Volksfreundin unter Druck

von Shirin Sojitrawalla

Karlsruhe, 30. November 2019. Die Frauenärztin Beate Werner ist eine Feministin alter Schule wie aus dem Bilderbuch: Bequeme Hosen, flache Schuhe, weiter Pullover und grauer Kurzhaarschnitt. Der Griff zur Rotweinflasche geht ihr ebenso routiniert von der Hand wie der Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft. Beate Werner ist die Hauptfigur im neuen Stück des unermüdlichen Theaterautorenduos Lutz Hübner & Sarah Nemitz. Eine Frauenärztin? Ja. Folgerichtig treten erst gar keine Männer in Erscheinung in diesem Stück, einer Auftragsarbeit fürs Badische Staatstheater Karlsruhe.

Diagnose Burn-Out

von Steffen Becker

Karlsruhe, 28. November 2019. Woyzeck – aber als Frau. Reicht schon als Trigger. Die Klassiker-Umarbeitung der Dramatikerin und Regisseurin Anne Habermehl hat mit ihrem Ansatz Aufmerksamkeit sicher. Also auf ans Staatstheater Karlsruhe – um dann im Begleitheft zu lesen: "Woyzecks ständiger Konflikt zwischen Leben und Tod hin- und hergerissen zu sein, hat eben nichts mit dem Geschlecht zu tun." Warum dann der Geschlechtertausch? Die Frage schwebt über der ganzen Vorstellung. Sie bleibt bis zum Ende offen.

Lebenszerfleischung

von Shirin Sojitrawalla

Karlsruhe, 5. Oktober 2019. Dass manche Menschen eine größere Begabung zum Leben haben, ist eine traurige Vermutung, die einen nicht nur beim Schauen von Ingmar-Bergman-Filmen überfällt. "Das Leben ist das, was man daraus macht", heißt es prompt in seinem Film Sehnsucht der Frauen, der auszuloten versucht, wo das Existieren endet und das Leben beginnt.

Wie Trauer vereinzelt

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 4. April 2019. Die Nabelschnur ist zerschnitten. Das geliebte Kind ist tot. An dieser Wirklichkeit zerbricht die Tätowiererin Elise, die sich als Country-Sängerin Alabama nennt. Anna Bergmann, Schauspieldirektorin am Badischen Staatstheater Karlsruhe, hat das düstere Stück "The Broken Circle" von Johan Heldenbergh und Mieke Dobbels im Kleinen Haus zur Deutschen Erstaufführung gebracht. In einer deutsch-schwedischen Koproduktion, wie schon für die zum Theatertreffen eingeladene Ingmar Bergman-Adaption "Persona". Diesmal arbeitet sie mit dem Stadsteater Uppsala. Die Akteure sprechen Deutsch, Schwedisch und Englisch. Country-Musik bildet den atmosphärischen Rahmen.

Menschwerdung der Dinosaurier

von Steffen Becker

Karlsruhe, 1. März 2019. "Also für mich stand der Text irgendwann gar nicht mehr zur Debatte", sagt einer der Schauspieler im Nachgespräch des Abends, der eigentlich die Uraufführung eines neuen Stücks von Bonn Park hätte sein sollen. Regisseurin Charlotte Sprenger fällt ihm rasch ins Wort: "Wir sagen nichts Schlechtes über Bonn Park". Nein, nein, so war das natürlich nicht gemeint. Dem Team am Staatstheater Karlsruhe habe das erste Textfragment des Autors einfach etwas anderes gesagt, als er beschreibt und während der Proben habe man sich dann immer mehr davon entfernt. Auch aus Not, weil die finale Textfassung zum Probenbeginn noch nicht vorlag.

Die Menschwerdung der Witzbolde

von Steffen Becker

Karlsruhe, 15. Dezember 2018. Gibt man "Feminismus" als Stichwort in den sozialen Medien ein, ist es vorbei mit dem ruhigen Abend: life is a battlefield, Schauplatz eines Atomkriegs, mindestens. "How to date a feminist" – so die titelgebende Frage des Stücks von Samantha Ellis – verspricht also knallig zu werden. Und beginnt bunt. Am Staatstheater Karlsruhe prallen zunächst Wonderwoman und Robin Hood aufeinander. Was wäre wohl passiert, wenn der Mittelalter-Outlaw versucht hätte, die Science-Fiction-Ikone übers Pferd zu werfen. Hätte sie ihn nur angebrutzelt oder gleich ins All geschossen? Auf der Karlsruhe Bühne bittet Wonderwoman ihren Helden in Strumpfhosen dagegen, möglichst auffällig auf ihren Hintern zu starren.

Auswege aus dem Ehekäfig

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 6. Oktober 2018. Eingezwängt in Petticoats sitzt Nora in ihrer Puppenstube und träumt sich in eine heile Welt. Für die eigenen Kinder hat sie kaum Zeit, nur über die nostalgischen Plastikwesen hat sie die Macht. Anna Bergmann, neue Schauspieldirektorin des Staatstheaters Karlsruhe, liest Henrik Ibsens Dramen auf dem Hintergrund heutiger Frauengeschichten neu. "Nora, Hedda und ihre Schwestern" heißt die Bearbeitung der Dramatikerin Ulrike Syha, die 2018 für Ihr Stück "Drift" mit dem Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet wurde.

Großputz im Museum des Vergessens

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 6. Mai 2018. Blut rinnt über die weiß getünchte Wand. Es ist die Spur der 150 georgischen Künstler*innen und Intellektuellen, die 1937 in Tiflis auf Befehl des Georgiers Josef Stalin ermordet wurden. In gespenstischer Leere bereitet sich ein Schriftsteller auf seine Hinrichtung vor. Der junge Soldat (Alexander Küsters) zittert, als er ihm die Pistole an die Schläfe hält. Der Dichter (Timo Tank) führt ihm die Hand, beherzt und stark. Bis zuletzt behält er die Kontrolle über sein eigenes Leben, das längst verloren ist. Die Menschen hinter den "Säuberungen" der Stalinzeit hat der 36-jährige Autor Davit Gabunia im Blick.

Körper ohne Grenzen!

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 20. April 2018. Eine Bande von Porzellanpuppen entert die Bühne. Die Spielerinnen sind gekleidet wie die ersten industriell gefertigten Modelle der Gründerzeit. Dottergelbe Ringellocken, rosafarbene Rüschenröcke, zur Kindchenschnute geschminkte Münder untermalen das Klischee vom weiblichen Körper als Objekt. Aus diesen Fesseln befreit die Regisseurin Mizgin Bilmen die Akteurinnen in der Stückentwicklung "Radikale Akte" am Staatstheater Karlsruhe dann aber: Wütend reißen sich die Frauen das Kunsthaar vom Kopf. Sie wälzen sich auf dem Boden, streifen die Spitzenblusen vom Leib. In der Produktion des Volkstheaters im Kleinen Haus stehen Karlsruherinnen, jede mit ihrer eigenen Lebensgeschichte, auf der Bühne.

Es treibt der Müll auf dem Gedankenstrom

von Steffen Becker

Karlsruhe, 22. Februar 2018. Wenn etwas noch 20 Zentimeter in uns steckt, gehört es zu unserem Körper und ist kein Problem. Liegt es dann 20 Zentimeter unter uns in der Kloschüssel, ist es Ausschuss, vor dem wir uns ekeln. Warum stört der Körper uns erst, wenn er von uns abfällt?

Schriller Zauber

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 23. November 2017. Eingesperrt in eine Kristallflasche erkennt der Student Anselmus sein Anderssein. In einem Lichtkegel ringt der junge Schauspieler Luis Quintana um Luft. Er rollt die Augen, krümmt sich in dem kalten Behältnis. Mit jedem Atemzug zeigt der Künstler die Angst des jungen Mannes, der zwischen Liebe und Wahnsinn taumelt. Erbarmungslos stellt das kalte Licht sein verängstigtes Gesicht zur Schau. Regisseurin Juliane Kann peitscht die Schauspieler in ihrer Fassung von E.T.A. Hoffmanns Märchen "Der goldne Topf" im Kleinen Haus des Karlsruher Staatstheaters an körperliche Grenzen. Mit dem Ensemble blickt sie tief in die zerrissene Psyche der Figuren.

Angstschweiß auf der Stirn

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 30. Juni 2017. Mit deutlicher Mehrheit hatten die Mitglieder des Deutschen Bundestags in Berlin vor Stunden erst die Ehe für alle auf den Weg gebracht. Vor dem Staatstheater Karlsruhe weht die Regenbogenfahne. Das Timing passt. Einige Premierengäste kommen direkt von der Siegesfeier in der Innenstadt. Rote Herzchenlollies und Federnboas können indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gesellschaft weltweit der Politik hinterherhinkt.

Man kann auch ohne Beine nach Hollywood gehen

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 9. Februar 2017. Krüppel Billy wächst auf einer Müllhalde auf. Plastiktüten und Dosen hat die irische See auf die Insel vor der Westküste gespült. In dieser Hölle der Zivilisation siedelt Nicolai Sykosch seine Inszenierung von Martin McDonaghs "Der Krüppel von Inishmaan" am Staatstheater Karlsruhe an. Sogar das Kreischen der Möwen erstickt in diesem Niemandsland.

Sterbt langsam

von Elske Brault

Karlsruhe, 16. Dezember 2016. Man hätte das stilvoller erledigen können. Mit einer gedruckten Einladungskarte beispielsweise. Lucys Mutter jedoch ruft Lucy einfach in deren Firma an, um sie zur Beerdigung einzuladen. Die Mutter nämlich, schwarze Glacé-Handschuhe, darüber Brilliantringe, hat beschlossen, aus dem Leben zu scheiden. Zweihundert Freunde und Verwandte kommen zu ihrer letzten Feier. In einer schönen Rede lässt Lucys Mutter die Vergangenheit noch einmal Revue passieren, verabschiedet sich von Weggefährten. Dann ein paar Atemzüge aus dem Giftinhalator, und ab ins Krematorium. Regisseurin Marlene Anna Schäfer lässt dazu pinkfarbenes Konfetti werfen. Schöner sterben, made in Utopia.

It's the identity, stupid!

von Steffen Becker

Karlsruhe, 5. Juni 2016. In diesem Leben werden Beatrix von Storch, Birgit Kelle, Hedwig von Beverfoerde und Falk Richter keine Freunde mehr. Nachdem Gerichte eine Klage gegen den Autor wegen der Darstellung seiner homophoben Gegnerinnen im Stück "Fear" abgeschmettert hatten, legt er mit einem Update seines vorangegangen Werks "Small Town Boy" nach. Am Staatstheater Karlsruhe erhalten (wenig vorteilhafte) Bilder der Pin-Up-Girls ultrakonservativer Gruppierungen nun ebenfalls einen Platz – in einem Gruseldiorama mit Wladimir Putin. Regisseur Atif Hussein projiziert sie groß auf die Leinwand. Ätsch Mädels, die Runde geht an die Homolobby.

Zum Weiterleben verdammt

von Elske Brault

Karlsruhe, 9. April 2016. Hinunter, ach hinunter, geht jede Lebensbahn. Von einer Eisentür im grauen Betonquader des Karlsruher Theaterhauses fällt eine schiefe Ebene den Zuschauern entgegen, endet unter ihren Sitzreihen. Alle Personen des Dramas "Die Troerinnen" werden nacheinander aus der mächtigen Tür wie aus einem Schlund gespien und verschwinden nach ihrem Auftritt im Nirgendwo zu unseren Füßen. Alle außer Hekabe, Königin von Troja. Sie, die Älteste, ist zum Weiterleiden und Weiterleben verdammt.

Verlorenes Lächeln

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 31. Januar 2016. Auf dem zwielichtigen Boulevard des Verbrechens findet der Pantomime Jean-Baptiste die Liebe. Seine stumme Kunst, im 19. Jahrhundert eine kleine Revolution im Theater, wird angepriesen wie auf dem Viehmarkt. Darunter leidet der Künstler, bis er in die Augen der schönen Garance blickt, und von da an macht alles, was er tut, Sinn. Als der französische Filmregisseur Marcel Carné und der Drehbuchautor Jacques Prévert 1943 bis 1945 ihren Film "Die Kinder des Olymp" produzierten, tobte in Europa der Zweite Weltkrieg. Auf den Schlachtfeldern und in den Konzentrationslagern starben immer mehr Menschen. Bei Carné und Prévert geht es um die Liebe und um das Theater, aber auch die sind vor Mord und Hass nicht geschützt.

Uneinsichtige Politiker

von Thomas Rothschild

Karlsruhe, 28. November 2015. Es ist nicht zu fassen. Der Zentralrat der Juden fordert im Schulterschluss mit der christlichen CSU eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Wenn alle Staaten nach 1933 so reagiert hätten, wären unzählige Juden den Nazi-Mördern in die Hände gefallen oder, wie der Schreiber dieser Zeilen, gar nicht erst geboren worden. Es mag schon zutreffen, dass viele Flüchtlinge aus Kulturen kommen, "in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil" sind. Gerade dann kann man darauf wetten, dass dieser Hass nicht abnehmen oder gar verschwinden wird, wenn Juden dazu beitragen, dass Verwandte und Freunde, die eine Obergrenze überschreiten, Krieg, Folter und Mord ausgesetzt sind. Die Stellungnahme des Zentralrats zeugt nicht von Empathie für Verfolgte und nicht von der Fähigkeit, aus den eigenen Erfahrungen zu lernen.

"Wie lieben, wenn Hitler über der Bettdecke schwebt"

von Steffen Becker

Karlsruhe, 1. Oktober 2015. Ein Wettbewerb für Wagnerstimmen und 50 Jahre Beziehungen mit Israel unter einem Dach – Faux pas, oha! Da könnte man sich unangenehm berührt fühlen. "Wir haben Gott sei Dank dicke Wände", flicht ein Mitarbeiter entschuldigende Worte in die Wegbeschreibung zur Premierenparty von "Love hurts" ein. Da trompetet er erneut – der Elefant, der das Studio des Staatstheaters schon die knapp anderthalb Stunden der Aufführung ausgefüllt hat.

Verkehrt herum

von Georg Patzer

Karlsruhe, 20. März 2015. Das passiert aber auch selten: Dass Baron Tusenbach gleich am Anfang des Stücks erschossen wird, das Blut strömt ihm über die weiße Hemdenbrust, sein Duellgegner küsst ihn zum Abschied, und Mascha sagt: "Wir sind allein zurückgeblieben, ... Wir müssen leben, leben....", Olga resigniert, Irina will arbeiten gehen. Und im nächsten Akt ist der Baron wieder quicklebendig und sagt zu Irina: "Wenn es mir doch erlaubt wäre, mein Leben für sie hinzugeben."

Keksdose Internet

von Georg Patzer

Karlsruhe, 12. Oktober 2014. Edward Snowden als Baby, Edward Snowden als Cowboy spielendes Kind im Kreis seiner glücklichen Familie, Edward Snowden mit seiner Freundin auf Hawaii. Dazwischen Bilder von seinem ersten Computer. Bilder, Bilder, Bilder: "Wie lässt sich der größte Überwachungsskandal der Geschichte in ein emotionales Bild fassen?" Das war die Ausgangsfrage für das Theaterprojekt "Ich bereue nichts" des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, für das der Regisseur Jan-Christoph Gockel, der Schauspieler Thomas Halle und der Autor und Dramaturg Konstantin Küspert verantwortlich zeichnen.

Magister Ludi im Zeitalter des 3D-Spektakels

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 21. September 2014. Erdrückt vom Ballast seiner Bildung treibt es den Magister Josef Knecht in Hermann Hesses "Das Glasperlenspiel" ins Leben hinaus. Hesse hat sein unter dem Eindruck der Krise der Weimarer Republik und Nazi-Deutschlands entstandenes Spätwerk 1943 nach zwölf Jahren Arbeit veröffentlicht. Er geißelt darin den Geist des "feuilletonistischen Zeitalters", das von Zerstreuung und Massenkultur geprägt war. Das geistige Universum Hesses, der zwischen Pietismus und den Lehren des Hinduismus seine Mitte suchte, spiegelt der Regisseur Martin Nimz nun am Staatstheater Karlsruhe in einem Total-Theater, wie es der Bühnenerneuerer Erwin Piscator in den 1920er-Jahren entwickelte.

Wenn Steine sprechen

von Hartmut Krug

Karlsruhe, 9. Juni 2014. Ein kleines "Au"-Konzert empfängt das Publikum im Studiotheater des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Denn zwar sind es die Steine vom Maidan gewohnt, dass auf ihnen herumgetrampelt wird. Doch derzeit sei es besonders schlimm, versichern die Jammernden einander, und: das müsse man aushalten. Nur der kleinste mault. Er will, nachdem der älteste von ihnen die Geschichte von einem Stein erzählt hat, der zur Sonne geflogen und dabei ums Leben gekommen sei, auch fliegen. Vom Gericht der steinernen Durchhalte-Genossen verstoßen, fliegt er los.

Im Spinnennetz der Utopie

von Elisabeth Maier

Karlsruhe, 17. April 2014. Eine Liebesgeschichte, wie sie utopischer kaum sein könnte, erzählt Katharina Gericke in ihrem Stück "Maienschlager": Der Hitlerjunge Mark Warweser und der junge Jude Jakob Glücksleben verlieben sich ineinander. Diese verbotene Liebe endet in der Reichspogromnacht am 1. November 1938 gar vor dem Traualtar eines jüdischen Rabbi – ein Happy End, während neben ihnen die Welt auch im Bühnenbild buchstäblich auseinander fällt.

Mörderglück mit Rinderrouladen

von Dennis Baranski

Karlsruhe, 29. März 2014. Theaterprojekte, die sich der rechtsextremen Terrorgruppe NSU widmen, gibt es dieser Tage reichlich, doch was Rechercheaufwand und Materialfülle anbelangt, setzt das Badische Staatstheater Karlsruhe wohl Maßstäbe. Jan-Christoph Gockel und Konstantin Küspert sammelten ein knappes Jahr lang Fakten und Hintergrundinformationen, fanden historische Parallelen und Randnotizen, sprachen mit der Bundesanwaltschaft und Rechtsextremismus-Experten, besuchten Dachau und den laufenden Prozess in München – und vermengten all das zu ihrem nun uraufgeführten dokumentarischen Theaterprojekt "Rechtsmaterial".