Rebellen aus gutem Grund

von Sascha Westphal

Bonn, 31. Januar 2020. Die Bühne ist nichts als eine große Gruft. Im Hintergrund hängen ein paar Neonröhren an beweglichen Wandteilen und tauchen die Szenerie in ein fahles Licht. Auf einem niedrigen Podest in der Nähe der Rampe liegen acht Menschen dicht gedrängt beieinander. Zunächst sind sie in dem bedrückenden Halbdunkel nur zu erahnen. Ein erster Verweis auf die Berge von Leichen, die Karl Moors Räuberbande im Zuge ihres Strebens nach Freiheit auftürmen wird. Schließlich erheben sich die Acht und sprechen gemeinsam einige Sätze aus Franz Moors Monolog, in dem er seine Hässlichkeit beklagt. Ein Chor von Wiedergängern, lebenden Toten, die aus dem späten 18. Jahrhundert den Weg zu uns ins 21. Jahrhundert gefunden haben, um sich sogleich in zwei Vierergruppen zu spalten.

Die Gier, das Leiden und die Lachkrämpfe

von Sascha Westphal

Bonn, 6. Dezember 2019. "Ich durchschaue mich nicht." In diesem einen kurzen Satz liegt die ganze Verzweiflung Argans. Dieser Mann, dem es an nichts fehlt, der reich ist und glücklich sein könnte, leidet unermesslich, denn er leidet an sich selbst. Er gibt sich selbst Rätsel auf, und Rätsel schaffen Zweifel und Unsicherheit. Und die machen ihn wiederum krank, zumindest in seiner Vorstellung. Die Sehnsucht, sich und damit alles zu durchschauen, ist eben auch die Sehnsucht nach dem einen, was auch Argan nicht kaufen kann, nach dem ewigen Leben.

Wink von der Grinsekatze

von Gerhard Preußer

Bonn, 12. September 2019. Lustig muss ein Lustspiel sein. In der Hinsicht musste man bei Lessing schon immer etwas nachhelfen. Die berühmteste deutsche Komödie wurde von allen Unterhaltungsschiedsrichtern immer wieder für zu ernst befunden. Charlotte Sprenger legt in ihrer Inszenierung im Bonner Schauspiel nun sehr kräftig nach. So lustig, dass einem an dem langen Abend die Lust vergeht. Und vielleicht auch vergehen soll.

Feministische Geisterbahn

von Gerhard Preußer

Bonn, 24. Mai 2019. Die Angelegenheit brennt auf den Nägeln. "Burning Issues", die Veranstaltungsreihe gegen die Benachteiligung von Frauen an den Theatern, nahm ihren Ausgang vom Schauspiel Bonn. Nun haben Volker Lösch und Christine Lang in Bonn – nachdem Nicola Bramkamp, die Initiatorin von "Burning Issues", Bonn längst den Rücken gekehrt hat – einen brandheißen Theaterabend zum Thema angefacht. So zeigt das Theater nicht nur seine Fähigkeit zur Selbstreflexion, sondern auch seine Fähigkeit zur Selbstdarstellung. Seht her, unsere Probleme sind eure Probleme.

Keine Freiheit, nirgends

von Sascha Westphal

Bonn, 15. November 2018. Realismus war für Jean Genet ein Irrweg, den es zu meiden galt. Und ganz Unrecht hatte das enfant terrible der französischen Nachkriegsliteratur damit nicht. Das Vertraute und das Alltägliche laden zumindest im Theater leicht zu vorschnellen Schlüssen und damit auch zu ungenauem Sehen ein. Was man schon zu kennen meint, mit dem muss man sich nicht weiter beschäftigen. Stilisierungen und Verfremdungen, so wie sie Genet für sein überhitztes Spiel von zwei Zofen und ihrer Herrin vorschwebt, können dagegen den Blick schärfen. Wenn, wie der Autor fordert, Männer diese drei mit unsichtbaren Ketten aneinandergeschmiedeten Frauen verkörpern, tritt der existentialistische Spielcharakter des Stücks deutlicher zu Tage.

Rohrspatz und Raubvogel

von Cornelia Fiedler

Bonn, 22. März 2018. Strahlend blauer Himmel ist mitunter nicht echt, sondern nur eine täuschende Spiegelung in einer Fensterscheibe. Und dann geht alles ganz schnell: ein dumpfer überlauter Schlag, ein blutiger Fleck auf der Scheibe, ein kleiner toter Vogelkörper fällt zu Boden. Genauso sieht auf der Bühne der Kammerspiele Bad Godesberg ein Suizid aus: ein Knall, eine Blutkapsel zerplatzt am Fensterglas, ein Körper sackt leblos nieder.

Der gute Nachbar und die Zombies

von Friederike Felbeck

Bonn, 27. Januar 2018. Die Paarung funktioniert: junge preisgekrönte Regisseurin (Jahrgang 1984), Absolventin der Theaterakademie Hamburg, geübt in Entwicklungszusammenarbeit und Politikwissenschaft, 2016 in der Kategorie "Herausragende Inszenierung" mit dem Rolf Mares Preis in Hamburg ausgezeichnet, trifft auf ebenso jungen Schweizer Dramatiker (Jahrgang 1984), ausgezeichnet mit dem Kleist-Förderpreis 2015. Gemeinsam hecken sie ein Stück aus, das die Unsicherheit der Menschen und ihre geheime Sehnsucht nach modernen Superhelden offenlegt und das nun als Auftragswerk des Theater Bonn in der Werkstatt uraufgeführt wurde.

Welt ohne Rückgrat

von Dorothea Marcus

Bonn, 25. Januar 2018. Es war wohl eine historische Zäsur. Und es war schon wieder ein 9. November: die Nacht, in der Donald Trump die US-Wahlen gewann. Der Abstand zu jenem mythischen 9. November 1989, an dem die Mauer fiel und der das Ende des Sozialismus markiert, könnte nicht größer sein. Mit der Thematisierung der US-Wahl und seinem Stücktitel markiert Autor Thomas Melle etwas, was er als Zeitenwende ansieht: das Ende des Bürgertums, seine inhaltliche Entleerung unter Beibehaltung alter bürgerlicher Posen.

Susi, Mimi und ich

von Dorothea Marcus

Bonn, 9. September 2017. Die Fakten sind haarsträubend und stellen Bauskandale um BER, Elbphilharmonie, Kölner Oper und Stuttgart 21 locker in den Schatten. Eine Provinzstadt sucht, weil sie ihren Hauptstadtstatus verloren hat, neuen Glanz im internationalen Kongresswesen und braucht dafür ein repräsentatives Haus. Sie findet einen Investor, der den gleichen Namen wie ein bekannter Autokonzern trägt, dessen Initialen "SMI Hyundai" allerdings lediglich seine Frau (Susi), seine Tochter (Mimi) und sich selbst (I) bezeichnen und dem jegliches Eigenkapital fehlt. Die Baukosten explodieren bald von einst 140 auf 300 Millionen Euro, davon sind die Projekt- und Planungskosten rund fünfmal höher als die Baukosten, die Stadt bürgt entgegen aller Versprechungen vollständig. Windige Investoren mit Sitz in Steueroasen steigen ein, im September 2009 ist Baustopp, alle beteiligten Firmen gehen insolvent, es folgen Razzien, Ermittlungen, Anklagen – nur niemals gegen Bedienstete der Stadt Bonn.

Aber ich bin nicht ich!

von Gerhard Preußer

Bonn, 27. April 2017. Warum ist ein Theaterabend interessanter als ein Wikipedia-Artikel? Dumme Frage! Weil die Subjektivität des Autors, des Regisseurs, der Schauspielerinnen und Schauspieler die versammelten Subjektivitäten der Zuschauer in Schwingung bringen, weil der Abend in einer konzentrierten Gemeinschaft erlebt wird. All diese Vorteile verspielt Simon Solbergs Stückentwicklung "BND – Big Data is watching you" in den Bonner Kammerspielen.

Das Glück ist ein schwarzer Vogel

von Dorothea Marcus

Bonn, 7. Oktober 2016. "Für alle, die zu schwach sind, das Leben einfach so auszuhalten", steht als Motto über Fritz Katers (alias Armin Petras') neuestem Stück "Love you, Dragonfly. Sechs Versuche zur Sprache des Glaubens". Ein "Dragonfly", dramatischer Name für eine schlichte Libelle, kommt darin nur einmal kurz vor – in einem der härtesten Monologe des Abends, kurz bevor das einsame 13-jährige Mädchen "M" von einem Alkoholiker vergewaltigt wird und in den See geht, ist es die Libelle, die "durchsichtig blau und wunderschön braun" den Zug der von ihm gequälten Wesen anführt.

Totsein ist kein Wunschkonzert

von Gerhard Preußer

Bonn 14. April 2016. Was entsteht, wenn der Tod nicht mehr als Ende akzeptiert wird, der Mensch aber sterblich bleibt? Ein unruhiges Hin- und Herirren von unlebendigen und untoten Geistern. Solche ruhelosen Gespenster, "Außenseiter ihres eigenen Lebens", versammelt Lukas Linder in seinem neuesten (seinem zehnten) Stück um eine Leerstelle namens Franz.

Wer sind denn wir?

von Gerhard Preußer

Bonn, 13. Februar 2016. Gelb ist der Feind: das Reclam-Heft. Gelb, die Signalfalbe für den Zwang zum Überholten, Überflüssigen, für das, wogegen das Theater als Gegenwartskunst anspielt. Gelb ist die Plattform, auf der man in Bonn Lessings "Nathan" spielt. Und die Reclam-Hefte werden dem Lehrer um die Ohren geworfen.

Schuld und Recherche

von Stefan Keim

Bonn, 21. Januar 2016. Ein Junge mit nacktem Oberkörper, in erotischer Pose. Jesko Drescher empfängt dieses Bild auf seinem Handy – und fährt fast eine Schulklasse über den Haufen. Er ist völlig verwirrt, denn er erkennt sich selbst auf dem Foto. Wer es ihm geschickt hat und aus welchem Grund, weiß er nicht. Sein geordnetes und erfolgreiches Leben verändert sich von Grund auf.

Ford, steh uns bei!

von Sascha Westphal

Bonn, 18. September 2015. Niemand hat auch nur den geringsten Einfluss darauf, in welcher Kaste er sein ganzes Leben verbringen muss. In Aldous Huxleys "Schöner neuer Welt" entscheiden die Ingenieure in den Brut- und Normzentralen des Weltstaats über die Zukunft eines jeden von ihnen gezüchteten Menschen. Die Embryonen und Föten, die in diesen Menschenfabriken künstlich gezeugt werden, sind so gezielt manipuliert, dass sie in Körperbau und Intelligenz den Anforderungen ihrer späteren Aufgaben entsprechen. Nach der Geburt werden sie dann über Jahre hinweg konditioniert, dass sie eben diese Aufgaben nicht nur erledigen, sondern lieben. So hat jeder seinen festen Platz und nicht das geringste Bedürfnis, ihn zu verlassen.

Raus aus der Mütter Blümchenhölle

von Friederike Felbeck

Bonn, 17. September 2015. In langen Spalieren sind durchsichtige mit frisch geernteten Äpfeln prall gefüllte Säcke hintereinander aufgereiht. Die Felder scheinen so weit wie das Auge reicht. Dieser Umzug sollte einer ins Freie sein – raus aus der Enge und den niedrigen Zimmern einer winzigen Farm in Connecticut hinaus in die Weite Kaliforniens in einen üppigen Garten Eden. Das Bühnenbild von Sandra Rosenstiel macht es uns eindrucksvoll klar: Gerade noch heben sich die Figuren kaum gegen eine bis in die letzte Ecke mit Blümchentapete ausgelegte Puppenstube ab, da stehen sie schon verloren in der sengenden Sonne auf weiter Flur. Am Ende rollen die ungezählten Äpfel auf uns zu, und das verheißungsvolle Paradies wird zu einer gefährlichen Schlitterpartie für die, die sich es erträumten.

Das lächerliche Licht

von Sascha Westphal

Bonn, 23. April 2015. Die "Roi des Belges", ein kleiner und etwas notdürftig zusammen gezimmerter Flussdampfer, den Julia Kurzweg mitten auf die Bühne der Halle Beuel, der Außenspielstätte des Schauspiel Bonn, gestellt hat, befindet sich von Anfang an in leichter Schräglage. Ein deutliches Bild für die Realität des europäischen Kolonialismus. Die, die vorgeben, Licht in die Finsternis zu bringen, wollen in Wahrheit doch nur ihren immer größer werdenden Hunger auf Elfenbein und Diamanten, Coltan und Gold befriedigen.

Etwas ist faul im Ferienparadies

von Dorothea Marcus

Bonn, 24. Januar 2015. In Rimini geht der Bürgermeister sogar zu Beerdigungen in quietschbuntem Bademantel. Ein junger Mann ist ums Leben gekommen, vielleicht durch eine Schiffsschraube – sauber hat sie Arme, Beine und fast sogar den Kopf abgetrennt. Seine Trauer kann Bürgermeister-Darsteller Sören Wunderlich gut unter Kajalstrich und blondiertem Schopf verbergen. Jovial und mit großer Geste spricht er zunächst von Rache, dann von einem bedauerlichen Unfall – und dankt danach erstmal seinen Wählern. Um schließlich über den Toten herzuziehen, der das "Gen der Einwanderer trug: Verbrechen und Chaos". Sören Wunderlich, erst eine Woche vor der Premiere für den erkrankten Bernd Braun eingesprungen, schwenkt erfrischend souverän zwischen fürsorglichem Stadtvater, schmierigem Wahlkämpfer und betroffenem Trauergast. Entrüstet gucken sich die drei Trauergäste an, bevor sie sich dann doch mit ihm auf dem schwarzen Holzsarg lümmeln: Giulia, die liebreizende Bademeisterin, ihr Freund Dino mit blondem Rauschebart und noch so ein halbseidener Journalist.

Mordende Monarchen

von Tilman Strasser

Bonn, 3. Oktober 2014. Schließlich watet Heinrich V. zwischen Schaumstoffschädeln hindurch und streckt lakonisch Franzosen nieder. Als sich die Körper wieder erheben, metzelt der König sie erneut mit Blutfontänen aus seinem Feuerlöscher. Der anschließende Heiratsantrag an Prinzessin Katherine gerät reichlich nüchtern, vermutlich sehnt sich seine Hoheit zurück in die Arme des Suffgenossen Falstaff. Doch persönlicher Wille muss zurückstehen, wenn die Krone, jene "Schlampe, die nur Ärger macht", ein neues Territorium erschließt.  

Kein Pud Liebe

von Martin Krumbholz

Bonn, 12. September 2014. Tschechow wusste genau, was er wollte. "Eine Komödie, drei Frauenrollen, sechs Männerrollen, vier Akte, eine Landschaft, wenig Handlung, ein Pud Liebe." Der Regisseur Sebastian Kreyer, der sich "Die Möwe" am Schauspiel Bonn zur Brust nimmt, hält sich im Großen und Ganzen daran, etwas weniger, was das Pud Liebe, etwas mehr, was die Komödie betrifft, die in Tschechows Aufzählung immerhin an erster Stelle steht.

Einigkeit und Recht und Blut

von Sascha Westphal

Bonn, 9. Mai 2014. Germania ist müde. Die Zeit der großen Gesten vorüber. Dabei hatte ihr erster Auftritt noch eine enorme symbolische Kraft. In Gestalt von Sophie Basse schwebte sie auf einem Metallleuchter stehend vom Bühnenhimmel herab in den holzvertäfelten Raum, den zuvor acht Studenten, allesamt Burschenschaftsanwärter, erstürmt hatten. In der einen Hand hielt Basses heroische Verkörperung der deutschen Nation ein riesiges Schild, in der anderen ein schweres Schwert.

Leni, komm bald wieder

von Sascha Westphal

Bonn, 8. März 2014. "Das Leben ist kein Kriminalroman." Davon ist der Aussteiger und Tauchlehrer Sven Fiedler felsenfest überzeugt. Also weist er seine Freundin und Geschäftspartnerin Antje Berger einmal mit eben diesen Worten zurecht. Sie hatte sich gerade wieder zu wilden Spekulationen über Svens neueste Kunden, die Schauspielerin Jola von der Pahlen und den Schriftsteller Theo Hast, hinreißen lassen. Doch diesmal irrt sich Sven. Seine an sich noble Haltung, sich über niemanden ein Urteil zu bilden und auf keinen Fall irgendwelche psychologischen Schlüsse über Menschen zu ziehen, macht ihn blind für alles, was um ihn herum geschieht. Er merkt gar nicht, dass er längst mitten in einem Kriminalroman steckt und es alles andere als gut für ihn aussieht.

Die Tragödie einer Farce

von Sascha Westphal

Bonn, 18. Dezember 2013. König Kohl verlassen auf freiem Feld oder Karl Marx hatte tatsächlich recht – was er einst über die großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen geschrieben hat, gilt genauso für die Kunst und das Theater: Auch sie ereignen sich zweimal. Das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Die hatte Marx damals noch als lumpig bezeichnet. Doch darauf lässt sich heute, in oder doch schon nach den Zeiten von Postmoderne und Posthistoire, gut verzichten. Zumindest hat in dieser Textfläche von Nolte Decar, die Leitartikel ebenso plündert wie Klatschspalten, Literaturgeschichte und Pophistorie, eher die Tragödie etwas Lumpiges an sich, während sich die Farce zu ungeahnter Größe erhebt.

Hand und Hirn und Herz und Halle

von Stefan Keim

Bonn, 10. November 2013. Metropolis ist krank. Die Stadt liegt im Bett, umgeben von Ärzten. Oder sagen wir: von Menschen, die den Film behandelt haben. Die Kritikerlegende Siegfried Kracauer meint, der Leitsatz des Films – "Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein" – könne auch von Joseph Goebbels stammen. Regisseur Fritz Lang – natürlich mit Monokel – hadert, als er 1927 diesen Film gedreht habe, sei er politisch noch nicht recht bei Bewusstsein gewesen. Autorin Thea von Harbou, Langs Ex, schreit, es ginge doch um die Liebe. Die Wirkungsgeschichte des wohl berühmtesten deutschen Stummfilms, zusammengefasst in einem Intermezzo. Man muss schon ein bisschen Kenntnis der Kinogeschichte mitbringen, wenn man sich in Jan Christoph Gockels "Metropolis"-Inszenierung orientieren will.

Groschenroman und Gespenstersonate

von Andreas Wilink

Bonn, 2. Oktober 2013. 1978 ließ der "Spiegel" den Literaturwissenschaftler Hans Mayer den kaum bekannten Roman von Alfred Döblin über einen anderen, früheren deutschen Herbst, "November 1918", besprechen. Der "Deutsche auf Widerruf" schloss seine Rezension mit der Aufforderung und Einsicht: "Ein Buch für Bundeskanzler, Gewerkschaftsführer und Unternehmer, für die Hardthöhe wie für Rudi Dutschke. Aber sie werden es nicht lesen."