Kein Raum für Rechtsradikalismus!

Weimar, 6. Februar 2020. Die Unterzeichnenden der Thüringer Erklärung DIE VIELEN protestieren in einem Offenen Brief gegen die Wahl des FDP-Politikers Thomas L. Kemmerich zum Ministerpräsidenten des Landes Thüringen. Kemmerich, dessen Fraktion über lediglich 5 Sitze im Thüringer Landtag verfügt, hatte sich gestern mit den Stimmen der CDU und der rechtsradikalen AfD wählen lassen. Das Vorgehen ist in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte ohne Beispiel. Auf Bundesebene wird es in allen politischen Lagern abseits der AfD scharf kritisiert, für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist es ein "unverzeihlichen Vorgang", der "mit Grundüberzeugungen gebrochen habe". Merkel fordert, die Wahl rückgängig zu machen.

Verteidigung der Pressefreiheit

6. Februar 2020. Zahlreiche Kulturschaffende unterstützen den Aufruf "Julian Assange aus der Haft entlassen!", den Investigativjournalist und PEN-Mitglied Günter Wallraff zusammen mit dem ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum initiiert und heute gemeinsam mit Sigmar Gabriel (Bundeaußenminister a.D.) und Sevim Dagdelen (MdB) in der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt hat. Zu den Erstunterzeichnern zählt das das Präsidium des deutschen PEN.

Wechsel im Haus

Wiesbaden/Darmstadt, 6. Februar 2020. Bruno Heynderickx übernimmt ab der Spielzeit 2020/2021 die Ballettdirektion am Hessischen Staatsballett Wiesbaden. Der bisherige Kurator und Stellvertretender Ballettdirektor folgt auf Gründungsdirektor Tim Plegge, der sich in Zukunft verstärkt seiner choreografischen Arbeit widmen wolle, wie es in der Presseaussendung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, das das Staatsballett gemeinsam mit dem Staatstheater Darmstadt produziert. Plegge, der das Ensemble seit seiner Gründung 2014 leitet, wolle dem Staatsballett als Hauschoreograf mit einer Neukreation pro Spielzeit verbunden bleiben.

"Wir können auch anders"

Memmingen, 5. Februar 2020. Das Kuratorium der 37. Bayerischen Theatertage, die in diesem Jahr unter dem Motto "Wir können auch anders!" stattfinden, hat seine Auswahl bekanntgegeben, wie das Landestheater Schwaben als Gastgeber des Festivals heute mitteilte. Demnach wurden 25 Inszenierungen eingeladen, die "das Herzstück eines diskursiven Festivals des Gegenwartstheaters mit zugespitzter politischer Thematik" bilden sollen, so die Pressemitteilung. Die Produktionen wurden in fünf Themenreihen von den jeweiligen Kurator*innen ausgewählt:

Repräsentation eines großen Spektrums

Berlin, 5. Februar 2020. Die Mitgliederversammlungd des Fonds Darstellende Künste hat am 3. Februar einen neuen Vorstand gewählt, wie aus einer heute erschienenen Pressemitteilung hervorgeht. Neben dem wiedergewählten Vorsitzenden Wolfgang Schneider (Ehrenpräsident ASSITEJ e.V.) und dessen ebenfalls im Amt bestätigter Stellverterterin Ilka Schmalbauch (Rechtsanwältin des Deutschen Bühnenvereins) wurde die Figurentheaterspielerin und Regisseurin Ute Kahmann neu in den dreiköpfigen Vorstand gewählt.

Erfolgsgeschichte weiterführen

5. Februar 2020. Das inklusive Theater HORA in Zürich bekommt ab der Spielzeit 2020/21 ein neues Leitungsteam. Dies gab das Theater in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach soll ein Zweierteam aus der Schauspielerin und Kuratorin Yanna Rüger und Hora Leitung 2020 1718 1Neues Leitungsteam (v.l.): Stephan Stock, Yanna Rüger, Amadea Schütz, Ivna Žic, Curdin Casutt © Theater Horadem Performer und Regisseur Stephan Stock die künstlerische Leitung übernehmen. Co-Leiter*innen werden Amadea Schütz und Ivna Žic, die vor allem an der neugeschaffenen Kulturwerkstatt "Labor" des Theater HORA tätig sein sollen.

Schauspieler und Kaufmann

Lübeck, 1. Februar 2020. Caspar Sawade wird ab der Spielzeit 2020/21 Geschäftsführender Direktor am Theater Lübeck. Das melden die Lübecker Nachrichten. Sawade folgt auf Christian Schwandt, der im Juni 2019 aufgrund chronischer Unterfinanzierung seinen Rücktritt aus der Intendanz des Lübecker Mehrspartenhauses (Sprechtheater, Musiktheater, Philharmonie) nach 13 Jahren Amtszeit bekanntgab.

Abriss und Neubau statt Sanierung

31. Januar 2020. Die Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main sollen nach dem Willen des Stadtparlaments nicht saniert, sondern neu gebaut werden. Dies entschieden am Donnerstag die Stadtverordneten mit großer Mehrheit, berichtet unter anderem die FAZ Rhein Main. In den vergangenen beiden Jahren wurden in einer Machbarkeitsstudie ingesamt drei Alternativen durchgespielt und durchgerechnet: Sanierung über elf Jahre, über acht Jahre und Neubau. Vergangene Woche war dann ein  Prüfbericht vorgestellt worden, der besagte, dass ein Neubau doch billiger wäre als eine Sanierung. Der Magistrat (= die Regierung) soll nun baldmöglichst einen Vorschlag über das weitere Vorgehen beim Neubau von Schauspiel und Oper erarbeiten.

Zerfall von Gedankengebirgen

Frankfurt (Oder), 30. Januar 2020. Der mit 7.500 Euro dotierte "Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker" geht in diesem Jahr an die 1984 in Wien geborene und in Berlin lebende Autorin Magdalena Schrefel für ihr Stück "Ein Berg, viele".

Leinwand-Präsenz

29. Januar 2020. 18 Filme aus 18 Ländern zeigt der Wettbewerb der Berlinale in diesem Jahr. Das gaben die Internationalen Filmfestspiele Berlin heute bekannt.