Der Russel I 085s 280 Reinhard Werner u"Der Rüssel" © Reinhard WernerWien, 21. April 2018

Ein Prost mit (dis)harmonischem Klange

Ein Alpendorf, das von "Afrika" heimgesucht wird, eine Tragödie, die sich als Parodie entpuppt: Christian Stückl hat am Akademietheater Der Rüssel von Wolfgang Bauer inszeniert, das 1962 entstanden ist und bis vor wenigen Jahren verschollen war. Ist es nach wie vor aktuell? Ob ja, ob nein, berichtet Leopold Lippert.

Konstanz, 21. April 2018. Ein Skandalon war diese Inszenierung vor ihrer Premiere: Die Zuschauer sollten beim Kartenkauf entscheiden, ob sie in Serdar Somuncus Inszenierung von Mein Kampf einen Judenstern oder eine Hakenkreuzbinde tragen wollten. Über die Konstanzer Version von George Taboris Stück berichtet Thomas Rothschild.

Heidelberg, 21. April 2018. Der Heidelberger Stückemarkt ist eröffnet. Wie immer mit der Uraufführung des letztjährigen Gewinnerstücks: Kluge Gefühle von Maryam Zaree inszenierte Isabel Osthues. Mehr von Steffen Becker.

Karlsruhe, 21. April 2018. Radikale Akte von Gerhild Steinbuch und Mizgin Bilmen holt eine Gruppe Karlsruherinnen auf die (Bürger-)Bühne, die um ihre weiblichen Körper kämpfen – und eine feministische Rückeroberung der Erinnerung. Toll, sagt Elisabeth Maier.

Berlin, 21. April 2018. Beim FIND-Festival an der Schaubühne hatte gestern abend das Gastspiel von Ibsen Huis Premiere – über die Inszenierung von Simon Stone schrieb für uns nach ihrer Premiere beim Festival d'Avignon 2017 Elisabeth Maier.

München, 21. April 2018. Am Volkstheater läuft das Festival Radikal Jung. Hier die Übersicht der eingeladenen Stücke.

Mannheim, 20. April 2018: Sebastian Schug findet Onkel Wanja lustig

Onkel Wanja ist eine Komödie, fand Anton Tschechow. Warum eigentlich? Ein Stück, das vorführt, auf wie unterschiedliche Weise das Leben unerträglich sein kann? Mit Mord- und Selbstmordversuchen? In Mannheim hat Sebastian Schug nun trotzdem versucht, einen lustigen Abend draus zu machen – mit Fernsehpromi Thomas Meinhardt in der Titelrolle. Mehr von Harald Raab.

Luzern, 20. April 2018: Sophia Bodamers Jelinek-Inszenierung Schatten (Eurydike sagt)

Elfriede Jelineks Schatten (Eurydike sagt) hat am Luzerner Theater Sophia Bodamer in Kooperation mit dem Comicfestival Fumetto multimedial inszeniert. Mirja Gabathuler berichtet.

Hamburg, 16. April 2018: Junk, das neue Stück von Ayad Akhtar

Seine Stücke sind Bestseller, und für den deutschsprachigen Theaterbetrieb hat ihn das Hamburger Schauspielhaus entdeckt: Folgerichtig kommt auch Ayad Akhtars neues Stück Junk dort zur Erstaufführung. In die spannende Welt des skrupellosen Investmentbankings begibt man sich unter der Regie von Jan Philipp Gloger in Anzug und Krawatte. Mehr von Katrin Ullmann.

Frankfurt, 16. April 2018: Nehle Stuhler und Jan Koslowski mit Der alte Schinken

Das Theater lebt immer noch vom Bürgertum. Und diesem treuen Publikum braten Nehle Stuhler und Jan Koslowski jetzt am Schauspiel Frankfurt eins über – aber mit Schirm, Charme und Melone. Über Der alte Schinken schreibt Esther Boldt.

Berlin, 15. April 2018: Gorki-Doppel A Walk on the Dark Side und Elisaveta Bam

Zwei Gorki-Premieren auf einen Schlag. Und zwar Paukenschlag: Yael Ronen gibt auf der großen Bühne mit A Walk on the Dark Side einen well made Psychothriller aus der Uckermark. Und Christian Weise zeigt im Studio Я mit Daniil Charms' absurdem Krimi Elizaveta Bam das Gorki Exil Ensemble at its best. Georg Kasch ist angetan.

Wien, 15. April 2018: Andrea Breth inszeniert Eines langen Tages Reise in die Nacht

Großes Schauspielertheater an der Burg. Andrea Breth inszeniert Eugene O'Neills Tragödie einer Famile von Süchtigen, Eines langen Tages Reise in die Nacht. Mit August Diehl. Andrea Heinz bespricht die Champions-League-Premiere.

Hamburg, 15. April 2018: Hänsel&Gretel von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo

Gruselrocker Till Lindemann von Rammstein ist mit dabei. Zumindest im Video und mit frischen Songs. Auch sonst setzen Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo für Hänsel & Gretel auf imposante Effekte. Ob's funkt, sagt Falk Schreiber.

Frankfurt, 15. April 2018: David Bösch empowert Emilia Galotti

Wie inszeniert man Emilia Galotti in Zeiten der #MeToo-Debatte? David Bösch findet am Schauspiel Frankfurt ein paar feministische Drehs, berichtet Alexander Jürgs.

Oldenburg, 15. April 2018: Lucia Bihlers Horváth-Inszenierung Zur schönen Aussicht

Zur schönen Aussicht heißt ein Hotel, in dem Ödön von Horváth das Bürgertum des beginnenden 20. Jahrhunderts vor die Hunde gehen lässt. 100 Jahre später sieht das in Lucia Bihlers Regie bonbonbunt aus. Mehr von Jens Fischer.

Graz, 15. April 2018: Polizei Graz. Eine ALL-Inclusive Erfahrung von Pia Hierzegger

Schauspielhaus und Theater im Bahnhof haben sich zusammengetan, um der Grazer Polizei im Urlaub nachzuspüren: Polizei Graz. Eine ALL-Inclusive Erfahrung. Pia Hierzeggers Stück hat Reinhard Kriechbaum gesehen.

Schwerin, 14. April 2018: Steffi Kühnert inszeniert Sein oder Nichtsein nach Lubitsch

Was macht die Berliner Volksbühne in Schwerin? Ausgerechnet an dem Tag, als Chris Dercon zurücktritt? Sie dient als Kulisse für Ernst Lubitschs Hollywood-Komödie Sein oder Nichtsein über den deutschen Überfall auf Polen. Am Mecklenburgischen Staatstheater zieht Steffi Kühnert alle Theaterregister. Mehr von Frank Schlößer.

Berlin, 14. April 2018: Phantom von Dieudonné Niangouna am Berliner Ensemble

Dem Theater von Dieudonné Niangouna eilt der Ruf voraus, unbändig, assoziativ und geheimnisvoll zu sein. Am Berliner Ensemble zeigt er mit Phantom ein kolonialismuskritisches Stück mit rätselhaftem Plot. Mit dabei: Christian Rakow.

Stuttgart, 14. April 2018: Lilja Rupprecht reist  ins Amerika von Franz Kafka

Kafkas Romanfragment Amerika erzählt einen amerikanischen Alptraum. Lilja Rupprecht hat die Geschichte des unglücklichen Karl Roßmann auf die Bühne gebracht. Verena Großkreutz sagt, wie es war.

Basel, 13. April 2018: Olga Bach und Ersan Mondtag mit Kaspar Hauser und Söhne

Ihre erste Zusammenarbeit war die Berner "Vernichtung". Sie wurde zum Theatertreffen und zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und polarisierte. Jetzt erzählen Olga Bach und Ersan Mondtag mit Kaspar Hauser und Söhne am Theater Basel eine deutsche Familien- und Profiteursgeschichte. Wie Fatsuits und Kunstsprache zusammengehen, sagt Cornelia Fiedler.

Zürich, 13. April 2018: Jan Bosse zeigt Shakespeares Maß für Maß

Jan Bosse inszeniert wieder Shakespeare. Und wieder ist das bei ihm lustig und abgründig zugleich. Um Macht und Machtmissbrauch, um Liebe, Sex und Ideale geht es in Maß für Maß, das Valeria Heintges am Schauspielhaus gesehen hat.

Berlin, 13. April 2018: Yael Bartana fragt What if Women Ruled the World

Die Möglichkeiten einer besseren Weltregierung durch Frauen untersucht Yael Bartana in What if Women Ruled the World? Und hat dafür illustre Expertinnen am Tisch. Frauke Adrians war in der Volksbühne.

Wien, 13. April 2018: Anna Bergmann mit Madame Bovary in der Josefstadt

Der versuchte Ausbruch aus dem öden Provinzleben führt über den Ehebruch. So beginnt die Tragödie der Madame Bovary von Gustave Flaubert, die Anna Bergmann in die Josefstadt bringt. Gabi Hift sah eine Dramaqueen hoch Fünf.

Berlin, 11. April 2018: Vanessa Sterns Umschülerinnen an den Sophiensaelen

Männerbetrieb Theater: Die Mützenregisseure haben … tja … den Hut auf. Und die Frauen? Wie es denen geht, erzählen Vanessa Stern und ihre Mitstreiterinnen in ihrer Komödie der unbegabten Kinder Die Umschülerinnen an den Sophiensaelen. Esther Slevogt sah Gipfel und Gebisse.

Berlin, 9. April 2018: Der starke Auftakt des FIND-Festivals an der Schaubühne

Woher kommen Horror und Gewalt? Beim FIND-Festival für internationale Dramatik an der Berliner Schaubühne steigt das Publikum mit Arbeiten von Angélica Liddell, Ofira Henig, Rodrigo García und Thomas Ostermeier tief hinab in persönliche und soziale Abgründe. Aus dem Kellerloch berichtet Gabi Hift.

Dortmund, 8. April 2018: Claudia Bauer untersucht die Zukunft der Schöpfung

Dass die Menschheit sich irgendwann in Avataren und Künstlichen Intelligenzen neuerfindet und wiederaufersteht ist eine verlockende Phantasie. Regisseurin Claudia Bauer folgt dieser Vision in Schöpfung, einem Hybrid aus Sprech- und Musiktheater, mit masken-haften menschenähnlichen Wesen und elektronischen Verzerrungen und Joseph Haydn. Sascha Westphal sah fasziniert zu.

Würzburg, 8. April 2018. Martin Kindervater inszeniert Woyzeck

Ein begafftes, eingekreistes Wesen – das Georg Büchners Woyzeck. Ein Text, der bestechend modern und elegant sein kann, wenn man ihn zu nehmen weiß. Regisseur Martin Kindervater jedenfalls beweist am Mainfrankentheater Würzburg ein Händchen für den Gejagten, findet Andreas Thamm.

Wilhelmshaven, 8. April 2018. Henriette Dushes In einem dichten Birkenwald, Nebel

Dushes Stück ist ein anspielungsreiches Klagelied auf die Undurchdringlichkeit dieser Zeit und darin verlorene Einzelwesen. Sascha Bunge hat den Stoff auf die Landesbühne Niedersachsen gebracht. Tim Schomacker berichtet.

Nürnberg, 8. April 2018. Rebekka Kricheldorfs Robert Redfords Hände selig

Deutsche in Afrika, ein weites Feld. Besonders, wenn sie glauben, der Kolonialismus läge hinter ihnen. In ihrem Stück Robert Redfords Hände selig spießt Rebekka Kricheldorf diese Haltung bitterböse auf. Bettina Bruinier inszenierte. Karolin Berg sah zu.

Göttingen, 7. April 2018: Arne Lygres Schatten eines Jungen zuerst auf Deutsch

Einen Teufelskreis beschädigter Leben entwirft der norwegische Dramatiker Arne Lygre in Schatten eines Jungen. Die deutsche Erstaufführung hat jetzt Ingo Berk am Deutschen Theater Göttingen inszeniert. Taugt das Stück fürs Repertoire, Michael Laages?

Berlin, 6. April 2018: Tilmann Köhlers Medea.Stimmen am Deutschen Theater Berlin

Kindsmörderin? Mitnichten! In ihrem Roman Medea. Stimmen unterzog Christa Wolf den Mythos von der grausigen Medea eingehender Untersuchung. Tilmann Köhler bringt das Werk jetzt auf die geflutete Bühne des DT. Als Fanal des Feminismus, wie Eva Biringer berichtet.

Leipzig, 1. April 2018: Philipp Preuß verschneidet Ibsens Gespenster mit Schreber

Am Schauspiel Leipzig ist Philipp Preuß gleichermaßen Spezialist für den Einsatz von Projektionen wie für Henrik Ibsen. Jetzt hat er dessen Gespenster mit den Denkwürdigkeiten von Daniel Paul Schreber, dem Sohn des Schrebergarten-Erfinders, vermixt. Leichen im Keller haben beide, aber wie ist die Begegnung ansonsten ausgegangen, Tobias Prüwer?

Stralsund, 1. April 2018: Goethe frühe Komödie Die Mitschuldigen

Die Mitschuldigen schrieb Johann Wolfgang von Goethe mit 20 Jahren. Reinhard Göber hat die frühe Boulevard-Komödie jetzt am Theater Vorpommern inszeniert. Wie sieht das aus, Annemarie Bierstedt?

Dresden, 30. März 2018: Sebastian Hartmann mit Erniedrigte und Beleidigte

Die legendären Dostojewski-Sprengungen von Frank Castorf sind schon ein Weilchen her; jetzt bekommt er auf diesem Feld harte Konkurrenz von Sebastian Hartmann: In Dresden hat Hartmann unter dem Titel Erniedrigte und Beleidigte ein Gesamtkunstwerk mit allen Arten von Budenzauber inszeniert, das einem eigentlich nur die Wahl lässt, es als Drogentrip zu erleben – schreibt berauscht Matthias Schmidt.

Zürich, 30. März 2018: Ein Stück über Exil und Flucht: Das grosse Herz ...

Die Zürcher Pension Comi war Zufluchtsort für vom Nazi-Regime Verfolgte. Lotte Schwarz arbeite dort als Dienstmädchen und schrieb einen Roman darüber. Er erscheint erst jetzt und kommt als Das grosse Herz des Wolodja Friedmann gleichzeitig auf die Bühne (des Schauspielhauses) – was Claude Bühler erschreckend zeitgemäß findet.

Hamburg, 29. März 2018: Bastian Kraft beleuchtet Dancer in the Dark

Auf stockschwarzer Bühne inszeniert Regisseur Bastian Kraft am Thalia Theater Dancer in the Dark, nach dem Film von Lars von Trier: Die Schauspielerinnen und Schauspieler traumwandeln im Dunkeln, das Geschehen wird mit Nachtsichtkamera abgefilmt und nur kurz grell beleuchtet. Was zu sehen war? Das berichtet Katrin Ullmann.

Bochum, 25. März 2018: Melancholia von Johanna Wehner nach Lars von Trier

Eine Braut versinkt im Unglück, während um sie herum das Sei-glücklich!-Mantra in Dauerschleife läuft. Lars von Triers Film Melancholia erzählt von Depression – und vom Untergang der Welt. Bei Faust-Preis-Trägerin Johanna Wehner in Bochum ist sie längst zerborsten. Beeindruckt von dem entschieden choreografierten Abend ist Sascha Westphal.

Cottbus, 25. März 2018: Jo Fabian erzählt Menschheitsgeschichte in Terra In Cognita

Der Cottbuser Schauspieldirektor Jo Fabian steht für assoziationsgewittriges Bildertheater. In Terra In Cognita will er nun gleich die gesamte Menschheitsgeschichte erzählen. Bemerkenswert, das Ergebnis, findet Frank Starke.

Berlin, 25. März 2018: Herbert Fritsch befragt die Null an der Schaubühne

Olaf Scholz verspricht die Schwarze Null, Herbert Fritsch liefert prompt: Akrobatik am offenen Slapstick-Herzen mit Schaukel-Arrangement und Pole-Dance-Stange bietet Null an der Schaubühne. Elena Philipp war zu Gast in der Manege.

Wien, 25. März 2018: Enis Macis Mitwisser uraufgeführt von Pedro Martins Beja 

Wenn man sich beim Surfen im Netz verliert, kommt so etwas wie Mitwisser heraus: In ihrem famosen Vom-Hölzchen-aufs-Stöckchen-Stück verbindet die Autorin Enis Maci auf der Spur des Hyperlink Orte, Schicksale, Deutungen. Was Pedro Martins Beja am Schauspielhaus Wien draus macht, sagt Eva Biringer.

Konstanz, 24. März 2018: Vera Nemirovas komplex gedachte Salome

Salome ist Opfer. Und Täterin. Die den Kopf des Jochanaan fordert, weil er sie zurückweist. Aber in Vera Nemirovas Inszenierung von Salome in der Fassung von Einar Schleef auch eine Frau, die ihre Träume verwirklicht und selbstbestimmt entscheidet. Mehr über den komplex gedachten Abend von Elisabeth Maier.

Köln, 23. März 2018: Therese Willstedts eindrucksvoller Woyzeck

Menschenexperimente überall. Der Eifersuchtsmord entspringt nur einem fehlgeleiteten Affekt. Die eigentliche Wut gilt den Verhältnissen. Das ist Georg Büchners Sozialdrama Woyzeck. Die schwedische Regisseurin Therese Willstedt setzt es nun am Schauspiel Köln in Szene. Eindrucksvoll, sagt Martin Krumbholz.

Bonn, 23. März 2018: Sandra Strunz inszeniert Falladas Jeder stirbt für sich allein

Rohrspatz und Raubvogel: Sandra Strunz inszeniert Hans Falladas NS-Widerstandsroman Jeder stirbt für sich allein und zeigt vogelähnliche Wesen, die an Glasscheiben zerschellen. Mehr von Cornelia Fiedler.

Hamburg, 19. März 2018: Chr. Marthalers Übermann oder die Liebe kommt zu Besuch

Zu Beginn werden Mäntel abgegeben an einer Garderobe ohne Haken. Eine stilgebende  Vergeblichkeitsübung. In Übermann oder Die Liebe kommt zu Besuch wandeln Christoph Marthaler und sein Ensemble auf den Spuren des Pataphysikers Alfred Jarry, die naturgemäß in ein Ungefähr führen, in dem Strom, Sinn und Hoffnung knapp werden. Stefan Schmidt war im Hamburger Schauspielhaus.

Berlin, 18. März 2018: Robert Borgmann mit Krieg von Rainald Goetz

Bombenkrater klaffen in diesem Text und drumherum flirren nervös die Zeichen: das abgründige bundesrepublikanische Wimmelbild Krieg von Rainald Goetz, 1986 entstanden und von Robert Borgmann jetzt wieder im Berliner Ensemble inszeniert. Zur Begeisterung von Janis El Bira.

Hamburg, 18. März 2018: Katie Mitchell zeigt Martin Crimps Schlafende Männer

Was wie ein klassisches Well Made Play beginnt, dreht bald gefährlich ab. Katie Mitchell bringt am Deutschen Schauspielhaus Martin Crimps Schlafende Männer zur Uraufführung. Falk Schreiber berichtet.

Kassel, 18. März 2018: Laura Linnenbaum führt den Sommernachtstraum auf

Alles ist Dringlichkeit, alles ist Sturm, Drang und Pop: Laura Linnenbaum inszeniert Shakespeares Ein Sommernachtstraum am Staatstheater. Zum Zuschauerglück von Alexander Jürgs.

Düsseldorf, 18. März 2018: Sebastian Baumgarten interpretiert Caligula von Albert Camus

Albert Camus' erbarmungsloser Künstlerkaiser Caligula treibt wieder sein philosophisch begründetes Unwesen. Am Schauspielhaus Düsseldorf überpinselt Sebastian Baumgarten breit Traditionslinien. Andreas Wilink sagt, wie es war.

Hamburg, 18. März 2018: Panikherz von Benjamin Stuckrad-Barre am Thalia Theater

Christopher Rüping bringt Benjamin von Stuckrad-Barres Lebensbeichte Panikherz als musiksatte Erinnerung an die 90er Jahre auf die Bühne des Thalia Theaters. Jan-Paul Koopmann war dabei.

Chemnitz, 18. März 2018: Michail Bulgakows Der Meister und Margarita

Michail Bulgakows Der Meister und Margarita gehört trotz seiner gut 600 Seiten zu den Lieblings-Romanadaptionen der Theatermacher. Jetzt hat ihn Malte Kreutzfeld in Chemnitz auf die Bühne gebracht. Mehr von Kornelius Friz.

Berlin, 17. März 2018: Karin Henkel mit der Shakespeare-Montage Rom im DT

John von Düffels Shakespeare-Montage Rom erzählt mit Coriolan, Julius Caesar, Antonius und Cleopatra davon, wie die Demokratie an der Machtgier einer Elite scheitert. Am Deutschen Theater inszeniert Karin Henkel das Untergangsszenario; wer seine Hände mit wieviel Blut beschmierte, weiß Georg Kasch.

Celle, 17. März 2018. Catharina May zeigt Hauptmanns Die Ratten

Mit pointierter Figurenzeichnung und einem Bühnenbild, das zum böse atmenden Co-Akteur wird, bringt Catharina May in Celle Die Ratten von Gerhart Hauptmann und Berlin um Neunzehnhundert auf die Bühne. Tim Schomacker war dabei.

Dresden, 17. März 2018: Nuran David Calis mit Die 10 Gebote nach K. Kieślowski

Immer mehr entwickelt Nuran David Calis sich zum Theater-Spezialist für Glaubensfragen. Am Staatsschauspiel hat er nun nach Krzysztof Kieślowski Die 10 Gebote als Kooperation mit der Bürgerbühne herausgebracht, mehr von Rico Stehfest.

Darmstadt, 17. März 2018: Moritz Schönecker inszeniert das Migrationsstück Sieg Gottes

Aus Afghanistan kommt einer nach Deutschland, aber an kommt er nicht: Davon erzählen Katharina Raffalt, Hassan Siami und Moritz Schönecker in ihrer Uraufführung Sieg Gottes. Shirin Sojitrawalla hat sie gesehen.

Memmingen, 17. März 2017: Kathrin Mädler zeigt Nebel im August von Robert Domes

Ernst Lossa hieß eines der Kinder, die während der Nazi-Zeit in der psychiatrischen Anstalt Kaufbeuren getötet wurden. Robert Domes' Romanbiografie Nebel im August hat Kathrin Mädler inszeniert. Christian Muggenthaler?

Berlin, 16. März 2018: Gorki – Alternative für Deutschland? von Oliver Frljić

Wenn Krawall-Regisseur Oliver Frljić seinen Abend mit Gorki – Alternative für Deutschland? überschreibt, dann denkt man erstmal: Oha, da gibt's kräftig auf die Mütze. Für all die Jongens und Höckes und eben die AfD und Konsorten. Aber tatsächlich gab's erst einmal auf die Mütze für das Diversity-Programm des Gorki Theaters selbst, berichtet Esther Slevogt

Wien, 16. März 2018: In der Löwengrube in der Josefstadt

Felix Mitterers In der Löwengrube erzählt von einem jüdischen Schauspieler, der sich als Arier ausgibt. Die wahre Geschichte aus den 30ern spielt am Theater in der Josefstadt, wo Stephanie Mohr sie nun inszeniert. Zur Freude von Reinhard Kriechbaum.

Hannover, 16. März 2018: Thorleifur Örn Arnarsson wuchtet Die Edda auf die Bühne

Die Edda ist Islands Nationalsaga, Thorleifur Örn Arnarsson hat sie im Schauspiel Hannover als Reigen um die Weltenesche inszeniert – Frank Kurzhals ist beeindruckt.

Ulm, 16. März 2018: Die Krönung Richards III. von Hans Henny Jahnn

Ein Sprachkunstwerk ist Hans Henny Jahnns Die Krönung Richards III. Sperrig für heutige Ohren, selten gespielt. In Ulm geht der kommende Schauspielleiter Jasper Brandis das Werk an. Überzeugend, wie Thomas Rothschild findet.

Wien, 16. März 2018: Harald Posch inszeniert im Werk X Onkel Toms Hütte

Harriet Beecher Stowes Onkel Toms Hütte hat zur Abschaffung des Sklavenhandels beigetragen, ist aber, bei Lichte betrachtet, eine ziemliche Schnulze. Wie geht Harald Posch im Werk X mit diesem Zwiespalt um, Martin Thomas Pesl?

Berlin, 16. März 2018: Berlin-Premiere der Selbstmord-Schwestern von Susanne Kennedy

An der Volksbühne feierte Susanne Kennedys Techno-Gebet Die Selbstmord-Schwestern Berlin-Premiere. Die Erarbeitung an den Münchner Kammerspielen besprach Shirin Sojitrawalla.

Graz, 15. März 2018. Thomas Melles Bilder von uns erstmals in Österreich

Eine SMS, das Bild eines nackten Jungen, damals im Jesuitenkolleg. So beginnt eine beschwerliche Reise in die eigene Biographie. Thomas Melle war mit Bilder von uns 2016 erstmals für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Jetzt inszeniert Claudia Bossard die österreichische Erstaufführung. Reinhard Kriechbaum sah sie.

Aarau, 15. März 2108: Frau im Wald von Julia Haenni

"Er hat meinen Seelenheizstrahler reaktiviert." Solche Sätze von schwebender Schönheit gibt es zuhauf in Julia Haennis Surreal-Text Frau im Wald. Am Theater Marie in der Tuchlaube Aarau kommt er zur Uraufführung, zum Gefallen von Andreas Klaeui.

Wien, 11. März 2018: Luk Perceval zeigt Rosa oder Die barmherzige Erde

Durch Theater rettet er sich vor den Zumutungen des Lebens, der Protagonist von Dimitri Verhulsts Roman "Der Bibliothekar, der lieber dement war als zuhause bei seiner Frau". In Luk Percevals Inszenierung ist Tobias Moretti dieser Désiré, der vor seinen nervigen Verwandten das vergessliche Wrack spielt und sich ansonsten in Shakespeare-Versen als Romeo (wieder)entdeckt. Mehr über Rosa oder Die barmherzige Erde von Andrea Heinz.

München, 10. März 2018: Amir Reza Koohestani inszeniert Die Attentäterin

Wieso wurde meine Frau zur Selbstmordattentäterin, fragt in Yasmina Khadras Roman Die Attentäterin ein israelischer Arzt arabischer Herkunft. An den Kammerspielen versucht Amir Reza Koohestani der Antwort auf die Spur zu kommen. Shirin Sojitrawalla sah die Premiere.

Leipzig, 10. März 2018: Lebendfallen von Enis Maci

Vier Freunde, die aus Migrantenfamilien kommen, lässt Enis Maci in Lebendfallen ihre Trinkspielen spielen. Nicht besonders dramatisch, klar. Aber wie Regisseurin Thirza Bruncken damit umgeht ist ein Paradefall, warum solche guten Stücke wieder in der Versenkung verschwinden. Gabi Hift protestiert!

Oberhausen, 10. März 2018: Lars-Ole Walburg inszeniert Das siebte Kreuz

Anna Seghers‘ Romane sind wieder en vogue. Ihre Generalthemen: Flucht, Repression, das Martyrium des Menschen. Das siebte Kreuz hat jetzt Lars-Ole Walburg in bester Erzähler-Kultur inszeniert. Mehr von Gerhard Preußer.

Zürich, 10. März 2018: The Great Tragedy of Female Power am Neumarkt-Theater

The Great Tragedy of Female Power: Mit Texten von William Shakespeare, Lady Gaga "und deiner patriarchal geprägten Dominanz" fühlt Pınar Karabulut am Theater Neumarkt der Geschlechterdebatte auf den Zahn. Tat’s weh, Valeria Heintges?

Bautzen 10. März 2018: Lausitzer Quartiere ... von Ralph Oehme gräbt die Lausitz um

Lausitzer Quartiere oder Der Russe im Keller von Ralph Oehme erzählt von vier Umbruchsphasen in der Lausitz; Lutz Hillmann hat inszeniert, Kornelius Friz betrachtet das Ergebnis.

Zürich 9. März 2018: Stefan Pucher mit Elfriede Jelineks Am Königsweg

Der Lieblingsschurke des zeitgenössischen Theaters heißt Donald Trump. Und Elfriede Jelinek ist eine seiner engagiertesten Gegnerinnen. Die Hamburger Uraufführung ihres Trump-Stücks Am Königsweg wurde gefeiert und zum Theatertreffen eingeladen. Nun inszeniert Stefan Pucher den Stoff am Schauspielhaus Zürich. Wieder ein Triumph, Christian Rakow?

Meiningen, 9. März 2018: Die schmutzigen Hände gezeigt von Jasmina Hadziahmetovic

Jasmina Hadziahmetovic inszeniert einen modernen Klassiker: Jean-Paul Sartres Die schmutzigen Hände. Es geht um die Frage, wie man – zur Freiheit verdammt – leben soll. Henryk Goldberg berichtet.

Wien, 9. März 2018: Michael Turinskys inklusive Tanzperformance Reverberations

Die Füße geben den Takt vor, den Körper durchzuckt Energie: und zwar in Michael Turinskys inklusiver Performance Reverberations, die im Tanzquartier Martin Thomas Pesl sah.

Zürich, 4. März 2018: Hello, Mister MacGuffin! von René Pollesch

Eine Riege Schauspielerinnen (mit dabei Sophie Rois!) sucht ein Stück und macht ihren Autor und Regisseur René Pollesch weltberühmt. Das ist Hello, Mister MacGuffin! am Schiffbau Zürich. Diskursfestes Hitchcock-Theater sah Mirja Gabathuler.

Dortmund, 4. März 2018: Kay Voges mit Thomas Bernhards Theatermacher

Theater-Blutwursttag, Schimpftiraden, bis der Arzt kommt, Beats und Textflackern und Lichteffekte und Nazis. Und ewig rollt das Räuberrad der Volksbühne. Kay Voges greift zu Thomas Bernhards Der Theatermacher in Dortmund. Und zeigt nicht mehr und nicht weniger als das Ende des Theaters, wie wir es kennen. Sagt Gerhard Preußer.

München, 4. März 2018: Warlam Schalamows Am Kältepol am Residenztheater

Wie kann man heute das Grauen der sowjetischen Gulags auf der Bühne vergegenwärtigen? Am Cuvilliés-Theater hat Timofej Kuljabin mit Am Kältepol nach Warlam Schalamow einen Weg gesucht. Tim Slagman sah zu.

Kaiserslautern, 4. März 2018: Simon Stephens' Kriegsheimkehrer-Stück Motortown

Ramstein Air Base liegt neun Kilometer entfernt vom Pfalztheater, wo Simon Stephens Kriegsveteran Danny nach Motortown zurückkehrt; gab es besondere Bezüge Reingart Sauppe?

St. Pölten, 4. März 2018: Mother Song von Mokhallad Rasem

Den Krieg aus Sicht der Mütter erzählen: Mother Song von Mokhallad Rasem als internationale Koproduktion. Leo Lippert sah die Premiere in St. Pölten.

Naumburg, 3. März 2018: Othello inszeniert von Georg Münzel

Shakespeares Othello, ein Nordafrikaner in Venedig. Sein Drama gesellschaftlicher Akzeptanz sollte im Sachsen-Anhalt dieser Tage per se aktuell wirken. Auch in der Regie von Georg Münzel? Die Antwort weiß Matthias Schmidt.

Bern, 3. März 2018: Die Formel von Doris Reckwell am Konzert Theater Bern

Interdisziplinäres am einzigen Vier-Sparten-Theater der Schweiz. Doris Reckwell lässt Lenin, Paul Klee, Robert Walser und Albert Einstein zusammentreffen. Und ihre Frauen. Die Verschwiegenen. Die Camerata Bern musiziert, das Vokalensemble Ardent singt, Altmeister Gerd Heinz inszeniert. Wie war es Maximilian Pahl?

Köln, 3. März 2018: I am Your Private Dancer in der Freien Theaterwerkstatt

Vorratsdatenspeicherung, Überwachung. Wie genau wirkt sich das auf unsere Privatsphäre aus? Philine Velhagen hat sich für I Am Your Private Dancer eine Woche lang selbst abgehört. In der Freien Theaterwerkstatt sah Tilman Strasser das Ergebnis.

Altenburg, 26. Februar 2018: Angelika Zacek inszeniert Biedermann und die Brandstifter

Das kleine Theater in Altenburg und Gera erregte letztes Jahr unfreiwillig nationales Aufsehen: internationale Schauspieler verließen das Ensemble wegen rassistischer Anfeindungen im Alltag. Jetzt inszeniert die "Pro Quote"-Aktivistin Angelika Zacek Max Frischs Parabel Biedermann und die Brandstifter. Eine Antwort auf die Stimmung in der Stadt, Christian Rakow?

Dresden, 25. Februar 2018. Nora Schlocker mit Brechts Der gute Mensch von Sezuan

Schlecht will keiner sein. Aber mit den guten Menschen ist es nicht besser geworden, seit die Gutmenschen ihr Unwesen treiben. Brechts Der gute Mensch von Sezuan passt da bestens rein. Und konzentriert, auf schlichter schräger Bühne, mit großartigen Schauspielern lotet Nora Schlocker nun in Dresden das Stück aus. Matthias Schmidt ist begeistert.

München 25. Februar 2018. Ibsens Volksfeind am Residenztheater

Ganz pur und knapp inszeniert Mateja Koležnik Henrik Ibsens Ein Volksfeind am Residenztheater. Und sie hat einen Stockmann: Thomas Schmauser. Willibald Spatz war beglückt.

Hamburg, 25. Februar 2018. Jette Steckel mit Shakespeares Sturm am Thalia

Prosperos letzte Playlist, bevor er stirbt? Kate Tempest und Leonhard Cohen! Mit beiden verdüstert Jette Steckel am Thalia Theater ihren assoziations-reichen Shakespeare'schen Der Sturm. Über das Requiem berichtet Katrin Ullmann.

Berlin, 25. Februar 2018. Müllers Hamletmaschine am Gorki

Heiner Müllers Die Hamletmaschine thematisiert die Rolle der Intellektuellen bei scheiternden Revolutionen. Im Gorki Theater bezieht Sebastian Nübling den Text mit dem Exil Theater jetzt auf den Arabischen Frühling. Mehr von Elena Philipp.

Bochum 25. Februar 2018. Träum weiter! von Nesrin Șamdereli

Das Stück ist spritzig, liebevoll und modern. Es könnte ein Komödienrenner par excellence werden, schreibt Dorothea Marcus.

Stuttgart, 24. Februar 2018. Claus Peymann mit König Lear gefeiert an alter Wirkstätte

Martin Schwab (80) ist König Lear in der Inszenierung von Claus Peymann (80). Alte Männer unter sich? Nein, es dürfen auch noch andere zur Geltung kommen, zum Beispiel Lea Ruckpaul als Lear-Tochter Cordelia und Narr. All das natürlich Shakespeare-texttreu und ohne Video. Das Stuttgarter Publikum feierte Peymann bei seiner Rückkehr an die einstige Wirkungsstätte, schreibt Verena Großkreutz.

Berlin, 24. Februar 2018.Daniela Löffner mit Sommergäste von Maxim Gorki am DT

Maxim Gorkis Sommergäste: Gruppenbild eines Bürgertums in Dekadenz. Passt nicht recht ins Heute, Daniela Löffner schafft's trotzdem, das Ensemble des Deutschen Theaters in glaubwürdigen Charakterstudien blühen zu lassen, findet Michael Wolf.

Wien, 24. Februar 2018. jedermann (stirbt) von Ferdinand Schmalz uraufgeführt

Durchgeschüttelt wie ein Sparschwein hat Ferdinand Schmalz Hofmannsthals Dramenklassiker: In Jedermann (stirbt) geht's jetzt auch um Bad Banks und Burnout. Stefan Bachmanns Inszenierung am Burgtheater hat Eva Biringer gesehen.

Augsburg, 24. Februar 2018. Der Untergang des Egoisten Fatzer beim Brechtfestival

Brechts Geburtsstadt veranstaltet zu Ehren ihres berühmten Sohnes ein jährliches Brechtfestival. Los ging es dieses Jahr mit Christian von Treskows Inszenierung Der Untergang des Egoisten Fatzer. Willibald Spatz war vor Ort.

Oldenburg, 24. Februar 2018. Luise Voigts mit Dokusoap. Folge 451

Was ein reißerisches Fernsehformate wie "Zuhause im Glück" mit dem Theater zu tun hat, testet Luise Voigt in ihrem Medien(kritik)projekt Dokusoap. Folge 451 am Oldenburgischen Staatstheater. Ein Burner, Jens Fischer?

Berlin, 23. Februar 2018. Thorsten Lensing inszeniert Unendlicher Spaß

David Foster Wallaces Unendlicher Spaß: Kultroman, der Hoffnung spendet auf ein Jenseits der Postmoderne. Im Theater forscht Thorsten Lensing seit Jahren nach einer neuen Aufrichtigkeit, und stets mit Star-Schauspieler*innen. In den Sophiensaelen tauchen nun Ursina Lardi, Devid Striesow, Jasna Fritzi Bauer und Co. in DFW's Figuren-Kosmos ein. Topf und Deckel, Gabi Hift?

Berlin, 23. Februar 2018. Albert Serra mit Liberté an der Volksbühne

Rokoko, Boudoir-Stimmung – und in den Sänften schaukeln Helmut Berger und Ingrid Caven. Das ist Liberté vom groß angekündigten Albert Serra an der Berliner Volksbühne. Mehr über das bizarre Auf-und-Ab von Esther Slevogt.

München, 23. Februar 2018. Ivica Buljan mit Der Balkon von Jean Genet

Mit einem "Schweinestall" mit echten Säuen drin gab Ivica Buljan ein furioses Regiedebüt im Residenztheater. Jetzt hat er sich Jean Genets Der Balkon vorgenommen, und es fallen die Hüllen. Was ist drunter, Philipp Bovermann?

Karlsruhe, 23. Februar 2018. Abfall der Welt von Thomas Köck

Es treibt der Müll auf dem Gedankenstrom: Marie Bues und Nicki Liszta inszenieren Abfall der Welt von Thomas Köck als Tanz-und-Thesenabend. Steffen Becker war dabei.

Essen, 21. Februar 2018. Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital

In Volker Löschs und Christine Langs Mark Twain-Überschreibung Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital tauschen Jugendliche aus dem armen Norden der Stadt Essen die Rollen und Erfahrungen mit ihren  Generationsgenossen aus dem reichen Süden. Theater als soziales Experiment, was kann das leisten, Hartmut Krug?

Wien, 20. Februar 2018. Missionen der Schönheit von Sybille Berg im Werk X

Sie vergiften ihre Männer und Söhne und lagern die Leichen im Keller. Sie werden gequält und vergewaltigt. Sie haben sich mit dem Leben arrangiert: die Frauen, die Sybille Berg in Missionen der Schönheit: Holofernesmomente zu Wort kommen lässt. Julia Burger hat die flapsige Frauenrevue im Werk X inszeniert. Leopold Lippert war zugegen.

Regensburg, 19. Februar 2018. Gesine Schmidts Dokumentartheaterstück Vermögend

Gesine Schmidt hat in der am wenigsten erforschten Schicht unserer Gesellschaft recherchiert – in der Welt der Reichen. Und siehe da: Geld kann ganz schön unglücklich machen. Mia Constantine bringt das Dokumentartheaterstück Vermögend am Theater Regensburg auf die Bühne. Christian Muggenthaler berichtet.

Osnabrück, 19. Februar 2018. Das Teatro Avenida + Dominique Schnizer mit Medea²

Als zweisprachige Meditation über das Eigene und das Fremde bringt Dominique Schnizer den Medea-Mythos auf die Bühne. Medea² heißt die Kooperation mit dem Teatro Avenida aus Mosambik. Tim Schomacker war dabei.