"Seit Jahren unterfinanziert"

4. Juli 2019. Nach dem Rücktritt von Christian Schwandt als geschäftsführendem Direktor des Theaters Lübeck aufgrund der mangelnden finanziellen Unterstützung seines Hauses durch das Land ist in Schleswig-Holstein eine Debatte um die Theaterfinanzierung in Gang gekommen.

... das hat man bei keinem männlichen Kollegen getan

2. Juli 2019. Zwanzig Jahre lang inszenierte Andrea Breth regelmäßig am Wiener Burgtheater. Dessen neuer Intendant Martin Kusej hat die große Regisseurin nun ziemlich unelegant verabschiedet, in dem er Breth durch die aktuelle Intendantin einen entsprechenden Zweizeiler zukommen ließ. Nicht nur dazu hat Irene Bazinger Andrea Breth in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Cicero befragt.

Rassismus, schon wieder

1. Juli 2019. Die taz (online 30.6.2019) und das neue deutschland (online 1. 7.2019, 14:43 Uhr) berichten über rassistische Diskriminierungen am staatlichen Berliner Theater an der Parkaue im März des vergangenen Jahres.

Erste Anfrage dieser Art in Westdeutschland

26. Juni 2019. Die Stuttgarter Zeitung berichtet über eine Anfrage der AfD-Abgeordneten Rainer Balzer und Klaus Dürr im baden-württembergischen Landtag, in dem diese das Kunstministerium des Landes dazu auffordern, die Staatsangehörigkeiten und Ausbildungsorte der an Baden-Württembergs staatlichen Theatern tätigen Tänzer*innen, Orchestermusiker*innen und Sänger*innen offenzulegen – hier die Anfrage im Wortlaut.

"Hoffentlich lebe ich noch so lange"

3. Juni 2019. Für die FAZ führten Simon Strauss und Hubert Spiegel aus Anlass des 95. Geburtstag ein Gespräch mit Günther Rühle, dem ehemaligen Feuilletonchef der Zeitung und Chronisten des deutschsprachigen Theaters. Wir fassen einige Partien zusammen.

Ein Coup

Berlin, 23. Mai 2019. Für Juni erwartet die Berliner Presse eine Entscheidung der Kulturpolitik über die Neubesetzung der Volksbühnen-Intendanz am Rosa-Luxemburg-Platz. Und also läuft sie sich warm beim Vorbringen (vermutlich) aussichtsreicher Kandidat*innen.

Versuchsstation des Weltuntergangs

16. Mai 2019. Seine Dankesrede zur Verleihung des Anton-Wildgans-Literaturpreises der Österreichischen Industrie hat der Schrifsteller Daniel Kehlmann für einen politischen Appell genutzt, wie der Standard meldete.

Theater voll auf Tinder

16. Mai 2019. "Es gibt gute Gründe, das Theater als Unterbrechung der Reflexe des digitalen Verbundenseins zu schätzen. Doch gerade diese Festivalausgabe zeigt, dass das Theater Zustände hervorbringen will, die wir auch von den Plattformen kennen", resümiert Tobi Müller in der Schweizer Wochenzeitung (16.5.2019) die erste Hälfte des Berliner Theatertreffens.

Den Leib finden, der nicht schon da ist

14. Mai 2019. Fabian Hinrichs konstatiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (13.5.2019) eine "durch die immer körperloser gestaltete Arbeits- und Lebenswelt" mächtiger wirkende Verschiebung: "zugunsten eines Zugangs zur Welt durch Begriffe und Erfahrung zulasten eines Zugangs zur Welt durch die Sinne und Wahrnehmung". Er zeigt sich verwundert darüber, dass ein "Theater und damit ein Schauspiel, das in den Interpretationsversuchen von Regie und Dramaturgie seinen Mittelpunkt sucht", als "das Normale", als das "Theater an sich" wahrgenommen werde. Es handele sich um ein Theater, das hinsichtlich "seiner Herstellungsart, seines Schauspielverständnisses und seiner Aufführungswirkung" weitgehend ein "begegnungsloses" und schlimmer noch ein "unkünstlerisches" Theater sei.