Das Internet als Hochhaus und Theaterstück

von Steffen Becker

Mannheim, 24. Januar 2020. Das Nationaltheater Mannheim stellte seiner Hausautorin Enis Maci eine Wohnung in einem Hochhaus zur Verfügung. In der Einführung zur Uraufführung von ihrem Stück "Bataillon" heißt es, dieser Ort habe sich auf den Schreibprozess ausgewirkt. Das ist eine glatte Untertreibung. Nicht nur spielt ein Hochhaus, in dem – unter anderem – Monica Lewinsky einen Friseursalon betreibt und einer Klimaflüchtigen die Spülung ihres Lebens verpasst, in dem Auftragswerk eine tragende Rolle. In einem Architekturführer ist über das Collini-Center zu lesen, dass es in unübersehbaren Kontrast zur Stadt gesetzt wurde und die Architekten es als Einheit im Sinne eines Organismus auffassten. Das ist auch Leitprinzip der Textarchitektur von Enis Maci.

Tanz der Zeittotschläger

von Esther Boldt

Mannheim, 29. November 2019. "Es ist leicht, auf dem Papier zu philosophieren. Aber wie erträgt man dieses Leben?", fragt Kostja. Für einen Moment erstarren die Gesten der Umstehenden, für einen Moment herrscht Schweigen. Dann lachen und plaudern sie weiter, als sei nichts geschehen. Dabei ist die ganze Gesellschaft bereits vergilbt, steckt in fast ununterscheidbaren, sonnengelben Anzügen und Kleidern. Der Sturm der Gezeiten hat sie wieder an diese Küste gespült, wie Strandgut. Allein, die Jahre sind nicht spurlos an ihnen vorübergegangen.

Ohne Schrecken und Schauder

von Thomas Rothschild

Mannheim, 27. September 2019. Klar. Eine heutige Athene wagt es nicht, ihren Freispruch für Orest ernsthaft damit zu begründen, dass sie von keiner Mutter geboren wurde und deshalb kein "Weib" begünstigen werde, das seinen Mann umgebracht hat. Derlei frauenfeindliche Parteinahme verbietet der aktuelle Konsens wie Metternichs Zensur einst Majestätsbeleidigung. Ach wie fad ist doch ein Theater, das sich weder auf historische Normen und Bedingungen einlassen, noch gegenwärtige Übereinkünfte auf ihre Relativität überprüfen, sondern nur den herrschenden Konsens bestätigen möchte.

Macht und Amoral

von Steffen Becker

Mannheim, 21. Juni 2019. "IM ANFANG WAR DER STEIN, DER STEIN UND DIE BAHNTRASSEN (...) UND DIE ANKUNFT VON MENSCHEN ALLER NATIONALITÄTEN, DIE ALLE DENSELBEN DIALEKT SPRACHEN: SEX-COLTAN“, schreit der Text. Auch die Menschen, die den Mannheimer Club "Disco 2" betreten, um im afrikanischen Club "Tram 83" zu landen, sind abhängig vom Erz Coltan. Zumindest, wenn sie ein Smartphone ihr Eigen nennen. Schlechtes Gewissen müssen sie trotzdem nicht haben. Denn Fiston Mwanza Mujila hat mit seinem Roman keine Anklageschrift verfasst. Sein Thema ist weniger das Coltan als der Sex.

Macht contra Leben

von Shirin Sojitrawalla

Mannheim, 20. Juni 2019. Bei Schiller steht Elisabeth am Ende in ruhiger Fassung da und bezwingt sich, wie man das von ihr kennt, bis der Vorhang fällt. In Mannheim indes rutscht Elisabeth zusehends aus dem Fokus, und Maria Stuart schiebt sich auch zum Schluss wieder ins Scheinwerferlicht, bezwungen zwar, aber ruhig, und extrem lässig zündet sie sich noch eine Zigarette an, bevor das Licht ausgeht.

Allein unter Lemuren

von Harald Raab

Mannheim, 30. März 2019. Ein dickes gelbes Entchen im Maxiformat mit rotem Schnabel und roten Watschelfüßen begrüßt das Publikum. Das possierliche Wesen unternimmt tollpatschige Versuche, auf die Bühne zu gelangen. Es gelingt ihm nach einigen missglückten Versuchen endlich. Aus dem Wuschelkostüm schält sich der Clown – Hauptfigur eines Theaterabends, den man so schnell nicht vergessen wird.

Im Schatten der Camorra

von Thomas Rothschild

Mannheim, 24. Februar 2019. Die epidemische Verbreitung des Mitmachtheaters, der Angleichung an die Wirklichkeit auf Kosten der Artifizialität als auch der Romanbearbeitungen währt nun schon mehr als ein Jahrzehnt. Ebenso lang tadeln Verächter diese Moden. Das langweilt auf die Dauer. Man muss sich wohl mit ihnen abfinden wie mit der Abnahme der Regentage im Sommer. Freilich: Die Gründe für die Ablehnung sind deshalb nicht weniger zutreffend als die der Bahnfahrer, die unablässig die Verspätung von Zügen anprangern.

Tot gelabert

von Alexander Jürgs

Mannheim, 1. Dezember 2018. "Ich bin kein Schamane", sagt die Scham. Das entspricht ziemlich genau dem Humorniveau des an Kalauern nicht armen Abends. "Findet uns das Glück?" heißt er, der Regisseur Stefan Otteni hat ihn, inspiriert vom seit Jahren abstrus erfolgreichen Coffeetablebook "Findet mich das Glück?" des Schweizer Künstlerduos Fischli und Weiss, gemeinsam mit den Schauspielern, auch bei einigen öffentlichen Proben, erarbeitet.

Spurensuche im Kanzlerbungalow

von Elisabeth Maier

Mannheim, 29. September 2018. Keine zehn Kilometer Luftlinie entfernt von Oggersheim, dem Heimat- und Sterbeort von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, ist jetzt am Nationaltheater Mannheim eine wütende Abrechnung mit dem als Stifter der deutschen Einheit oft verherrlichten CDU-Politiker zu sehen. Den distanzierten Blick auf die deutsche Polit-Ikone wagt der Schweizer Dramatiker Lukas Bärfuss in seinem Auftragswerk, das jetzt in der Regie von Sandra Strunz uraufgeführt wurde.

Knallbunte Kolonial-Kiste

von Steffen Becker

Mannheim, 28. September 2018. Als das Theater in Mannheim Friedrich Schillers "Die Räuber" 1782 uraufführte, verlegte der Intendant die Handlung kurzerhand ins Mittelalter. Verlorene Zensoren-Müh' – das Stück um den Kampf zweier Brüder, um Erbe und Freiheit erregte die Zeitgenossen. 2018 steht der neue Hausregisseur Christian Weise vor einem ganz anderen Problem. Neue Intendanz, erste Premiere. Da liegt die Wahl des mit Mannheim so verbundenen Klassikers nahe. Sonderlich enthusiastisch klingt das Programmheft allerdings nicht. "Der Plot ist für einen heutigen Rezipienten nicht mehr zeitgemäß." Nimm dies, Schiller!

Männer spielen Nazis, Frauen gehen ab

von Steffen Becker

Mannheim, 9. Juni 2018. Auf dem Traumschiff oder im Nazibunker? Nehmen wir an, Sie wären Schauspieler*in. Wo sähen Sie sich lieber? Was würde Ihrer Karriere eher nutzen? Die Autorin Theresia Walser und ihr Regie-Symbiot Burkhard C. Kosminski verweben für die Ergründung dieser Frage zwei Stücke: "Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm" war Walsers erstes Werk in Mannheim, unzählige Male gespielt, in Mannheim und anderswo. Alternde Hitler-Darsteller unterhalten sich darüber, ob man so eine Figur überhaupt spielen darf (aber eigentlich, wer es besser hinbekommen hat).

Wut mit Kulisse

von Alexander Jürgs

Mannheim, 5. Mai 2018. Hier spricht das Prekariat. Überlebensgroß, die Köpfe fünf, sechs, sieben Meter hoch, neongreller Hintergrund. Per Videoprojektion lässt Volker Lösch die Pizzaboten und Putzkräfte, die Mini- und Ein-Euro-Jobber, die Zeitarbeiter und die Soloselbständigen, die freie Werbegrafikerin, die Regieassistentin, den Mann von der Security-Firma, der kaum einmal weniger als zwölf Stunden schuftet, zu Wort kommen. Sie sprechen vom Druck bei der Arbeit, von den miesen Löhnen, von den Gängelungen durchs Jobcenter, von der Scham, am "gesellschaftlichen Leben" nicht teilhaben haben zu können, und davon, wie schwer es ist, sich gegen all diesen Mist zu organisieren. "Das Schlimme ist, dass jeder, der Vollzeit arbeitet und das Leben genießt, nicht weiß, was das bedeutet: Hartz IV", sagt eine Frau. "Hartz IV, das ist wie ein Todesurteil."

Weg mit der Zeit

von Harald Raab

Mannheim, 19. April 2018. Wenn ein ausgestopftes Huhn auf Rollen über die Bühne gezogen, eine alte Frau von einem Schauspieler gemimt wird, der seine Perücke verliert und uns seinen Glatzkopf zeigt; wenn sich Männer im Suff in den Armen liegen und wie Wilhelm-Busch-Karikaturen grotesk herum hopsen und irgendwann einer sich einen Wassereimer über den Kopf stülpt, dann ist das: eine Komödie!

Gesellschaft im Verzug

von Alexander Jürgs

Mannheim, 15. Dezember 2017. Die Stimme kommt aus dem Dunklen. Sie klagt, sie zeigt die Angst. Es ist ein Sohn, der da spricht, ein Sohn, dessen Vater sich, aus welchem Grund auch immer, selbst angezündet hat, ein Sohn, der sich nun nicht in dieses Krankenhauszimmer traut, in dem der Vater liegt. Eine Hautpartikelwüste nennen die Ärzte den Körper des Mannes. Verbrannt auf Stufe drei. Während David Müller den Monolog dieses Sohnes spricht, entzündet er Streichholz um Streichholz. Das Feuer lodert, erhellt sein Gesicht.

Diktatur des positiven Denkens

von Shirin Sojitrawalla

Mannheim, 7. Oktober 2017. Wäre es nach Noah Haidle gegangen, hätte aus dieser Cookie ein weiblicher Willy Loman werden können. Eine Handlungsreisende in Sachen Schönheit, die wahnsinnig wird am amerikanischen Traum und der Diktatur des positiven Denkens. Bei Burkhard C. Kosminski ist Cookie eine aufgekratzte Wanderpredigerin, für die Aufgeben überhaupt keine Option ist, immer streng nach der Devise: Mit einem Messer im Rücken gehe ich noch lange nicht nach Hause. Cookie erscheint in Mannheim nicht wie ein Mensch, sondern wie eine Comicfigur.

Lieben und lieben lassen

von Steffen Becker

Mannheim, 27. September 2017. Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben? Das fragen die Autorin Anja Hilling und Regisseurin Friederike Heller in Mannheim eine Schar erwartungsfroher Schwarz-/Weiß-Menschen. Entsprechend ihrer Farben sortieren sie sich auf der Bühne in die einzigen Rollen, die das Stück bietet: Liebende und Geliebte. Beschworen wird die Magie eines Sommernachttraums. Die Protagonisten appellieren aneinander, es zu treiben und dabei die "wahre Nummer deiner Jahre" zu nennen.

Flugsand im Wind der Zeit

von Harald Raab

Mannheim, 22. Januar 2017. Papier, Papier: eine ganze Bühne voll weißer Papierbahnen. An den Wänden, an der Decke, am Boden. Selbst der Vorhang ist aus Papier. Das Papier verweist auf das Experiment, eine märchenhafte Erzählung zu spielen: Hier wird weniger direkt agiert als berichtet, dass gehandelt wird. Hier wird meist nicht dialogisch gesprochen, sondern auch erzählt, dass jemand etwas gesagt hat. Statt unmittelbarer Dramatik ein Narrativ à la Gebrüder Grimm.

Was das Netz mit uns macht

von Alexander Jürgs

Mannheim, 15. Januar 2017. Was für eine kranke Idee. Aber besonders abwegig oder gar undenkbar erscheint sie einem dann doch nicht. Da ist ein Elternpaar, das heimlich Filme davon dreht, wie es seine Tochter – Martina, sieben Jahre alt, Pferdeschwanz und niedliche Kleidchen tragend – zurechtweist, mit Vorwürfen überhäuft und belehrt. Die Videos davon stellen die beiden ins Netz, damit verdienen sie ihr Geld. Und die, die diese Filme konsumieren, dürfen auch noch Wünsche äußern, dürfen Situationen bestellen, die das Paar dann an der Tochter durchexerziert. "Scripted reality", inszenierter Familienkrach, der möglichst "natural" rüberkommen soll. Schöne kaputte Facebook-Welt.

"Nicht mit mir, Freunde!"

von Alexander Jürgs

Mannheim, 12. November 2016. Das Bühnenbild gibt vor, worum es gehen wird: Dass das Geschlecht eine Falle ist, dass es den Lauf eines Lebens bestimmt. Dieses Bühnenbild hier ist ein knallrosa Teppich aus Plüsch. Aufgehängt an der Decke breitet er sich über den kompletten Boden aus. Und aus dem Schlitz in der Mitte dieses Plüschmonsters wird nun eben ein Mädchen, wird Norma geboren und in die Welt geworfen. Auf dem Rücken liegt sie da, strampelt mit den Beinen, wird bespaßt, gewickelt und gequält.

Postfaktisches Theater

von Steffen Becker

1. November 2016. Mitte Januar platzte eine Bombe in Mannheim. Kurz nach der Kölner Silvesternacht wurde eine Frau von einem Flüchtling vergewaltigt – direkt am Wahrzeichen der Stadt, dem Wasserturm. Er soll nordafrikanisch ausgesehen und eine Jacke getragen haben wie sie als Spende in der nahegelegenen Erstaufnahmeeinrichtung verteilt worden war. Im Mannheimer Nationaltheater fragt Klaus Rodewald, Moderator der Uraufführung "Spiel ohne Grenzen", ob das Publikum das für wahr oder falsch hält – und ob es ein gutes oder ein schlechtes Gerücht ist.

Paule Popstar steigt auf und ab

von Michael Laages

Mannheim, 3. Oktober 2016. Gewisse Ähnlichkeiten gibt’s zwischen Lutz Hübner und Simon Stephens – beide Dramatiker sind unerhört produktiv und werden extrem regelmäßig ur- und erstaufgeführt, und nachgespielt obendrein. Und beiden gelingt das mit einer Methode, die derart handfest und wasserdicht ist, dass es kaum noch darum geht, ob stärkere oder schwächere Theatertexte aus ihrer Schreibwerkstatt auf die Bühnen gelangen. "Blindlings", das Anfang des Jahres in Kiel von Ulrike Maack und Wilfried Minks erstaufgeführte Stephens-Stück, war allemal ein stärkeres, vom Kindsmord war die Rede. Fast so stark war es wie "Pornographie", das stärkste des Engländers, das die Bombenanschläge in London vor gut zehn Jahren zum Gesellschaftspanorama auffächerte. "Birdland" jetzt, das Burkhard C. Kosminski sich vorgenommen hat, Schauspiel-Intendant am Nationaltheater in Mannheim, ist demgegenüber ein sehr schwaches.

Jetzt neu: Der Puppen-Macho mit Knöpfen

von Harald Raab

Mannheim, 26. Mai 2016. In roten und schwarzen Ganzkörper-Trikots wuseln sie wie Lemuren im dunklen Bühnenraum herum. Weißer Nebel wabert. Volkes Stimme als antiker Chor. Er verkündet, dass es aus der Verstricktheit des Lebens keinen Ausweg gibt. Später, in Frack und Hut, wird die Truppe zur "Gesellschaft der Freunde des Verbrechens". Sie sorgt dafür, dass jeder brav im Mainstream mitmarschiert. "Vergewaltigen, erschießen, ausweisen", ist ihr Schlachtruf.

Es ist vorbei! Oder will der nur spielen?

von Ralf-Carl Langhals

Mannheim, 21. Mai 2016. Mit einem Schlag wird es dunkel. Was im Einlasslicht wie eine schlichte Schräge aussah, offenbart sich als Schuttrampe in Förderbandoptik, eine geniale wie halsbrecherische Bühnenidee von Carola Reuther. Wie Zuckerrüben oder gar die männlichen Küken, die derzeit auf allen TV-Bildschirmen dem sichern Tod durch Schreddern entgegenrumpeln, poltern die Darstellerinnen mit vollem Körpereinsatz und lautem Getöse gefährlich nah zur Bühnenrampe. Was für ein Auftritt! Schlammverschmiert stürzen sich 18 hochmotivierte junge Damen prompt in den Text: "Zeus, Schützer der Flehenden, seh’ gnädig herab auf unseren Zug, der zum Schiff sich erhob...". Aus Ägypten sind sie vor der Zwangsverheiratung mit ihren Vettern geflohen und begehren nun Schutz im griechischen Argos.

Güte geht durch den Magen

von Thomas Rothschild

Mannheim, 20. Januar 2016. Brechts Shen Te hätte diese Köchin einer Highschool-Cafeteria mit dem sprechenden Namen Constant warnen können. Aber Constant bleibt bis zum Ende ein guter Mensch, und das geht übel aus. "Du bist immer so fröhlich", sagt ihre Freundin Sylvia (Carmen Witt) zu ihr. Und Constant weist ihren Partner Tom Collins (Michael Fuchs), der seine Vaterschaft leugnet, auf eine Besonderheit der gemeinsamen Tochter hin: "Ihr Mund. Immer mit kleinem Lächeln in den Winkeln. Wie ich."

Menschen in Bumshotels

von Harald Raab

Mannheim, 9. Januar 2016. "Sie sagt, sie ist die Biene und ich bin der Wal. So kommen wir nie zusammen." Es ist wohl auch besser so für den Jungen mit der Brille (Sven Prietz). Erfülltes Liebesverlangen hat eine immer kürzere Halbwertszeit. Er arbeitet an der Rezeption eines billigen Stundenhotels drunten am Hafen und muss drei One-Night-Stands mit Wiederholungscharakter sorgfältig auseinandersortieren. Seine Auserwählte, das Mädchen mit dem Fahrrad (Anne-Marie Lux), werkelt droben auf dem Berg. Eine Liebesbeziehung moderner Art. Statt heißer Küsse in Echtzeit SMS-Sehnsuchtsgeflüster. Jugendmoral im lustfreien japanischen Arbeitsalltag heute, während die Elterngeneration noch die Kreuz und die Quer realiter vögelt – wenn auch mit schlechtem Gewissen.