"Verbreitung homosexueller Propganda"

Komsomolsk am Amur, 3. Dezember 2019. Die russische Theatermacherin, LGBT-Aktivistin und Leiterin des Kindertheaters "Merak" in der südost-russischen Stadt Komsomolsk am Amur, Yulia Tsvetkova, ist wegen des Verdachts der "Verbreitung homosexueller Propaganda" verhaftet worden. Das melden unter anderem das Portal PinkNews und die russischsprachige Seite The Village. Gegenstand der Ermittlungen sei unter anderem eine von Tsvetkova verwaltete Social-Media-Seite, auf der "Vagina-Zeichnungen" zu sehen seien und Nutzer*innen aufgefordert würden, diese zu teilen, um "das Tabu zu brechen". Tsvetkova sei demnach an einem Bahnhof von der Polizei in Gewahrsam genommen und verhört worden, ihre Wohnung und Büroräume seien durchsucht worden. 

20 Jahre am Wiener Burgtheater

Wien, 3. Dezember 2019. Der ehemalige Burgtheater-Schauspieler Kurt Schossmann ist am 25. November 2019 im Alter von 85 Jahren verstorben. Das teilt das Wiener Burgtheater in einer Presseaussendung mit.

Nationale und internationale Erfahrung

2. Januar 2019. Der Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) hat heute auf seiner Sitzung in Frankfurt (Oder) der Berufung von Ruth Heynen als neuer Schauspieldirektorin zugestimmt. Das teilte das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Brandenburg per Presseaussendung mit. Ruth Heynen beginnt ihre Tätigkeit der Mitteilung zufolge mit Beginn der Spielzeit 2020/21. Als Generalmusikdirektor des Staatstheaters Cottubus wurde Alexander Merzyn bestätigt. Der gebürtige Kieler des Jahrgangs 1983 ist seit 2017/18 Dirigent in Cottbus und bereits seit August 2018 kommissarischer Generalmusikdirektor.

Historische Schuld des Konservatismus

Berlin, 2. Dezember 2019. Das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) hat eine neue Aktion gestartet – im Berliner Regierungsviertel zwischen Bundeskanzleramt und Bundestag haben die Aktionskünstler*innen nach eigenen Angabe eine (zunächst provisorische) Gedenkstätte in Form einer Säule errichtet, die Knochenasche von Opfern des Nationalsozialismus enthalte. Auf der Suche nach Überresten der Körper von Ermordeten habe die Gruppe an 23 Orten in Deutschland, Polen und der Ukraine über 200 Erd-Proben genommen, so eine Pressemitteilung des ZPS.

Rückenwind

1. Dezember 2019. Mehr als 20.000 Menschen hätten bereits bei "einer Unterschriftenaktion im Internet" für die Sanierung des Landshuter Stadttheaters gestimmt. Das meldet die Süddeutsche Zeitung mit Berufung auf dpa. Die Online-Petition läuft bis heute.

Tarifsteigerungen werden ausgeglichen

29. November 2019. Niedersachsens kommunale Theater sowie das Göttinger Symphonie Orchester sollen laut Haushaltsentwurf des Niedersächsischen Landtags wie bereits im Vorjahr auch 2020 einmalig drei Millionen Euro zusätzliche Fördermittel erhalten. Zugleich sagt die CDU-SPD-Regierung eine Übernahme der Tarifsteigerungen in 2020 zu. Das geht aus einer Presseaussendung des Theaters Lüneburg zu. Lüneburg zählt gemeinsam mit den städtischen Theatern in Celle, Göttingen, Hildesheim, Osnabrück und Wilhelmshaven zu den vom Land mitfinanzierten Bühnen.

Felsenfest im Sattel

28. November 2019. Vorzeitig hat die Stadt Wunsiedel den Vertrag von Birgit Simmler, Intendantin der Luisenburg-Festspiele, um weitere sechs Jahre verlängert. Bis 2027 wird sie das Open-Air-Festival leiten, wie die Süddeutsche Zeitung meldet.

Mangelnde Verwurzelung

Mülheim an der Ruhr, 27. November 2019. Die Konzerte des kurdischen Folk-Sängers Mem Ararat am 11. Dezember 2019 im Theater im Pumpenhaus/Münster und am 12. Dezember 2019 im Theater an der Ruhr/Mülheim können nicht wie geplant stattfinden: Grund ist die endgültige Visaverweigerung für zwei kurdische Musiker seiner Band durch die Deutsche Botschaft in der Türkei. Das teilt das NRW Kultursekretariat in einer Presseaussendung mit.

Esprit und Improvisationskunst

Berlin, 27. November 2019. Der Schauspieler Samuel Finzi wird bei der kommenden Berlinale, den 70. Berliner Filmfestspielen, die Eröffnung und die Preisverleihung moderieren. Das teilt das Pressebüro der Berlinale mit.

Nicht locker gelassen

Berlin, den 27. November 2019. Das von der bulgarischen Politikerin Mariya Gabriel (von der konservativen GERB-Partei) geleitete EU-Kommissariat wird künftig entgegen vorherigen Plänen doch den Namen der "Kultur" im Titel tragen. Es heißt jetzt Kommissariat für Forschung, Innovation, Bildung, Kultur und Jugend. Das teilt der Deutsche Kulturrat unter Berufung auf die Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula van der Leyen zur Vorstellung des Kommissariats (Quelle: Minute 33:50 im Video) mit.