Förderung am Meer

Berlin, den 2. Juni 2010 Im Berliner Ensemble am Schiffbauer Damm ist am Montagabend zum ersten Mal der George-Tabori-Preis vergeben worden. Damit würdigt der Fonds Darstellende Künste e.V. von nun an jährlich in mindestens zwei Kategorien "außerordentliche und kontinuierliche Ensembleleistungen der freien Theater- und Tanzschaffenden, die zur Weiterentwicklung der darstellenden Künste beitragen", wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Mit dem Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro zeichneten die Jury (Hartmut Krug, Marietta Piekenbrock und Carena Schlewitt) und der Fonds die Dresdner Gruppe "norton.commander.productions" aus, deren Merkmal genreübergreifende Experimente im Zusammenspiel von Schauspiel, Musik, Gesang und Film jenseits gängiger Ästhetiken sind. Im Zentrum ihrer Arbeiten steht die  Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlich relevanten Themen.

Der Förderpreis in Höhe von 10.000 Euro wurde dem Hamburg-Berliner Künstlerduo Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen zuerkannt. Seit 2005 entwickeln Gintersdorfer/Klaßen gemeinsam mit deutschen und ivorischen Performern neue interkulturelle und transdisziplinäre Formate, die zwischen Tanz, Schauspiel, Sprachen, Musik und Entertainment oszillieren und neue Weltsichten und Spielräume für Künstler und Zuschauer eröffnen. Mit dem Förderpreis ist eine mehrwöchige Residenz im Wert von 10.000 Euro im Ostseebad Kühlungsborn verbunden, gestiftet von der "Initiative Internationaler Tourismus e.V. (IIT)".

Der "George-Tabori-Preis" soll an den außergewöhnlichen und vielseitigen Regisseur und Autor George Tabori erinnern, der am 24. Mai 2010 96 Jahre alt geworden wäre und von 1999 bis zu seinem Tod 2007 am Berliner Ensemble inszenierte. (geka)

 
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