Pistole auf der Brust

Halle, 8. Oktober 2010. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Theater, Oper und Orchester GmbH die Schließung der Spielstätte Thalia Theater beschlossen. Zugleich sprach er sich für die zügige Aufnahme von Haustarifvertragsverhandlungen aus, um die Umsetzung des Schließungsbeschlusses für die Laufzeit des Haustarifvertrages auszusetzen. Wie die Theater, Oper und Orchester GmbH meldet, wird im Falle des Scheiterns der Haustarifvertragsverhandlungen die Spielstätte Thalia Theater zum Ende der Spielzeit 2010/2011 geschlossen und das Ensemble aufgelöst.

Die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendtheaters in Halle haben demzufolge die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder akzeptieren sie einen Tarifvertrag zu den Bedingungen der GmbH, oder sie werden abgebaut.

Zwar lässt sich Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados mit den Worten zitieren: "Für mich hat der Haustarifvertrag absoluten Vorrang gegenüber der Umsetzung einer schnellen Schließung." Aber für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen hat sich die GmbH schon Alternativen überlegt, wie es in der Pressemitteilung heißt: "Die Fortführung der Theaterarbeit für Kinder und Jugendliche soll dann durch Spielangebote aller Sparten der GmbH, insbesondere durch eine erhöhte Zahl von Aufführungen für Kinder im Puppentheater und für Jugendliche im neuen theater sicher gestellt werden."

(geka)

 

 
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