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Die Doyenne

26. November 2010. Heute feiert die Kammerschauspielerin Annemarie Düringer, Ehrenmitglied und Doyenne des Burgtheaters, dessen Ensemble sie seit über 60 Jahren angehört, ihren 85. Geburtstag.

Annemarie Düringer wurde in Arlesheim in der Schweiz geboren, als Tochter eines Industriellen. Nach dem Abschluss der Ausbildung an einer Berner Handelsschule nahm sie 1946 in Bern und Paris Schauspiel-Unterricht bei René Simon und setzte ihre Ausbildung ab 1947 zwei Jahre lang am Wiener Max-Reinhardt-Seminar fort.

Seit 1949 ist sie Ensemblemitglied des Burgtheaters. In über 70 Rollen arbeitete sie unter anderen mit Regisseuren wie Oscar Fritz Schuh, Fritz Kortner, Walter Felsenstein, Leopold Lindtberg, Bernhard Wicki, Peter Hall, Peter Wood, Hans Neuenfels, Hans Lietzau, Thomas Langhoff, Peter Zadek und Claus Peymann, bei dem sie auch in der skandalisierten Uraufführung von Thomas Bernhards "Heldenplatz" auf der Burgtheater-Bühne stand.

Daneben gastierte sie an anderen Theatern und spielte in Filmen in England, den USA, Deutschland, der Schweiz und Österreich unter anderen mit Hans Albers und John Malkovich. 1992 gab sie am Wiener Theater in der Josefstadt ihr Debut als Regisseurin mit James Saunders' "Bessere Zeiten".

Die verstorbene Burgtheater-Doyenne Paula Wessely bestimmte Annemarie Düringer als neue Trägerin des Alma-Seidler-Ringes, und Annemarie Düringer wurde nach dem Tod von Paula Wessely zur Doyenne des Burgtheaters ernannt.

(Burgtheater/ jnm)