Das Nicht-Greifbare greifen

Düsseldorf, 8. Juni 2009. Wie die Rheinische Post auf ihrer Homepage meldet, wird der 1984 geborene Schweizer Lukas Linder für sein Stück Die Trägheit mit dem Preis des Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus ausgezeichnet. Gewählt wurde Linder von einer Schauspieljury im Verbund mit dem Publikum einer zweitätigen Präsentation am Wochenende. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und außerdem mit einer Uraufführung des Siegerstücks im nächsten Frühjahr am Düsseldorfer Schauspielhausverbunden.

Thomas Jonigk, selbst Dramatiker und Leiter des Autorenlabors, würdigte Linder dafür, schon früh eine eigene Stimme gefunden zu haben und, und sieht "Die Trägheit" an die experimentelle Tradition der russischen Schule des Absurden anknüpfen. "Die Nicht-Greifbarkeit der Welt" versuche Linder "mit den Mitteln der Groteske zu greifen", so Jonigk.

Ziel des zum dritten Mal stattfindenden Autorenlabor ist die Förderung junger Dramatiker, bewerben konnten sich deutschsprachige AutorInnenen bis 35 Jahre. Fünf von ihnen wurden ausgewählt – neben Lukas Linder waren dies Anne Habermehl, Anne Nather, Anne Rabe und Hubert Schipkowski – und für den Zeitraum einer Spielzeit bei der Entwicklung eines Stücks begleitet. Am Wochenende vom 6. und 7. Juni 2009 wurden die Ergebnisse nun in Lesungen mit Düsseldorfer Schauspielern der Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert; am Sonntagabend wurde der Preisträger bekannt gegeben.

www.duesseldorfer-schauspielhaus.de/theater/extras/autorenlabor

(Düsseldorfer Schauspielhaus / ape)

 

 
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