Im Nieselregen zu Frankfurt am Main

10. März 2016. Die Schauspielerin Stephanie Eidt spielt derzeit in der Schaubühne zu Berlin die Figur der Birgitte Nyborg aus der dänischen Fernsehserie "Borgen". Regie bei dieser Inszenierung führte Nicolas Stemann, die Dramaturgie besorgte der "Lob-des-Realismus"-Autor Bernd Stegemann.

"Qualität wird nicht weggeworfen"

26. Januar 2017. Rüdiger Schaper vom Tagesspiegel (26.1.2017) hat sich mit Oliver Reese, der in der nächsten Spielzeit die Nachfolge von Claus Peymann am Berliner Ensemble übernehmen wird, getroffen. Schaper wollte herausfinden, was Reese, "ein eher ruhiger, höflicher Typ", in seiner ersten Spielzeit als Intendant vorhat. 

Angst nach dem Auftritt

25. Januar 2017. Bei der Tagung der Intendantengruppe des Bühnenvereins in dieser Woche in Weimar sollte auch über darüber gesprochen werden, dass Schauspieler das Theater Gera-Altenburg verlassen, weil die Schmerzgrenze rassistischer Anfeindungen für sie überschritten sei. Die Thüringische Landeszeitung fasst die Ereignisse heute nochmal zusammen.

Berührungsängste abgebaut

20. Januar 2017. In Reaktion auf eine von Bernd Stegemann angestoßene Debatte zur Schauspielkunst (Presseschau vom 3. Januar 2017) verteidigt der künstlerische Leiter des Kunstfests Weimar und Vorsitzende der Dramaturgischen Gesellschaft Christian Holtzhauer in der Süddeutschen Zeitung (20.1.2017) das Performer-Theater gegen Stegemanns Kritik.

Allein mit Gott

19. Januar 2017. Anlässlich der Premiere von The Who and the What war der amerikanische Dramatiker Ayad Akhtar in Hamburg, und Peter Kümmel hat in der "Zeit" ein sehr lesenswertes Interview geführt über Donald Trump, das Weltbild vieler Amerikaner und wie man Stücke schreibt, ohne immerzu Trumps Gesicht vor Augen zu haben.

Ein bisschen ungerecht

12. Januar 2016. In der Münchner Abendzeitung spricht Andreas Kriegenburg, der gerade am Residenztheater "Macbeth" probt, im Interview mit Michael Stadler u.a. über Stadttheater-Traditionen und die Münchner Kammerspiele, an denen er über viele Jahre regelmäßig arbeitete.

Utopie überholt Realität

5. Januar 2017. In der Zeitschrift Merkur schreibt Theater heute-Redakteurin Eva Behrendt eine Entgegnung auf den im November im Lettre-Magazin erschienenen Generalangriff auf den Theater-Performer des Soziologen und Rektor der Berlin Schauspielschule "Ernst Busch" Wolfgang Engler – in dessen Kerbe jüngst der Dramaturg Bernd Stegemann in der Süddeutschen Zeitung haute. Um Englers "Vorwurf der Authentizitätsfetischisierung, zur Bedrohung der künstlerischen Autonomie" angemessen zu antworten, schaut Behrendt ausgiebig auf zwei Inszenierungen der letzten Monate zurück: Lola Arias' Atlas des Kommunismus am Berliner Gorki-Theater und Empire, den dritte Teil von Milo Raus "Europa-Trilogie".

Theater wie Trump

3. Januar 2017. Bernd Stegemann kritisiert in der Süddeutschen Zeitung (3.1.2017) das Performance-Theater. Die "Schauspieler werden für ihre Leistungen im Film bewundert, auf der Bühne gehören sie ebenso wie das Drama zum alten Eisen. An ihre Stelle ist der Performer getreten, der seine eigene Existenz zum Thema macht und die mimetische Kunst des Schauspielens durch Performativität ersetzt."

Was wäre, wenn?

30. Dezember 2016. An den Beispielen Volksbühne und Berliner Ensemble denkt Ulrich Seidler in der Berliner Zeitung laut über vermeintlich unumstößliche, eigentlich widersprüchliche Theaterbetriebs-Wahrheiten nach: "Es gehört zum Berufsbild des Schauspielers, dass seine soziale und berufliche Existenz der künstlerischen Entfaltungsfreiheit des Intendanten untergeordnet ist. Oft ist dies auch von Schauspielern so gewollt. Sie möchten nicht gebunden und von einem Theater absorbiert werden − sie wollen mit anderen Regisseuren arbeiten, an anderen Häusern gesehen werden, ihren Marktwert bei Film- und Fernsehen aufbessern."