Undeut(sch)lich

6. März 2020. Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet über einen Änderungsantrag der AfD-Landtagsfraktion zum Haushaltsplan 2020/2021 für Sachsen-Anhalt (hier hinter Paywall). Darin fordere die AfD, die Unterstützung der Theater in kommunaler Trägerschaft drastisch zu kürzen: um 18 Millionen Euro (in 2020) bzw. um 19 Millionen Euro (in 2021) gegenüber den von der Regierung vorgesehenen rund 38 Millionen Euro. Aus der Begründung des AfD-Antrags zitiert die MZ folgende Passagen: Die Spielpläne seien "politisch höchst einseitig orientiert", und weiter: "Insbesondere werden kaum deutsche Theaterstücke auf die Bühne gebracht."

"Muss die Zukunft unserer Bühnen wirklich Milliarden kosten?"

24. Januar 2020. Diese Frage stellt ein einigermaßen entnervter Niklas Maak in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (24.1.2020) angesichts der hohen Kosten, die sowohl für den Neubau (809 bis 874 Millionen Euro) als auch für eine mögliche Sanierung (826 bis 918 Millionen Euro) von Oper und Schauspiel Frankfurt gestern bekannt gegeben wurden.

Ein Chor kündigt

16. Januar 2020. Die Wiener Tageszeitung Der Standard berichtet, dass die Chorist*innen aus der Inszenierung "Die Bakchen" (Regie: Ulrich Rasche) am Burgtheater Wien zum Ende der Spielzeit "allesamt ihre Verträge gekündigt" hätten und entweder nachverhandeln oder überhaupt nicht mehr spielen wollten. "Dem Standard wurde ein anonymes Schreiben übermittelt, in dem ein Chormitglied die prekären Bedingungen, unter denen man arbeitet, schildert. Mehrere Choristen haben die Angaben auch mündlich bestätigt und einen Vertrag vorgezeigt", heißt es in dem Artikel von Stefan Weiss.

Der Burgtheater-Prozess

17. November 2019. Vor dem Wiener Landgericht wurde am 14. November 2014 der Prozess gegen die einstige Geschäftsführerin des Wiener Burgtheaters Silvia Stantejsky eröffnet, "ein gerichtliches Nachspiel zur Tragödie, die die gesamte Kulturbranche erschüttert und wohl, ironischerweise, auch zum Besseren verändert hat", wie die Wiener Tageszeitung Der Standard am 9.11.2019 in der Woche vor Beginn des Prozesses schrieb, für den zunächst vier Verhandlungstage anberaumt wurden.

Hinter der Kulisse? Wie in der Fabrik

2. November 2019. Von heftigen Konflikten zwischen Mitarbeitern und Intendanz am Staatstheater Wiesbaden berichtet heute der Wiesbadener Kurier (Artikel hinter der Paywall).

Gegen geistige Brandstiftung

18. Oktober 2019. In einem Schreiben an den Aufsichtsrat der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle (TOOH) sowie an die Mitglieder des halleschen Stadtrates forderten die Intendanten von Schauspiel, Oper und Puppentheater, Matthias Brenner, Florian Lutz und Christoph Werner, gestern den Rückzug des AfD-Politikers Donatus Schmidt aus beiden Gremien. Das berichtet heute die Mitteldeutsche Zeitung.

"Sie sind ja ein Berg"

4. Oktober 2019. Im heutigen Weserkurier aus Bremen schreibt Moritz Rinke, der in der Nähe von Bremen, in Worpswede aufwuchs, einen Erinnerungstext an den Tänzer und Choreografen Johann Kresnik, der lange in Bremen gearbeitet hat. Der Text ist nicht online, wir schreiben ihn hier mit eigenen Worten zusammenfassend nach.