Einstimmiges Votum

Stuttgart, 10. Oktober 2011. Armin Petras soll 2013 Nachfolger von Hasko Weber als Schauspielchef des Württembergischen Staatstheaters in Stuttgart werden. Das bestätigte am Nachmittag das Berliner Maxim Gorki Theater, dessen Intendant Petras derzeit ist.

Das einstimmige Votum der Stuttgarter Findungskommission müsse allerdings noch vom Verwaltungsrat des Staatschauspiels bestätigt werden. Stadt, Land und Intendanz in Stuttgart stünden jedoch hinter dem Vorschlag, heißt es. Hasko Weber hatte im Februar dieses Jahres erklärt, seinen Vertrag über das Jahr 2013 nicht mehr verlängern zu wollen. Armin Petras' Vertrag als Intendant des Gorki-Theaters läuft allerdings noch bis 2016.

(sle)

 

Mehr zu Armin Petras' Abwanderungsabsichten in der Presseschau.

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Kommentare

Kommentare  
#1 Petras nach Stuttgart: Huch!faustdick 2011-10-10 20:05
das is ja mal ne faustdicke überraschung. der urberliner nach stuttgart. normalerweise geht's doch immer in die andere richtung! …hasko, im prenzlauer berg ist bestimmt noch ein altbau frei!
#2 Petras nach Stuttgart: Insider-Info?Phi 2011-10-10 20:57
Na dann, Sebastian Hartmann, Willkommen am Gorki!!
#3 Petras nach Stuttgart: Insider-Info?Stefan 2011-10-10 22:38
Na, das passt doch wie die Faust aufs Auge. Wer möchte da nicht eine Wette halten, dass Sebastian Hartmann neuer Chef am Gorki wird?
#4 Petras nach Stuttgart: Insider-Info?Flohbär 2011-10-11 00:18
Wir freuen uns auf Lilienthal im Gorki.
#5 Petras nach Stuttgart: IntendantenkarussellHasso 2011-10-11 00:42
Und Hasko Weber nach Leipzig... Bäumchenwechseldich
#6 Petras nach Stuttgart: schockierend und wahrscheinlichbobby 2011-10-11 01:35
oh gott , was für eine schockierende vorstellung...aber wahrscheinlich,denn die herren machen sich ja gegenseitig möglich.
#7 Petras nach Stuttgart: IntendantenkarussellArkadij Zarthäuser 2011-10-11 01:51

Klar, und Hasko Weber geht dann nach Leipzig, oder wie ??
#8 Petras nach Stuttgart: runterrockenberliner 2011-10-11 01:59
och,bitte,das gorki ist so gut bestellt,soll der hartmann,nachdem er leipzig leergespielt hat,und auch noch das gorki runterrocken?das muß doch nu wirklich nicht sein.
#9 Petras nach Stuttgart: über Schmerz und Multi-TalentEric Ender 2011-10-11 03:19
zu Stefan:
"Faust auf's Auge"? Sicher eine gerne gewählte Redewendung. In diesem Falle jedoch (Ich würde diese Wette übrigens auch halten.) ist zu hoffen, daß es keinen der Beteiligten - Sebastian Hartmann, André Schmitts, das Berliner Publikum - schmerzlich treffen werde. Aber bis dahin bleibt nur abwarten und (nun was wohl?) Tee trinken.

Darüber hinaus gratuliere ich Armin Petras zu dieser Entscheidung. Sich nicht festzusetzen, immer voran zu schreiten, ist ja die zu bevorzugende Eigenschaft von Theaterleuten (ebenfalls ein Allgemeinplatz) - etwas, das man allerdings dem Multi-Talent und Arbeitstier Petras nun wirklich nicht mehr ins Stammbuch schreiben (und da noch einer) muß.

Zu faustdick:
Vielleicht geht Hasko Weber dann ja nach Leipzig. Und dann hätten wir die Möglichkeit fur noch 'nen Spruch: Und wieder dreht sich das Intendanten-Karussel ...
#10 Petras nach Stuttgart: warum immer dieselben Pferdchen?Banquo 2011-10-11 13:30
Wann endlich bekommt Fritsch und seine Truppe ein Haus....warum sind es die immer selben die die Pferdchen auf dem Karussell wechseln?
#11 Petras nach Stuttgart: Bringt uns den Zweitbesten!richtiger berliner 2011-10-11 13:39
sebastian hartmann ans gorki wäre ein traum!
wenn schon der beste geht (nach stuttgart? ok, ist seine sache),soll wenigstens der zweitbeste folgen.
mich würde es sehr freuen, wenn er dann noch ein paar seiner großartigen schauspieler aus leipzig mitbringt, kann sich berlin sehr glücklich schätzen. wenn natürlich auch mit einem weinenden auge wegen petras.
#12 Petras nach Stuttgart: wer ans Große Haus gehörtSimon 2011-10-11 15:35
Hartmann gehört an ein Großes Haus wie zum Beispiel das DT, wo Khuon seit seiner Ankunft nichts anderes gewagt hat als eine untote Thalia Kopie mit den gleichen Schauspielern, den gleichen Regisseuren und den gleichen Dramaturgen auf die Beine zu stellen...
#13 Petras nach Stuttgart: auf großen SpurenTh. Rothschild 2011-10-11 15:54
Nach Stuttgart? Armin Petras tritt dort in die Spuren von Peter Palitzsch, Claus Peymann, Hansgünther Heyme, Ivan Nagel und kann, nach dem überregional angesehenen "Stuttgarter Modell", mit Jossi Wieler und Reid Anderson zusammenarbeiten. Es gibt Schlechtere. Vielleicht wollte er ja bloß der Arroganz der richtigen Berliner entkommen?
#14 Petras nach Stuttgart: Theater braucht VeränderungGeorgi 2011-10-11 16:35
Vetternwirtschaft. Märki geht nach Bern, der Berner geht nach Weimar, Beier nach Hamburg, Bachmann nach Köln, Petras nach Stuttgart und Hartmann dann vielleicht - hoffe sehr nicht - nach Berlin. Immer die gleichen Personen. Immer das Egoherumgeschiebe. - Theater braucht Veränderung, zeitgemäße, aber so definitiv nicht !!!
#15 Petras nach Stuttgart: manch Nörgelei ist UnsinnTh. Rothschild 2011-10-11 17:19
Wenn Dieter Dorn 35 Jahre bleibt, wird genörgelt. Wenn andere woanders hin gehen, wird genörgelt. Was sollten sie tun? Sozialhilfe beantragen? Geben Sie, Georgi, Ihren Arbeitsplatz ab um zeitgemäße Veränderung zu gewährleisten? Es gibt eine Nörgelei, die etwas Unmenschliches hat. Und bei Ihrer nächsten Operation, Georgi, wird der erfahrene Arzt hoffentlich die Hände von Ihnen lassen: Immer die gleichen Personen? Nee, suchen Sie doch die Veränderung...
#16 Petras nach Stuttgart: Glanzstücke ohne feste TruppeHans Uwe Zisch 2011-10-11 17:52
@10: mit verlaub, wie naiv. fritsch ist schauspieler und regisseur. wenn sie dies schon vor dem letzten tt-hype gefordert hätten, wäre die unangebrachtheit ihres vorschlags noch offenbarer. bitte bitte daran denken, wo, mit wem, unter welchen bedingungen er solche glanzstücke hervorbrachte. dafür braucht es weder ein großes haus, noch ein berliner haus, noch ein festes haus. die feste truppe ist eben nicht sein modell.
#17 Petras nach Stuttgart: mehr Risiko, mehr Reibung, weniger KonsensHans Uwe Zisch 2011-10-11 17:56
@12: volle zustimmung ad DT. gleich, gleich, gleich = untot! habe mein abo (das ist eine der wenigen erfreulichen übernahmen aus hamburg) nach zwei spielzeiten gekündigt, lohnt einfach nicht. sehr schade. zu oft fünffach abgesicherter wagemut. keine ästhetischen setzungen, sondern namenseinkäufe. und kriegenburg sollte sich eine pause nehmen. die nimmt sich petras nun in gewisser, lobenswerter weise. er hat das kleine haus groß gemacht und es wäre erfreulich, wenn man nun gestählt und erweckt weitere schritte am standort wagt. und wie immer meine bitte: mehr risiko, mehr reibung, weniger konsens. nicht die konfusion der zeit abbilden, sondern stellung beziehen. es gibt genug strittige fragen und genug pseudokonsens und genug aufklärungsbedarf. theater der bevölkerung!
#18 Petras nach Stuttgart: neue Köpfeanne 2011-10-11 19:49
also ich hätte eher lust auf ganz andere personen. auch wenn wir das sowieso nicht entscheiden, beeinflussen können. die meisten der genannten herren hatten doch bereits ihre chance an grossen häusern und mit grossen etats. mich würde sehr interessieren was leuten wie peter carp oder sewan latchinian oder steffen mensching mit mehr geld in grösseren städten als oberhausen oder senftenberg oder rudolstadt so einfallen würde. verdient hätten alle drei ein grössers haus.
#19 Petras nach Stuttgart: Wer ist die Truppe?vicki 2011-10-11 20:02
was meint der denn auch immer mit "fritsch und seine truppe"? fritsch und seine kostümbildnerin?
#20 Petras nach Stuttgart: doppelte LeitungAntonia Lust 2011-10-11 20:20
Kein Problem. Bis 2016 wird Petras eben beide Häuser leiten. Wer 15 UAs an einem Abend verantworten kann, der wird sich das doch auch zutrauen...
#21 Petras nach Stuttgart: die Leipziger HandschriftThomas aus Leipzig-Ost 2011-10-11 20:29
Welch rennomierte Berliner Theatermann kann sowas vorweisen?
Sebastian Hartmann hat das Theater revolutioniert.

Die Leipziger Handschrift
In der Wahrnehmung und Beschreibung von Sebastian Hartmanns Inszenierungen wie »Eines langen Tages Reise in die Nacht« und »Kirschgarten« hat sich überregional der Begriff der »Leipziger Handschrift« etabliert. Diese steht als Synonym für ein Spielprinzip, das jetzt mit »Fanny und Alexander« weiterentwickelt wird. Mit dieser Arbeitsmethode Sebastian Hartmanns verbindet sich der Versuch, auf die theaterüblichen Verabredungen und Absprachen gänzlich zu verzichten. An die Stelle von im Probenprozess getroffenen Vereinbarungen tritt die Kreativität und Spontanität des Schauspielers, und an die Stelle klassischer Regiearbeit tritt die Moderation, die das Geschehen auf der Bühne und seine Wirkung einzig zu be-, nicht aber festzuschreiben sucht. Somit werden die Akteure zu den Autoren eines Abends, dessen Geschichte mit jeder Vorstellung neu geschrieben wird. Einzig die Rollenaufteilung und das Material Bergmans bleiben unverändert. Der Zuschauer ist damit Teil und gleichzeitig Partner des unmittelbaren Schöpfungsprozesses. Das Stück, die »Inszenierung« entsteht live vor seinen Augen. Sie ist immer anders, denn die Chronologie des Abends ist offen und lässt damit Raum für die Phantasie des Betrachters. Jeden Abend aufs Neue begeben sich die Schauspieler auf die Reise in die Kindheit Ingmar Bergmans, in den Kosmos von »Fanny und Alexander«. Bergman beschrieb sich selbst einmal als »Komposition«, zusammengesetzt aus vielen unterschiedlichen Stimmen. Genau in diesem Sinne fügen die 13 Protagonisten auf der Bühne ihre unterschiedlichen Stimmen aneinander, beginnen gemeinsam zu komponieren und lassen darüber die Welt von »Fanny und Alexander« entstehen.
(Programmflyer).
Ich freue mich bereits jetzt auf seinen "NACKTEN WAHNSINN" am 11.Nov.11.
#22 Petras nach Stuttgart: Halles Modell und die alten Heldentaten des DTSascha 2011-10-11 20:38
@16: das ist ja nun kein Argument! In Halle (Saale) am neuen theater ist nun auch ein Schauspieler und Regisseur Intendant geworden (Matthias Brenner). Fritsch war da übrigens auch im Gespräch!

Hingegen gebe ich Ihrem Eintrag #17 recht, dass das DT derzeit den Bach runter zu gehen droht. Regisseure wie Thalheimer, die sonst gut waren, bringen einen Flop nach dem anderen raus. Die alten Inszenierungen von ihm und Goschs Inszenierungen ("Möwe", "Wanja", "Idomeneus") sind die best verkauftesten. Warum wohl?!
#23 Petras nach Stuttgart: nicht zugetraut spätzlemitsoß 2011-10-11 23:02
gute entscheidung. das hätte man den stuttgartern ja gar nicht zugetraut. mutig, sich einen petras zu holen. nur, was will der in stuttgart?
#24 Petras nach Stuttgart: Thalheimers Müdigkeit durch Tretmühle Theatersabine 2011-10-11 23:08
@sascha
Sie unterliegem einem Denkfehler: Thalheimer hat auch schon früher an einem Haus von Khuon (HH Thalia Theater) inszeniert - und das war zu der Zeit als er Ihre erwähnten "Erfolgsinszenierungen" am DT unter der alten Intendanz erarbeitet hat...also hat das eine mit dem anderen nichts zu tun..denn er hat auch in HH "damals" wunderbare Arbeiten abgeliefert...ich denke, seine Müdigkeit hat mit der "Tret"-mühle Theater zu tun und nicht mit der neuen DT-Intendanz...er sollte mal ne Pause machen..und die Berliner sollten mal versuchen, nicht immer nur wehmütig der Vergangenheit nachzutrauern...Flexibilität ist leider keine ost-(?) deutsche Eigenschaft..--?-- obwohl ich hier keineswegs alle Menschen und Theatergänger über einen Kamm scheren möchte.
#25 Petras nach Stuttgart: Schauspieler als Intendantenkolja 2011-10-11 23:56
Halle ist tatsächlich ein lustiges Beispiel, denn seit seiner Gründung in den frühen achtziger Jahren gab und gibt es am neuen theater "nur" aktive oder ehemalige Darsteller als Intendanten. Hasko Weber war übrigens auch Schauspieler, ebenso wie Roland May in Plauen/Zwickau (vorher war er schon Intendant in Zittau). Und man denke nur an Kevin Spacey vom Old Vic oder, um noch weiter in die Vergangenheit zu schauen: Max Reinhardt und Wolfgang Langhoff, Gustav Gründgens - ich glaube, ich hör auf: diese Liste würde endlos ...
#26 Petras nach Leipzig: erklärungsbedürftigberliner 2011-10-12 02:11
ach,lieber thomas aus leipzig-ost...sind sie wieder ein dramaturg vom centraltheater,der uns herrn hartmanns stücke und stärke erklären muß?
#27 Petras nach Stuttgart: Berlin ist outEx-Berliner 2011-10-12 02:15
Nach Stuttgart? Im Interview mit der Berliner Zeitung sagt Petras: "Ich habe an 22 Stadttheatern gearbeitet. Stuttgart ist in Deutschland für mich das Fremdeste. Ich habe mich sehr lange mit dem Umbruch im Osten beschäftigt, es sollte für mich jetzt auch mal neue Themen geben." Berlin ist eben langsam out. Das Neue gibt's jetzt in Berlin nicht mehr.
#28 Petras nach Stuttgart: neues Denkenulrich 2011-10-12 02:18
und was ist mit der jamie-walters-company? es ist wirklich an der zeit, dass diese truppe eine stammbühne bekommt und das gorki wäre ideal! neues denken!!
#29 Petras nach Stuttgart: traurig für Berlinnoch einer 2011-10-12 05:22
Hört doch auf mit diesem ICH-WEIß-AUCH-NOCH-WAS. Es ist einfach unheimlich traurig. Nicht traurig für Petras. Aber verdammt traurig für Berlin!
Aber vielleicht auch zwangsläufig für dieses Berlin: schnell was Neues - oh ja - nicht mehr ganz so neu - oh nein. Und gar nicht mehr wirklich hinsehen.
Ich war immer unheimlich gern im gorki. Und bin jetzt erstmal: TRAURIG!
#30 Petras nach Stuttgart: mit Leib und SeeleHans Uwe Zisch 2011-10-12 11:02
@25,ferner@22: auch wenn die nennung einiger (weniger!) beispiele (aus den vorigen jahrhunderten) freilich keine indikation sein kann, so zeigt es doch, dass es prinzipiell nicht ausgeschlossen ist. wer würde daran zweifeln!
um es zu präzisieren: herbert fritsch IST schauspieler und regisseur. mit leib und seele. wenn sie meinen, es würde ihn auf einen administrativen stuhl ziehen, so wollte ich lediglich meine wette entgegenstellen. dies war no. 16. bitte in der GÄNZE nachzuvollziehen. es geht um überzeugungen (von hf ALS schauspieler), nicht um bloße rollenzuschreibungen (schauspieler, ...).
#31 Petras nach Stuttgart: es ist still geworden ums Gorkianja 2011-10-12 12:01
Man muss doch aber auch mal zugeben, dass es um das Gorki und Armin Petras zuletzt sehr still geworden ist (mal abgesehen von den vielen Flopps, zuletzt Die Wohlgesinnten). Und viele, der großen Schauspieler das Haus verließen. Bevor Gorki/ Petras vollends in Vergessenheit geraten, hüpft Petras schnell aufs Intendantenkarussel - und in Stuttgart (war er nicht auch für Köln im Gespräch? na egal) gibts neue Luft, viel mehr Geld und da ist sein Theater wieder ganz neu erfunden (sofern kein Stuttgarter vorher schon mal in Berlin geguckt hat...)
#32 Petras nach Stuttgart: die Vorzüge StuttgartsArkadij Zarthäuser 2011-10-12 13:55
Als wäre Stuttgart die allertiefste Provinz !
Offenbar, folgt man dem Petras-Interview mit Dirk Pilz, findet Petras in Stuttgart Arbeitsbedingungen vor, die ihn reizen, und Stuttgart: ist es nicht ein größeres Theater als das Gorki ?
Jedenfalls ist es noch garnicht lange her, daß Inszenierungen von dort zum TT kamen, Schauspieler zum Spieler des Jahres wurden (und in Berlin blieben, Felix Goeser), ja, das Theater selbst Theater des Jahres geheißen wurde; hinzu kommt die Rolle dieses Theaters (siehe Volker Lösch) bei Stuttgart 21, und Herr Rothschild erwähnte zudem die Vergangenheit des Hauses: warum sollte dies alles nicht reizen, nach Stuttgart zu gehen ?
Käme Hartmann zum Gorki, verließe er nicht auch mit Leipzig ein größeres Haus als das Gorki ? Und wurden als Gründe seines angeblichen Versagens in Leipzig nicht gerade Voraussetzungen genannt, die in Berlin und speziell am Gorki garnicht bestehen ??
Wenn es hieße: "Soll sich Hartmann doch an einem kleineren Haus als Leipzig versuchen unter Bedingungen, die ihm mehr entgegenkommen !"- fiele einem da so schnell ein Haus ein mit besseren Bedingungen dafür als das Gorki ??
Und schließlich zu Hasko Weber: Wechselte der nun wirklich nach Leipzig, einem Haus auf Augenhöhe mit Stuttgart, und schon Stuttgart unter Weber durchaus eine Erfolgsgeschichte, käme mit ihm nicht auch wieder jemand in heimischere Gefilde zurück, noch dazu möglicherweise mit Löschchören, die sonst in Dresden hin und wieder zu hören waren ?. Wurde Leipzig nicht auch gewissermaßen ein wenig Dresden verordnet ??? Insofern wäre jenes "Bäumchenwechseldich", auf das hier gleich mehrere Poster angesprungen sind, garnicht so unmotiviert. Ich jedenfalls wollte mich nicht so verstanden wissen, daß ich das als typisches Intendantenkarussell monieren wollte, eher im Gegenteil: das Augenfällige hat auch im zweiten Blick darauf seinen Reiz..
#33 Petras nach Stuttgart: Publikumshits des Gorkij.w. 2011-10-12 14:09
@anja: wie definieren sie denn "flopps"? anhand schlechter kritiken? oder anhand der auslastungszahlen? kennen sie die?
ich könnte jetzt diverse publikumshits des gorkis aufzählen- genannt seien mal drei: Das Versprechen (regie: petras) läuft jetzt seit fünf (!) jahren, Anna Karenina seit dreieinhalb. Der Zerbrochene Krug ist immer ausverkauft.
Dazu scheinen Sein oder Nichtsein, Jeder stirbt für sich allein und (ja!) Die Wohlgesinnten veritable Hits zu werden.
Ich schließe mich Beitrag 29 an- es ist sehr traurig.
Ich hoffe, dass Petras auch nach 2013 noch ab und zu am gorki inzenieren wird.
#34 Petras nach Stuttgart: Querverweisham?let 2011-10-12 16:21
es wäre doch jetzt eigentlich mal interessant, zwei vielkommentierte meldungen der letzten zeit zu verknüpfen und sich zu fragen, was die leipziger hochschule sagt, wenn die eröffnung des schauspielstudios am gorki mit einem scheidenden petras anfängt.
#35 Petras nach Stuttgart: zwei Ex-Kassler im Rentner-SüdenF.Hecker 2011-10-12 17:19
Lustig ist doch, dass Christoph Nix in Kassel nichtverlängert wurde, da Armin Petras ihm das Haus leer spielte, jetzt geht Armin als Retter nach Ba Wü und folgt seinem alten Chef, der auch die Bude voll hat, was keiner wahrhaben wollte, Na mal sehen, was die beiden Alten da anfangen im grünen Rentner-Süden. Hoffentlich kein Duckmäusertum, sondern Fundamentalopppostion.
#36 Petras nach Stuttgart: Kassel vertreibt die besten LeuteHeinrich Suso 2011-10-12 19:33
Petras (...) wäre ohne die Experimente von Nix und dessen "standing" zu ihm heute unbekannt und in Stendal geblieben (...). auch wenn die karriere klappt, sollte man nicht vergessen von wo man herkommt.Die Kassleer jedenfalls haben immer die besten leute vertrieben - so sieht auch das Theater dort aus.
#37 Petras nach Stuttgart: Was wird aus den Schauspielstudenten?salat 2011-10-12 20:04
Was passiert eigentlich mit den Leipziger Schauspielstudenten die im Gorki einen Ausbildungsplatz gefunden haben. Wie kann man denn im Juli so eine umstrtittene Verpflichtung eingehen in einer Stadt mit zwei Schauspielschulen um sich dann wenn es daran geht die Arbeit wirklich aufzunehmen aus dem Staub zu machen.
#38 Petras nach Stuttgart: Berlin ein zu hartes Pflasters.fakt 2011-10-12 22:56
bei dem ganzen gerede, machen wir uns doch nichts vor.berlin bleibt die spannendste und wiedersprüchlichste stadt und petras fühlt sich nicht richtig geliebt an diesem ort.da zieht es ihn halt doch ins biedere brave schwaben städtchen, da ist er dann ein echter "rebell und aufrührer" politischen theaters. berlin ist ein hartes anspruchvolles pflaster.da muss man schon die zähigkeit, begabung und ausdauer eines castorfs besitzen. diese hat petras nicht. leider.
#39 Petras nach Stuttgart: Alles Gute für den Tapetenwechsel!ani 2011-10-13 00:59
ich freu mich für petras - neue chancen, andere möglichkeiten und viel mehr mittel. ist doch super! ihm vorzuwerfen er würde jetzt einfach dieses viel zu harte pflaster berlin verlassen ist nur dämlich. vielleicht hat er einfach mal wieder lust auf was neues. können sich manche wohl nicht vorstellen, dass einem selbst berlin mal langweilig werden kann oder das man einfach in bewegung bleiben will und mal einen tapetenwechsel braucht. ich wünsch ihm alles gute!
#40 Petras nach Stuttgart: Hinweisani 2011-10-13 01:12
#41 Petras nach Stuttgart: selbstgemachte Starsami 2011-10-13 02:21
Wann kommt endlich nach berlin ein regisseur und kein hochstapler.diese selbstgemachte stars sind zum kotzen.
#42 Petras nach Stuttgart: Gedächtnislückenmaxim gorki 2011-10-13 02:54
lustig, wie so manches gedächtnis funktioniert. nix in kassel nicht verlängert allein wg. zuschauerschwund? aha. und petras schuld daran? die zeit der weihnachtsmärchen kommt doch erst noch.
nunja, jedenfalls hat der eine ja sein rentenparadies bereits gefunden, am schönen see...und der andere kann sich ja bei der "fundamentalopposition" von seinem alten chef noch was vormachen lassen: schließlich versteht der sich ja ganz prima mit der konstanzer stadtregierung - die ja landesweit die opposition stellt...
#43 Petras nach Stuttgart: Spatz in der Handmp 2011-10-13 03:09
@ani
sehr interessant, das zeitinterview. schon ein bißl hilflos herr petras in dem artikel, oder? warum hat er sich nicht vorher mal öffentlich luft gemacht und (zurecht!) über unterfinanzierung geklagt. sein vertrag war doch bis 2016 sicher. nun läßt sich alles leicht begründen: "ich wollte ein zeichen setzen...". naja. der spatz in der hand und die taube... nun ist er bis 2018 vom spendablen land ba wü gut versorgt. gratuliere.
#44 Petras nach Stuttgart: das Allerletzteberliner 2011-10-13 15:39
stuttgart ist echt das allerletzte. die stuttgarter, die nicht ganz verblödet sind, leben doch eh schon alle hier. hätte petras nicht wenigstens nach rostock oder schwerin gehen können? da hätte er was aufbauen und zum blühen bringen können. so machts den eindruck als gings einfach nur ums geld. echt enttäuschend find ich das. und diese hinterwäldler kaufen sich ihr hauptsstadttheater. die verstehen doch gar nicht, was so einer meint und will mit seiner arbeit.
#45 Petras nach Stuttgart: hier lässt sich was bewegentheo 2011-10-13 17:09
Hallo berliner,

aufgewacht? Die schönen Zeiten für arm aber sexy sind vorbei.

Bei mir in Stuttgart kann man eben etwas bewegen und Herr Petras wird mit offenen Armen empfangen. Hasko Weber hat gezeigt wie man mit den Verantwortlichen umgehen muss.(Ohne sich zu verbiegen)

MFG

Theo
#46 Petras nach Stuttgart: zieht doch ne Mauer hochAlina 2011-10-13 17:54
Ja ja, schon klar, alles Scheiße außer MuttiBerlin - dann zieht doch ne Mauer hoch und schmort in eurem eigenen Brei, während der Rest von Ost und West vor sich hinprovinzelt.
#47 Petras nach Stuttgart: Geplapperschauspieler 2011-10-13 18:51
Liebe Leute, es wird langsam zäh. Das hört sich wie das Geplapper von schlechten Provinzschauspielern an, die noch davon träumen, ganz groß rauszukommen. Entsprechend wertvoll sind auch eure Hinweise: objektiv, realitätsnah und fundiert.
#48 Petras nach Stuttgart: Berliner ArroganzKen 2011-10-13 21:33
Hallo berliner, Ihr Kommentar ist doch das allerletzte und leider typisch für die Berliner Arroganz ohne wat dahinter. Wahrscheinlich wird Ihr Lebensunterhalt auch durch die (Steuer)Zuwendungen (West)Deutschlands bestritten, wie bei fast der Hälfte der armen Berliner. Herzliche Grüße Ken, waschechter Berliner
#49 Petras nach Stuttgart: groß damals in KasselF.Hecker 2011-10-14 03:16
Eins dürfte doch auch "Maxim Gorki"(welch Größenwahn steckt hinter solch einem Synonym) nicht vergessen haben, dass Petras/Nix in Kassel eine große Nummer war: Werner Schroeter, Wolfram Mehring, Sebastian Baumgarten, Antje Kaiser, Horst Hawemann und Istvan Szabo, das war ein Regieaufgebot, dass dieses Theater nie mehr erleben wird und dass ein Theater nur Russen spielt oder Afrika im Fokus hat, wie Konstanz, das mach doch mal nach, du Gorki-Kenner.
#50 Petras nach Stuttgart: ich bin ThomasThomas aus Leipzig-Ost 2011-10-14 12:10
@21: Also ne, auch der Gebrauch fremder Namen ist geistiger Diebstahl. Wenn Du Dich nicht traust, Deine Meinung unter einem eigenen Namen zu verkaufen, dann behalte sie lieber für Dich. Thomas aus Leipzig-Ost bin jedenfalls immer noch ich.
#51 Petras nach Stuttgart: Geschichtsklitterungmaxim gorki 2011-10-14 17:08
@49 mal bitte nicht so pampig und persönlich werden und den (eigen)ironie-modus einschalten - sofern vorhanden. liest sich ja fast so, als wären sie einer der genannten namen selbst, für die sie sich da in die bresche schmeißen.
bisschen mehr sachlichkeit tut uns allen gut, und die beinhaltet halt auch: weg von geschichtsklitterung und vergangenheitsverklärung. die zukunft bringt also petras nach stuttgart, das ist ja nun wirklich eine wahnsinnge innovative Wahl - auf beiden seiten, übrigens - da hat berliner (post 44) schon recht, auch wenn der restliche hauptstadtschmonz der übliche (und deshalb zu vernachlässigen) ist. aber es ist halt auch ganz bestimmt viel einfacher, nach außen den großen sozialromantiker zu geben und mit solchem impetus künstler auf eine bühne zu schicken, als selbst solche (theater-?)ideale mit ein wenig konsequenz zu leben und nicht dahin zu gehen, wo [zitat aus dem zeit-interview] "Stadt und Kollegen und Menschen, die sehr deutlich signalisiert haben, dass sie ein großes Interesse an meiner Person haben" oder man es sich unter dem label einer "fundamentalopposition" (ich bitte sie!) mit dem establishment bequem macht/machen kann.
petras for rostock, weber for wuppertal und nix soll ruhig in konstanz bleiben (auch wenn er das anders sieht, wie man ja immer wieder hören und lesen kann).
#52 Petras nach Stuttgart: Süd überholt NordQuasimodo 2011-10-15 02:08
Liebe Petras- und Nixfans,
der Süden der Republik hat Glück. Zwei so erfahrene Theatermacher sind nun endlich in BaWü. Es scheint so als würde der Süden den Norden überholen. Auch überholt hat wohl der Mitarbeiter den ehemaligen Chef. Leistung zahlt sich aus und nicht Masse. Petras wird den Süden gewaltig aufmischen. Vorsicht Konstanz, sonst werdet ihr Nebenspielstätte, mit samt Afrika und Säntis.
#53 Petras nach Stuttgart: Ein Intendant empfielt den anderen?südkurierleser 2011-10-15 14:21
"Petras hat das Rennen gemacht. Er wird ab der Saison 2013/14 Intendant in Stuttgart – vorausgesetzt, der Verwaltungsrat des Staatstheaters stimmt dem Vorschlag der Findungskommission, der auch der Ex-Konstanzer Ulrich Khuon angehört, zu." entnimmt man dem südkurier: www.suedkurier.de/news/kultur/kultur/Reisende-soll-man-nicht-aufhalten;art410935,5165827
da empfiehlt der eine intendant den anderen aus der stadt?
#54 Petras nach Stuttgart: ein Problem wenigertramp 2011-10-15 17:30
wenn Khuon den Petras nach BW exportiert, hat er in BERLIN ein Problem weniger
#55 Petras nach Stuttgart: Kirche im Dorf lassengonzo 2011-10-15 19:34
@ 53, 54: also jetzt lasst mal bitte die kirche im dorf. es steht ja wohl jedem frei, die besten für neue posten zu empfehlen, insbesondere für ein haus das größter und finanziell besser ausgestattet als das gorki ist. ob petras das angebot annehmen will, liegt dann natürlich immer noch bei ihm.
#56 Petras nach Stuttgart: was dranvicki 2011-10-15 21:09
aber an 54 ist schon auch was dran. alle zweitligisten nach berlin holen und den rest exportieren.
#57 Presseschau Petras nach Stuttgart: zu einfach gedachtHafen 2011-10-17 16:27
Vielleicht kehrt Tom Stromberg zurück als Intendant und wird das Gorki übernehmen. Jetzt wo er bei Impulse aussteigen wird. Gute Kontakte zum Gorki bestehen ja durchaus. Und das Haus ist kleiner, somit besser steuerbar als Hamburg.
Wir werden sehen, was für Überraschungen auf uns Zuschauer einprasseln.
Doch der Wechsel von Petras nach Stuttgart ist zu wenig und zu einfach gedacht. Zu wenig von dem "echten", was Petras die letzten Jahre nach außen hat vermitteln wollen. Zu einfach gedacht, sich so leicht aus dem Staub zu machen. Die Probleme bleiben. Das Haus braucht einen Rückhalt.
#58 Presseschau Petras nach Stuttgart: Intendantensucheklaus wowereit 2011-10-17 19:17
wer denn fürs gorki?

peter stein?
#59 Petras nach Stuttgart: verbrannt erbien 2011-10-21 00:51
und nochmal... verbrannte menschen ( erde )

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