Auf der Greifswalder Straße - Maik Priebe inszeniert Roland Schimmelpfennigs Fuge über urbanes Leben am Theaterlabor Bremen

Die Magie der Großstadt

Rein theoretisch oder Wenn wir jetzt nicht handeln, lebt die Welt ohne Ziele - Frank-Patrick Steckels Versuch, Antworten zu geben

Neues von Mutter Erde

von Andreas Schnell

Bremen, 28. Oktober 2010. Dass Theater nicht nur Fragen aufwerfen, sondern auch Antworten geben könne - nicht weniger will Frank-Patrick Steckel mit "Rein theoretisch" aufzeigen, das er mit dem Ensemble des Bremer Theaterlabors erarbeitet hat. "Klima", "Finanzen", "Energie", "Bedingungsloses Grundeinkommen", "Agrarpolitik", "Millenniumsprojekt", "Arbeit", "Ungleichheit" und "Medien" sind die Themen, die behandelt werden. Sie sollen auf "aktuelle Lösungsanstrengungen" hinweisen, heißt es in der Ankündigung des Theaterlabors, das sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit politischen Stoffen befasst hat, wie etwa dem "Plutos" des Aristophanes, den Frank-Patrick Steckel hier im letzten Jahr auf die Bühne brachte.

Der Schuhu und die fliegende Prinzessin - eine Neuentdeckung Peter Hacks'

Das Grundheitere des Dichters aus Sozialistisch-Preußen

von Thomas Irmer

Bremen, 18. März 2010. Dass Peter Hacks wieder salonfähig ist, wurde merkwürdigerweise von der FAZ angestiftet. Selbst seine kühnsten Bemerkungen zum Untergang des Sozialismus und Sieg des Kapitals werden heute von einer Bewundererphalanx goutiert, die vom konservativen Martin Mosebach bis zum neulinken Dietmar Dath reicht. Nur die Theater haben bislang das Niveau der Debatte unterschätzt, die natürlich auch auf die Neuentdeckung seines Werks aus ist.

26. Februar 2009
24. Juli 2008