plötzlich nicht mehr wussten wie sie sprechen sollten. aber wahrscheinlich ist das ein "erwünschter reinigungseffekt", nicht wahr? igitt igitt igitt
#27 Birgit Minichmayr: bitte themenbezogenererich bahr 2009-03-07 15:13
oh mann. oh frau. es geht hier doch nicht um eine persönliche einstellung... hier wird andauernd versucht, eine sachliche argumentation und beobachtung/beschreibung auf eine persönliche ebene zu bugsieren, um eine andersgeartete meinung zu entkräften. hier haben nur sehr wenige versucht, sachlich-argumentativ zu parieren. doch habe ich jetzt alles geschrieben, was ich dazu sagen wollte, das dreht sich nur mehr im kreis. also: machts gut... und viel spaß noch. aber bitte versucht, etwas weniger deutsch-platt-persönlich beleidigt zu reagieren, sondern bitte themenbezogener... meine damen und herren...
#28 Birgit Minichmayr: Kritik und Beschreibung muss erlaubt seinerich bahr.. 2009-03-07 15:20
noch eins: wer sich öffentlich auf die bühne begibt, muß öffentlichkeit samt KRITIK ertragen können.
auch schauspieler wie bierbichler finde ich peinlich, ein vater in strindberg auf bayerisch finde ich einfach nur faul in der artikulation und es sich bequem-machend in der technik, es gibt durchaus schauspieler, die aus bayder/österreich/schweiz stammen und sauber sprechen können.
jeder künstler kann sich selbst für seine ausdrucksweise entscheiden und an sich arbeiten, er muß sich dann aber kritik und beschreibung seiner kunst anhören können.
sollte frau minichmayr das hier lesen, so könnte sie dankbar sein, daß man sich derart ausführlich mit ihr beschäftigt - und welcher schauspieler sehnt sich nicht nach aufmerkasamkeit, in welcher hinsicht auch immer.
dies hier ist weder überheblich, noch persönlich, noch böse gemeint, sondern einfach KRITISCH!!
nun aber genug hier, es langweilt inzwischen, es gibt noch andere interessante personen und themen im theater, soooo spannend finde ich frau minichmayr dann auch nicht. wie gesagt: allen eine schöne zeit noch!!
#29 Birgit Minichmayr: für ein Ende der Geschmacklosigkeitprada 2009-03-07 15:49
oh, hoffentlich - hat diese oberdämliche Geschmacklosigkeit endlich ein Ende!
#30 Birgit Minichmayr: Beleidigungenerich bahr 2009-03-07 16:13
beleidigungen... sprechen für sich...
#31 Birgit Minichmayr: nicht patriarchalisch vereinnahmenInga Stade 2009-03-07 16:47
In der Betrachtung und Beschreibung von Theater gibt es keine von Bahr geforderte Objektivität. Nein, das ist ja das Schöne am Theater, dass es intersubjektiv hervorgebracht wird. Birgit Minichmayr wird sicher nicht von irgendwem "benutzt". Und sie sollte sich auch nicht von patriarchalisch auftretenden Besserwissern wie Bahr vereinnahmen lassen. Die Diskussion wird platt. In diesem Sinne, vielen Dank, Prada.
#32 Birgit Minichmayr: Schauspieler kritisieren selbst auch hartPrawda 2009-03-07 17:44
Als Zuschauerkarrierist habe ich die Minichmayr unter anderem im Prater (Volksbühne) gesehen, bei Strepitolino, zusammen mit Wuttke und Anne Ratte-Polle. Frau Minichmayr war die unauffälligste der drei Personen. Von mir aus kann sie 10 Preise abräumen - ich gönne ihr alles, nur ist sie mir gleichgültig. Über das, was Kunst oder Hochkultur ist, gibt es anscheinend unterschiedliche Ansichten. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Herr Bahr hat sich wirklich um eine Analyse bemüht. Und geschmacklos war er auch nicht. Schauspieler können manchmal auch sehr hart sein in ihrer Kritik. Ihre Plattform ist dabei nicht das geschriebene Wort, sondern das gesprochene. Was soll die Diskussion?
#33 Birgit Minichmayr: noch mal Lucie an Bahrlucie englisch 2009-03-07 18:14
herr bahr, warum halten Sie Ihre äußerungen nicht für eine persönliche einstellung? sehen Sie sich gedeckt von einem objektiven sexismus? warum halten Sie ihre sexistische einstellung für eine sachliche argumentation? auf was beziehen Sie sich dabei? warum sind Sie sich so gewiss? das scheint mir das interessantere thema zu sein. warum sind Sie so überrascht, was hier alles auf Sie hereinstürzt? erleben Sie in Ihrer umgebung solche überraschungen eher nicht und halten Ihre einstellung deshalb für völlig normal? halten Sie normalerweise den mund und nicken nur höflich und zurückhaltend?
#34 Birgit Minichmayr: unsinnige Diskussion?erich bahr 2009-03-07 18:35
frau englisch, sind sie sicher, daß diese fragen alle vernünftig sind? sind sie sicher, daß sie die frau und herr bahr der mann ist? sind sie sicher, genau einschätzen zu können, wer ihnen schreibt? sind sie sicher, all diese fragen stellen zu können? was ist schon sicher? machen sie hier die ganze diskussion nicht zu einer unsinnigen?
#35 Birgit Minichmayr: Sexismuslucie englisch 2009-03-07 21:36
erich! da bin ich mir ganz sicher. vor sexismus schützt auch kein geschlecht.
#36 Birgit Minichmayr: Bahrs Sehnsucht nach Aufmerksamkeitoscar 2009-03-08 15:16
lieber herr bahr,ich bin mir ganz sicher das nicht nur frau minichmayr sich ganz und gar nicht nach ihrer aufmerksamkeit sehnt,aber ich respektiere ihre grosse sehnsucht nach unser aller aufmerksamkeit vollkommen.
#37 Birgit Minichmayr: DumpfheitsdiskussionWehner 2009-03-08 16:05
Kein Grund, persönlich zu werden. Ich habe in Bahrs Kritik keinen Sexismus gefunden. Allein, weil er Schauspielerinnen miteinander vergleicht? Durch solche Dumpfdiskussionen verliert der Sexismus-Vorwurf seine Schlagkraft. Das kennt man auch von anderen Generalvorwürfen. Ich habe Bahr verstanden, er hat seine Meinung dargelegt, sie mag etwas Altbackenes haben, ist aber nachvollziehbar. Und euphorisch machte die schaupielerische Leistung der M. auch mich nicht, wenn ich auch genau die Szenen, die Inga S. heranzitierte, großartig fand. Man könnte genausogut auch die seltsam persönlich werdende lucie fragen, was sie denn gegen alte Menschen hat. Absurd. Schön, dass Bahr sich gegen den Enthusiasmus gestemmt hat. Eine Stimme unter vielen. Und nicht die dümmste.
#38 Birgit Minichmayr: Zusammenspiel der GeschlechterInga Stade 2009-03-09 01:18
Da muss ich Ihnen zustimmen, Wehner. Es lag kein Sexismus in den Argumenten Bahrs. Er hat Frau Minichmayr ja nicht aufgrund ihres biologischen Geschlechts kritisiert, sondern aufgrund ihres Schauspielstils. Gleichwohl bedarf es diesbezüglich möglicherweise einer kleinen Frischzellenkur; ebenso in Bezug auf aktuelle gender-Debatten. Es geht in diesem Film im wahrsten Sinne des Wortes um das Zusammenspiel zwischen den Geschlechtern, nicht um einen im Grunde respektlosen Pakt hinter harmonischer Fassade (wie im Fall des anderen Pärchens). In diesem Sinne, herzliche Grüße von Lotte Bischoff.
#39 Birgit Minichmayr: homer findet's ödehomer @e b 2009-03-09 17:19
langweilig
#40 Birgit Minichmayr: wer wird denn hier benachteiligt?erich bahr 2009-03-09 18:51
--habe den Inhalt des Filmes nie kritisiert, finde den Ansatz der Beziehungsbeschreibung und die Verbiegung der beiden Pärchen sogar sehr interessant, doch auch ein wenig Schwarz-weiß-Malerei.. aber nachvollziehbar.. die erste Schwimmbadszene ist die beste Szene im ganzen Film.. sowie der Ausflug "ins innere Gebirge" der beiden.. aber er erinnert mich dann doch stellenweise sehr an französische Problempsychofilme aus den achtziger Jahren , und dort gibt es eine ganze Reihe solcher Beschreibungen, die viel intensiver und interessanter waren, und das schon vor etlichen Jahren.. daß Deutschland endlich auch solche Überlegungen hervorbringt ist löblich, aber nicht neu.. typsch deutsch eben langsam in der feministischen Gleichberechtigungsentwicklung.. bin selbst überhaupt nicht patriachalisch, sondern in Wirklichkeit sehr gleichberechtigungsliebend eingestellt, es ist lustig, daß hier alle auf meine altväterliche Argumentation angesprungen sind, und niemand gemerkt hat, daß dies ebenfalls eine Rolle war/ist, um in die Diskussion einzusteigen...:-)!!.. denn ich bin ehrlich gesagt, sehr jung - jünger als Frau Minichmayr!!!--- und WEIBLICH!!! :-)-- denn es ging mir jetzt wirklich nicht um Inhalte, sondern um eine SPIELWEISE einer mir sonst gleichgültigen Schauspielerin und der daraus resultierende Begeisterungseffekt auf breiter Ebene, alles ungebrochen, der mir ungut aufstieg in all seiner Euphorie -- und der die anderen Schauspieler des Filmes, die durchaus alle am Ergebnis beteiligt waren/sind (einige davon sogar daran benachteiligt und männlich!! Wer wird denn hier jetzt benachteiligt von der Preisvergabe? --!!! ) schmälich mißachtet...den Film selbst finde ich für deutsche Verhältnisse extraordinaire fein beobachtet.. im internationalen Vergleich allerdings durchschnittlich... GIGANTE zum Beispiel oder auch the messenger (wer diese Filme ebenfalls gesehen hat kann mich eventuell verstehen) waren jedenfalls in meinen Augen spannendere Beschreibungen einer psychischen Verformung als "Alle anderen"..nun ja..auch diese Diskussion wird hier so langsam ausufernd und langweilig.. ja... alles Gute und viele Grüße nochmals an alle anderen aufgeregten Luxus-Hühner und -Hähne und Homere und Oskargewinner und alte englische Schauspielerinnnen usw... :-)
#41 Birgit Minichmayr: Gender-Avonköfferchen als GehirnproteseHeribert Faßbender 2009-03-09 18:53
Jetzt möchte ich aber doch noch ein wenig sexistisch werden. Kenne weder Herrn Bahr, noch habe ich Frau Minichmayr gesehen. Dass allerdings bei seinen Äußerungen ein Haufen abgeklemmter Mäuschen aus seinen Löchern kriecht und Schwanz ab ruft, ist an Trostlosigkeit nicht zu überbieten. Wenn frau nichts zu sagen hat, dann schreit sie "Chauvi"! Ach wie süß, diese ganzen bemüht emanzipierten KulturwissenschaftlerInnen mit ihrem Gender-Avonköfferchen als Gehirnprothese.
Fehlt eigentlich nur noch der notorische Adolf-Vergleich.
Herr Bahr, ich übernehme: mit Verlaub, Sie sind ein Nazi!
#42 Birgit Minichmayr: notwendig, um sich durchzusetzenlucie englisch 2009-03-09 19:54
also bitte Inga! ich finde, man muß erichs müll nicht nochmal wiederholen oder zum wiederlesen einladen, aber... " ... in deutschland anscheinend notwendig um sich durchzusetzen.. gut, sie hat sich durchgesetzt - aber ich fürchte eben mit einer eindimensionalität, die mir aufstößt." hoppla! frauen, sich durchsetzen, eindimensional... und das ist noch eine stelle, die einigermaßen erträglich ist.
#43 Birgit Minichmayr: Faßbenders Eckelucie englisch 2009-03-10 09:26
gut daß herr faßbender sich auchmal dazu äußert. da weiß man wenigstens aus welcher ecke seine sonstigen beiträge hier kommen. man kennt die jungs ja immer nicht. die reden ja normalerweise nur über ihresgleichen.
#44 Birgit Minichmayr: bitte denken und genau lesenerich bahr 2009-03-10 12:15
...frauen dürfen sich gerne durchsetzen, aber nicht eindimensional...wie gesagt, ich bin selbst eine...oder auch nicht.. was ist schon sicher?? jeder hat männliche und weibliche anteile in sich..aber darum sollte es in einer diskussion nicht gehen, DAS ist eindimelnsionales denken...
bitte denken und genau lesen, bevor man sich so platt äußert..
der nazi-vergleich ist lächerlich, denn ich bin nicht deutsch..und meine vorfahren wurden zum Teil von den Nazis verfolgt..ich möchte mich JETZT hier vollständig ausklinken, denn auch diese anscheinend so intellektuelle plattform eine angeblichen theaterKRITIK entpuppt sich hier als niedrigstes springer-presse-bildzeitungsniveau, damit möchte ich nichts zu tun haben..also, endgültig: au revoir monsieurs et mesdames...
#45 Birgit Minichmayr: "Der Knochenmann" ist zu empfehlenPauli Löschenkohl 2009-03-10 12:45
Ich empfehle Herrn Bahr den Kinofilm "Der Knochenmann", nicht nur zur generellen geistigen Auffrischung, sondern auch um mehr an Birgit Minichmayr zu entdecken als ein "kindfraugemäßes" Röhren.
#46 Birgit Minichmayr: stur, borniert, ideologischInga Stade 2009-03-10 15:41
Es war ein Versuch. Offensichtlich lohnt es tatsächlich nicht, auf Esmeralda Bahrs Argumente sachlich und mit aller gebotenen Höflichkeit einzugehen. Es tritt wieder nur eine sture und bornierte Starrköpfigkeit zutage, ein abgeschlossenes ideologisches Weltbild, welches offenbar keine Öffnung gegenüber Andersdenkenden zulässt. Schade. Und natürlich hätte auch Lars Eidinger einen Preis verdient! Aber muss man deswegen gleich von "Benachteiligung" und "schmählicher Missachtung" sprechen? Hier entlarvt Madame Bahr sich selbst.
#47 Birgit Minichmayr: Handkuß von Bahr für Stadeerich bahr 2009-03-10 22:51
liebe Frau Stade, Ihre Beschimpfungen sind ideologisch und nicht sehr fundiert. Sie können offensichtlich nicht wirklich Texte erfassen und lesen. Und ehrlich gesagt, muten Ihre unreflektierten Schmähreden hier nicht sehr intelligent an... der Geschlechtertausch ist/war nur eine kleine Ironie am Rande. Wenn Sie die nicht verstanden haben... dann tut es mir in der Seele leid und ich empfinde aufrichtiges Mitleid für Sie. Hochachtungsvoll, mit Handkuß, Ihr verknöcherter, alter, grauhaariger, runzliger, altmodischer , aber ehrlicher und niemanden verletzen-wollender Erich Bahr...
#48 Birgit Minichmayr: müßige DiskussionNatascha B. 2009-03-11 00:40
Welch müßige Diskussion --- Ist doch toll, dass sie gewonnen! Ist doch toll, dass die Meinungen auseinandergehen! Wie langweilig wäre es, wenn alle begeistert wären... also hat Madame oder Monsieur... ist mir auch schnuppe... sein gutes Recht zu äußern dass er sich darüber ärgert dass ausegerechnet sie und nicht die anderen! Aber dass dann sowas losbricht... DAS ist dumm, wirklich dumm. Schade-
#49 Birgit Minichmayr: köstlich amüsiertAxel 2009-03-11 00:53
Haha, habe mich köstlich amüsiert! vielen Dank- Großartig!
#50 Birgit Minichmayr: Wehner legt Ämter niederWehner 2009-03-11 01:20
Jetzt muss ich Bahr doch in den Rücken fallen, denn er oder sie oder es hat nicht einmal verstanden, dass Fassbenders Naziausruf Ironie war und die Chauvi-Vorwürfe ad absurdum führen sollte. Ein Textverständnis, das so etwas für bare Münze nimmt, reicht zu kurz. Ich bin sehr enttäuscht und lege alle Ämter nieder.
#51 Birgit Minichmayr: schäbige meckergoschentoni 2009-03-11 01:43
ich versteh den quatsch hier gar nicht, was soll das überhaupt, wenn eine ein preis kriegt solln sich halt alle freuen, kriegt ihn halt nicht jede, und dann drüber herziehn, so was kleinliches, als obs interessant wäre eine preisträgerin zu schmähen, kannst eh immer sagen du findest eine nicht so toll wie eine andere na und, wer will das wissen? wer den preis bekommt ist interessant und bekommt ihn eh auch für alle die ihn nicht kriegen, wie kann man nur so ein würstel sein und eine schäbige meckergoschen abhalten, die noch dazu immer so gescheit tut, wo sie nur sehr latschert is - a vernünftige begründung für gute schauspielerei is was für klemmtaschen.
#52 Birgit Minichmayr: Lucie findet Erichs Schreibe altlucie englisch 2009-03-11 02:04
jaja, erich, ne alte schreibe ist wie alte hände, da kann man sich noch so sehr das gesicht liften lassen.
#53 Birgit Minichmayr: Bahr an Wehner, Lucie, Tonierich bahr 2009-03-11 12:13
@wehner: auch mein bildzeitungsbezug-anti-kommentar war ironisch
@ lucie: modische jugendlichkeit im trend (und du bist wahrscheinlich älter als ich) schützt nicht vor nackter dummheit
@ toni: hoab di scho voaschdanndn. voaschdoh nu net immr dös frailiain minichmayr, dös red so komisch un soa oaldmodisch uand dängkt immr, wenn sia siach a bisselr sexy herrichtn duad un a bissl loadr reddet, dann isse schoa inderessandr oals oandere waibsbildr, dös is ned soa a guade üaberzeugende schaoschsbillerei, dös is hiar laidr ned soa a guads forum um gemiedliach sainn saich vu siach zua gäbn
#54 Birgit Minichmayr: bitte endlich aufhörenAdabei 2009-03-11 13:14
Ach bahr,lassen Sie´s doch endlich bleiben. Es ist uns doch schon allen Ihre geradezu erlesene Inkompetenz hinreichend bekannt. Übrigens so einen Dialekt, den Sie sich ihn hier runterholen (soll wohl bayrisch oder gar wienerisch sein) gibt es im gesamten deutschen Sprachraum nicht.
Oda vaschdehst mi ned ?
#55 Birgit Minichmayr: Träumen von Inhaltenerich bahr 2009-03-11 13:33
... ich steh am ufer und spreche mit bäumen
es liegt eine leiche darunter
sie wollte die zeit - und nicht das leben! -
... versäumen

have a nice night dreaming of yourself
old german and austrian people

ich träume lieber von inhalten..

au revoir!!
#56 Birgit Minichmayr: Esperanto für Süddeutscheerich bahr 2009-03-11 13:36
@ adabei: zur erklärung: das war esperanto für süddeutsche - hast du das nicht gemerkt??
#57 Birgit Minichmayr: Schauspielausbildung macht UnterschiedBrandt 2009-03-11 14:12
Zum Thema Schauspielkunst: Vielleicht lohnt ein Blick auf die Herkunft. Die Minichmayr hat ihre Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien erhalten. Eidinger, Becker, Hoss, Hüller waren an der Ernst-Busch-Schule in Berlin. Das sind zwei sehr unterschiedliche "Systeme", die extrem prägen. Nicht besser oder schlechter, aber anders. Deswegen spielt die Minichmayr so wie sie spielt, deswegen spielt die Hoss so ganz anders. Das sind zwei absolut unterschiedliche KULTURkreise - und auch wenn diese erfolgreichen SchauspielerInnen sich in beiden Kreisen bewegen, so sind sie doch geprägt von ihrer Herkunft, ihrer Schauspielausbildung.
#58 Birgit Minichmayr: Raunen der PremierenpartyKleiner Metakommentar 2009-03-11 14:15
Bonjour Bahr!
Lese gerade Ihre interessante Kommunikation in diverse Richtungen nach und muss wirklich sagen: Respekt! Wie Sie unablässig parieren und (weitgehend) argumentieren und sich kaum zu Polemik hinreißen lassen, die in einem anonymen Forum, auch hier, ansonsten natürlich intensivst gepflegt wird. - Macht natürlich teilweise auch den Reiz aus, ungefilterte Meinungen absondern und lesen zu können, die mit seinem/ihrem Namen kaum jemand schriftlich so veröffentlichen würde. Sozusagen die Stimmen der Basis, das Raunen der Premierenparty, das man sonst nicht zu lesen bekommt. Das mag auch der Grund sein, warum Nachtkritik die meist sehr unsachlichen Forendiskussionen weiter zulässt, weil sie eben ein interessantes Stimmungsbild abgeben. - Aber eine Meinung haben ist ja bekanntlich wohlfeil hingegen eine Argumentation führen, doppelt wenn sie sich gegen die allgemeine Polemik drumherum stemmt, viel verdienstvoller. (Inhaltlich erlaube ich mir, jetzt gar nicht auf die Debatte einzugehen.) - ... Sind Sie nicht ein wenig wie d'Artagnan, Monsieur Bahr, oder wahlweise auch wie Jeanne d'Arc, Madame Bahr? ... Sich heldenmütig den Angreifern entgegenwerfend ... - Touché! - ... Dabei Niveau und Stil der Auseinandersetzung verteidigend! ... Tres charmant! ... Und ein/e interessante/r Gesprächspartner/in scheinen Sie ja allemal zu sein. - Vielleicht sollten wir mal einen Rotwein trinken gehen? ;-)
#59 Birgit Minichmayr: endlich RotweinGroßer metakommentar 2009-03-11 15:44
Ja, das wäre nicht schlecht wenn sie endlich zusammen Rotwein trinken gehen. Da konnen sie dann ihre "niveauvolle" auseinandersetzung "heldenhaft" weiterführen und langweilen die Leser diese Forums nicht länger.
#60 Birgit Minichmayr: ohne Degenerich bahr 2009-03-11 16:40
@ petit commentaire de meta
merci für die Blumen..
wenn Sie mir eine Zeit und eine nette Theaterkantine nennen, können wir uns gerne mal bei einem netten verre de pinot ou un petit cafe noir treffen, d'accord... meinen Degen lasse ich gerne zuhause, les visions - j'emenerai, bien-sur..;-)
#61 Birgit Minichmayr: das Grauen, äh - MorgengrauenMeta Visionaire... 2009-03-11 17:38
... quelle joie! Dann also nicht im Morgengrauen an der Stadtmauer sondern vielleicht schon kommenden Samstag auf einer Premierenparty in einer der europäischen Metropolen? Paris, London, Berlin, Moskau? Ce qu'ils voudraient ... Nur: Woran erkenne ich Sie?
Impatiemment,
Meta ...
#62 Birgit Minichmayr: am banderl gezupfttoni 2009-03-11 20:05
nein, kann nicht finden das das hier besser wird, eher alles bloß so getan als ob, einzig gut ist, das mehr und mehr zu lesen ist wie wenig an dem banderl wirklich gezupft werden kann, klingt nicht echt, war aber eh schon klar. so gewinnt ihr nie einen preis und vergeben tut ihr auch keinen, verdruckte burscherl.
#63 Birgit Minichmayr: die Redakteure wundern sichWehner 2009-03-11 20:34
Ich liebe es! Der Wahnsinn bricht aus, es wird eine Kontaktbörse! Die Redakteure wundern sich! Und ich, ich heirate meine eigene Stieftochter! Es wird Dada! Es wird ernst! Und sie reden französisch! Quelle affiche! Ich meine: wie affig!
#64 Birgit Minichmayr: eben nicht anstrengend bemühtClara 2009-03-11 22:06
Ich finde die Spielweise der Minichmayr großartig wohingegen ich der Hoss im Theater keine einzige Mimik/Gestik glaube und mich bei der Medea im DT zu Tode gelangweilt habe. Nichts erzählt mir das, rein gar nichts. Dieses Drama auf der Bühne ist einfach nur peinlich und ich frage mich wo da der innovative Punkt des Theaters sein soll. Kritisch ist es jedenfalls nicht, eher reaktionär und verlogen. Da kommt mir die Energie der Minichmayr einfach ehrlich daher. Da schwingt pure Realität mit, die sich der Geschichte da oben auf der Bühne irgendwie entzieht.
Der Anspruch an den Schauspieler facettenreich in allen möglichen Rollen zu bestehen finde ich verlogen und diese Form von »Theaterkunst« interessiert mich absolut nicht. Ich liebe Sophie Rois, Birgit Minichmayr, Jule Böwe, Alexander Scheer, Martin Wuttke, Milan Peschel... dafür, dass sie eben nicht anstrengend bemüht sind mir was vor zu machen und irgendeine Figur zum Leben erwecken wollen mit ihren tollen Techniken die sie auf der Schauspielschule gelernt haben. Ich gehe nicht ins Theater um mir den Hamlet anzugucken sondern um zu sehen wie Lars Eidinger den Hamlet spielt und das bedeutet das der Schauspieler Lars Eidinger für mich im Spiel präsent ist und das darf man sehen!
#65 Birgit Minichmayr: Eidinger als Sehhilfe für WirklichkeitInga Stade 2009-03-11 22:56
Ja, Clara! Mit dir kann man reden. Das sehe ich ganz genauso. Als Beispiel nochmal zu Lars Eidinger als Hamlet, da spüre auch ich, dass es dabei nicht um diese bereits geronnene Theaterfigur geht, an welche Lars Eidingers und auch mein Leben möglicherweise gar nicht heranreicht. Da gehts nicht um die wiederholte Affirmation des großen alten Shakespeare-Klassikers, da wird das Leben nicht nur zitiert. Nein, im Gegenteil, Lars Eidinger verschwendet sich auf der Bühne. Und je mehr ich in diesen Wahnsinn reingesogen werde, desto zwingender muss ich mich tatsächlich fragen, ob ich Hamlet als Ehemann ertragen würde. Dieser Hamlet ist ganz klar eine Sehhilfe für meine Wirklichkeit!
#66 Birgit Minichmayr: egoistisches Spielerich bahr 2009-03-12 12:45
warum hat lars eidinger keinen preis gewonnen? warum hat birgit minichmayr ihn nicht gewürdigt, als sie den preis übernahm, sie dankte der regisseurin, der casting-tante - aber ihren partner, ohne den sie das alles nie nie nie hätte spielen können, dankte sie mit keinem wort..das fand ich beschämend. traurig. egoistisch. und genau so ist ihr spiel..
#67 Birgit Minichmayr: Frage an Bahrlothar fidel 2009-03-12 13:37
erich bahr, sind SIE lars eidinger?
#68 Birgit Minichmayr: Bahr antworteterich bahr 2009-03-12 14:56
nein. ehrlich nicht. es ist nur mein versuch einer neutralen beobachtung und meinung von aussen. ehrlich.
#69 Birgit Minichmayr: das Gelaber vom lieben Larstoni 2009-03-12 17:33
und immer gehts halt weiter das gelaber von der bösen schlechten birgit und dem guten lieben lars - s ist halt auch gut das die welt ungerecht ist, gerade für die neutralen beobachter ist es ganz besonders schwer das leben, die welt der zustand der schauspielkunst, nein ein großes bedauern für das arme arme wesen das da leiden muss, sicher sagt es gleich das es nicht leidet, sonder nur so wahnsinnig gut argumentiert, weil das ja die hauptsache ist, plus einer glitzernden neutralität, blik, blink
#70 Birgit Minichmayr: nur Männer sind neutralClara 2009-04-05 19:03
@erich bahr - das kann sich auch nur ein Mann erlauben, seine Argumentation eine neutrale Beobachtung nennen. Herrlich!
#71 Birgit Minichmayr: Heißt Erich jetzt Liza?Luzie Englisch 2009-04-05 20:47
@clara: ja clara! das versteht der erich jetzt wieder nicht. der nennt sich nämlich jetzt liza und geistert mit seinen altersflecken weiter durch diese postings hier.
#72 Birgit Minichmayr: Erich ist nicht Liza, höchstens Rosaerich bahr 2009-04-06 17:51
nein, das stimmt nicht, ich habe mich noch nie liza genannt, ich bitte um korrektion, meine alterschwächlichen frauentransexuellenträume wuerden sich höchstens in den namen rosa luxemburg versteigen.. ganz ehrlich.. eine liza kenne und bin ich nicht!!

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