Unendlicher Spaß - Christine Eders österreichische Erstaufführung des Romans von David Foster Wallace an der Wiener Garage X

Ereignet euch!

Wetterleuchten auf der Zungenspitze - Die assoziative Romancollage des Büchner-Preisträgers Josef Winkler

So räudig, wie ich es bin

von Martin Thomas Pesl

Wien, 30. Oktober 2013. Josef Winkler ist Büchner-Preisträger. Warum? Weil er mit Sprache umgehen kann. Gerhard Fresacher ist Regisseur und Bühnenbildner, und er verehrt Josef Winkler. Warum? Weil er mit Sprache umgehen kann. Und weil Winkler – wie Elfriede Jelinek – nicht eitel ist, wenn jemand wie Gerhard Fresacher seine Texte frei assoziativ bearbeiten und aus der orgiastischen Kraft seiner Worte schöpfen will. Fresacher tut das diesmal in der Wiener Garage X mit einer Collage aus zwei Romanen unterschiedlicher Schaffensperioden, "Der Leibeigene" (1987) und "Leichnam, seine Familie belauernd" (2003). Von ihm für interessant befundene Passagen wurden dem Autor gezeigt, er ergänzte sie dann noch durch neues Material. So kann die Garage X also ungelogen behaupten, ihre Spielzeit mit einer Josef-Winkler-Uraufführung zu eröffnen.

Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen - Elias Perrig inszeniert Tony Kushners Parabel am Volkstheater Wien

Das Gespenst ist tot

von Kai Krösche

Wien, 15. Februar 2013. Einen langen Titel hat sich der US-amerikanische Autor Tony Kushner (dessen Drehbuch zu "Lincoln" man derzeit in der Verfilmung von Steven Spielberg im Kino sehen kann) da ausgedacht. Nichts Geringeres als einen "Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüssel zur heiligen Schrift" verspricht der sperrige Titel; einen Ratgeber also für die ganz großen Ideologien (nicht nur) des 20. Jahrhunderts oder, anders formuliert: ein hoffnungsloses Unterfangen.

Nurkan Erpulat und Jens Hillje
Regie: Volker Schmidt
18. Januar 2012
Nikolai Gogol
Regie: Dieter Haspel
11. Mai 2011
23. Januar 2010