Keine Angst vor feindlicher Übernahme

Schwerin/Anklam, 26. Oktober 2010. Wie auf mvregio.de zu lesen ist, hat Wolfgang Bordel, Intendant der Vorpommerschen Landesbühne Anklam, der Landeshauptstadt ein Angebot zur Fusion mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin gemacht. Mit der möglichen Zusammenarbeit soll ein Zuschauerzuwachs und damit höhere Einnahmen erzielt werden. Erreicht werden könnte man das durch den Austausch von Inszenierungen.

Der Schweriner Intendant Joachim Kümmritz meint, dass sich "die beiden erfolgreichsten Theater des Landes (...) auf Augenhöhe" begegneten und zu einer Zusammenarbeit finden würden, "die beiden Häusern und den Zuschauern von Nutzen ist". Wolfgang Bordel, Intendant in Anklam, pflichtet bei: "Wir wissen, was wir können und haben keine Angst vor einer feindlichen Übernahme."

Laut Statistik des Deutschen Bühnenvereins ist das Schweriner Theater, was Auslastung und Kostendeckung angeht, das effizienteste Mehrspartentheater in Mecklenburg-Vorpommern, die Vorpommersche Landesbühne Anklam GmbH die wirtschaftlichste Bühne des Deutschen Bühnenvereins.

Noch im November will die Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, nach Beratungen in der Schweriner Stadtvertretung, über das Verhandlungsangebot zur Fusion entscheiden. Im November letzten Jahres waren die Kooperationsverhandlungen zwischen den Theater Schwerin und Parchim gescheitert.

(mvregio.de / ape)

 
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