Die Welt ist alles, was der Fall ist

24. September 2012. Sigrid Löffler wird bei den Autorentheatertagen 2013, die vom 4. bis 15. Juni im Deutschen Theater Berlin stattfinden werden, als Alleinjurorin fungieren. Als Motto der Autorentheatertage wurde der Slogan "Das Weite suchen" gefunden.

Aus den Stücken, die AutorInnen, sofern sich nicht älter als 40 Jahre sind, bis zum 30. November 2012 an das Deutsche Theater einsenden können, wird Sigrid Löffler diejenigen auswählen, die im Rahmen der "Langen Nacht der Autoren" in Form von Werkstattinszenierungen durch Regisseure und das Ensemble des DT vorgestellt werden.

Sigrid Löffler wird mit folgenden Sätzen zitiert: "Sich an Eltern, Partnern und Kindern abzuarbeiten – das hält das Theater seit den Atriden am Laufen. Warum sich also nicht mal anderswo umsehen, jenseits der Familienaufstellung? Warum nicht das Weite suchen? Noch anderswo gibt’s eine Welt, ruft Shakespeares Coriolan – und das gilt heute mehr denn je. There is a world elsewhere – und zwar nicht nur eine Welt, sondern viele Welten. Reale, virtuelle, utopische, dystopische. Die Welt ist alles, was der Fall ist – erst recht auf der Bühne. Auch das Theater darf sich globalisieren. Ich wünsche mir welthaltige Texte auf dem Theater: Blicke, Ausblicke, Einblicke in Welten, wie sie uns heute allseits bedrängen, fordern, verändern, aber auch steuern, lenken und ablenken."

Als Alleinjuroren der Autorentheatertage am Deutschen Theater waren in den vergangenen Jahren Tobi Müller (2012), Elke Schmitter (2011) und Michael Althen (2010) tätig.

(Deutsches Theater Berlin / wb)

Kommentar schreiben