Das übliche Bangemachen?

Remscheid, 3. Februar 2011. Dem Teo Otto Theater in Remscheid droht die Schließung wegen Sicherheitsmängel. Wie die Rheinische Post berichtet, müssten 1,5 Millionen Euro in die Bühnentechnik investiert werden, um eine TÜV-Prüfung zu passieren. "Wenn sie an der Bühnentechnik nichts machen, wird der TÜV die Anlagen stilllegen", sagte Heinrich Wiczkowiak, Fachmann für Theatertechnik, dem Remscheider Kulturausschuss nach seiner Inspektion.

Völlig veraltet seien etwa die Kulissenzüge. "Wenn eine Bremse bei den Lasten versagt, kann es Tote auf der Bühne geben", wird Wiczkowiak in der Rheinischer Post zitiert. Nach Einschätzung des Gutachters hätten die Arbeiten schon vor zehn Jahren gemacht werden müssen.

Christian Henkelmann, Kulturdezernent der finanziell klammen Kommune, sieht diese Sicherheitsmaßnahme als unausweichlich an. "Wir müssen das ansehen", sagte er im Kulturausschuss. Offenbar sei der TÜV bereit, den Spielbetrieb weiter zu genehmigen, wenn es eine verbindliche Zusage gibt, innerhalb der nächsten zwei Jahre zu investieren. Wegen dieser Dringlichkeit beschloss der Kulturausschuss, die Entscheidung an die Fraktionsvorsitzenden zu delegieren. Dort allerdings herrscht Skepsis: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke sagte der Rheinischen Post: "1,5 Millionen sind nicht darstellbar. Da schauen wir genau hin, ob das nicht das übliche Bangemachen ist."

(Rheinische Post / geka)

 
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