Hot or not?

von Michael Wolf

22. November 2016. Die Spielzeit hat längst ihre ersten Höhepunkte erreicht, hat Widersprüche und Diskussionen entfacht – aber die entscheidende Frage blieb noch ungeklärt: Was trägt man in dieser Saison? Wir haben mit strengem Blick die Twitter-Profilfotos der ästhetischen Avantgarde geprüft. Eine Stilkritik.

Wir sind mitschuldig

von Georg Kasch

9. November 2016. Russland. Ungarn. Polen. Brasilien. Türkei. Jetzt die USA. (Von vielen asiatischen und afrikanischen Demokraturen zu schweigen.) Und dann? Österreich mit einem FPÖ-Präsidenten? Frankreich mit einer FN-Präsidentin? Und die AfD? Ich fühle mich umzingelt. Vermutlich ist jetzt die Zeit längst gekommen, die Couch zu verlassen, um was zu tun. Aber was genau? NGO? Partei? Klassenkampf? Vorschläge, anyone? 

Horrifying Halloween

von Michael Wolf

31. Oktober 2016. Angelegentlich des Horror-Feiertags Halloween fragen wir uns und die Expert*innen des Fernsehens: Wie gefährlich ist Theater wirklich?

Die zehn wichtigsten Hashtags der Dramengeschichte

von @regenbericht

23. August 2016. Gerade die jüngsten Internetnutzer hängen dem Irrglauben an, der Hashtag sei eine Erfindung des Silicon Valley. #WTF?!? Tatsächlich trendeten die Hashtags schon tausende Jahre auf den Bühnen der alten Welt, bevor sie in den Timelines sogenannter Digital Natives als schnöde Plagiate ihre Renaissance erlebten. Als humanistischem Medium ist es die Pflicht von nachtkritik.de, die Orignalquellen einer breiten Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen. Sehen Sie hier die zehn einflussreichsten Hashtags der Dramengeschichte.

 

X.

regretting 560

As time goes by

 27. Oktober 2016. Manfred Krug ist gestorben. Mit einer Auswahl an Videos erinnern wir an einen der großen Schauspieler und Sänger Deutschlands.

Im DEFA-Klassiker "Spur der Steine" von 1966 spielte Manfred Krug den Brigadeleiter Balla – seine wichtigste Kino-Rolle.

Video kills the Rampensau

6. August 2016. Sie können die nächste Spielzeit nicht erwaten? Mit diesen Videos von Theater-Klassikern schaffen Sie es durchs Sommerloch. (Erweiterungsvorschläge sind willkommen.)

 

Richard III.

von William Shakespeare. Regie: Thomas Ostermeier

Gastspiel der Berliner Schaubühne beim Festival d'Avignon.

Hier unsere Nachtkritik der Inszenierung aus dem Jahr 2015.

Und Action!

von Michael Wolf

25. Oktober 2016. Seit dem TV-Erfolg von Ferdinand von Schirachs Stück Terror wissen wir: Theaterstücke gehören nicht auf die Bühne, sondern auf Leinwand und Mattscheibe. Hier präsentieren wir sieben Straßenfeger der Zukunft.

1.

hoppla

Epic Battle

von Michael Wolf

1. August 2016. Der Streit um die Berliner Volksbühne verwüstet die Theaterlandschaft. Sehen Sie hier, was zuletzt geschah:

 

 

Wahnsinnswerk Hamlet?

von Sascha Ehlert

24. Oktober 2016. Acht Millionen Menschen schauen zur besten Sendezeit im Fernsehen ein Theaterstück und in derselben Woche gibt es zur Primetime auch noch eine einstündige Lobrede auf Shakespeares "Hamlet", wird über den Dramatiker Heiner Müller, die Regisseure Peter Zadek und Nicolas Stemann gesprochen, und zwar von Größen des Theaterfachs wie Angela Winkler, Ersan Mondtag und Herbert Fritsch. Wie konnte das passieren?

In der Geistermaschine

19. Juli 2016. Das Theater ist ein träger Tanker. Ziemlich lange dauerte es, ungefähr zwei Tage, also Ewigkeiten in der Pokémon-go-Zeitrechnung, bis vergangene Woche die ersten Bilder von Bisasam-Taschenmonstern in Zuschauerreihen auftauchten und im Netz zirkulierten. Das Münchner Residenztheater postete aus dem aufgebauten Bühnenbild einer Frank-Castorf-Inszenierung, in dem einen ein kleines, wild ausschauendes Monster aus schmalen Augenschlitzen anfunkelte. Ob ein Nebulak, Gengar oder Pidgey als Charakter auftaucht, ist ja durchaus von Bedeutung für einen eingefleischten Spieler. Und mittlerweile zerbricht sich vermutlich so mancher Theatermacher den Kopf, wie man Pokémon go in die nächste Inszenierung integrieren könnte. Vorschläge zirkulieren bereits. Als Hamlets Vater? Im Ensemble einer hochdiversifizierten Digitalbühne? Oder doch lieber als Volker Löschs Chor der Pokémon-Spieler, die den Handel mit Nutzerdaten anklagen?

"Die Frisur sitzt" – Reise durch den Osten der Theaterrepublik

Chemnitz, 12. Oktober 2016. Auf Theaterreise mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters. Nachmittags ein Gespräch mit Theatergewaltigen aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg im Theater Chemnitz.

Ronaldo nach Leipzig! Sammer ans Burgtheater!

von @regenbericht

18. Juli 2016. Die Saison ist vorbei. Endlich wird es wieder spannend! Denn, wenn die Drehbühnen still stehen, läuft das Transfer-Karussel auf Hochtouren. Wer wechselt wohin? Wer konnte seinen Marktwerkt zuletzt noch deutlich steigern? Hier die neuesten Entwicklungen auf dem Transfermarkt.

 

Perfekt! Götze zurück nach Dortmund

Am Theater Dortmund freut man sich über die Rückkehr Mario Götzes. Intendant Kay Voges: "Mario hat dramaturgisch riesengroßes Entwicklungspotenzial. Er ist gerade für antike oder biblische Stoffe eine sehr interessante Personalie. Jetzt schon wird er von vielen in der Stadt 'Judas' genannt. Auch für 'Der verlorene Sohn' wäre er eine super Besetzung."

29. September 2016. Volksbühnen-Chef Frank Castorf wird nach dem Ende seiner Intendanz 2017 am Berliner Ensemble arbeiten. Herbert Fritsch geht, wie die Schaubühne Berlin heute mitteilt, ans Haus von Thomas Ostermeier nach Berlin-Charlottenburg. Bleibt nur noch eine Frage offen.

Anything goes

von Wolfgang Behrens

Berlin, 15. Juli 2016. Alle haben Angst vor Chris Dercon. Ob Claus Peymann, Ulrich Khuon, Jürgen Flimm, Carl Hegemann … – für sie alle steht fest: Wenn Dercon the Destroyer dereinst die Berliner Volksbühne verlassen wird, dann wird auch die Theaterkunst und mit ihr die Kulturnation in Trümmern liegen. Das Infamste daran ist, dass sich dieser Feind aller Kultur so enorm gut tarnt: Wer ahnt schon, dass Dercons Freundlichkeit in Wirklichkeit das Lächeln des Jokers ist?

Ödipus, du Opfer!

von Michael Wolf

6. Oktober 2016. Seit Jahrtausenden streiten, leiden und verzweifeln die Figuren auf den Bühnen. Die Perser verlieren immer denselben Krieg, Woyzeck hält schon seit über 100 Jahren seine Erbsen-Diät, Gretchen wird von Spielzeit zu Spielzeit irrer. Aber wie fühlt sich das eigentlich an?

faust classic

Klatschen für Dummies

von @regenbericht

4. Juli 2016. Geht es Ihnen manchmal auch so: Das Stück ist aus, Ihre Arme sind plötzlich sehr schwer und Ihre Hände ganz kalt. Sie fragen sich: "Was nun? Wie reagiere ich angemessen auf die vergangenen zwei Stunden?" Der Fall ist klar: Sie haben Hemmungen beim Applaus. Aber damit ist nun endlich Schluss. Mit unserem Survival-Guide machen wir Sie schon jetzt fit für die nächste Saison. Lernen Sie jetzt stilsicher klatschen in nur zwei Lektionen!

Dimitri und die Kulturpolitik

16. September 2016. Revolte an der Volksbühne, Lamento am Berliner Ensemble, Meuterei am Staatsballett ... In der Berliner Kulturpolitik geht es drunter und drüber. Zum Glück behält ein Mann den Überblick: Dimitri.

(miwo)

Wir sind die Geister, die stets verneinen

von @regenbericht

20. Juni 2016. Diese zehn Schauspieler wollen wir unbedingt einmal "Ich bin der Geist, der stets verneint!" sagen hören. Weil das vermutlich ohnehin nie geschehen wird, haben wir die Kritiken schon mal vorgeschrieben. 

 

10. Al Pacino, Regie: Antú Romero Nunes

Nachtkritik: "Nie hat er eine seiner Figuren verraten oder auch nur in Frage gestellt. Erst an diesem Abend lernt Al Pacino die Ironie zu schätzen."

 

Dr. Sommernachtstraum

von @regenbericht

9. September 2016. Vor sechzig Jahren erschütterte ein folgenschwerer Ruf erstmals die Theaterhäuser: "Bravo"!  Seither hat unsere Jugend nur noch eines im Kopf: Das Stadttheater und seine Heroen. Mit ihren Fotolovestorys klärte die "Bravo" nicht zuletzt die gesamte Redaktion von nachtkritik.de über die Geheimnisse der dramatischen Klassiker auf. Wir verneigen uns und präsentieren Sternstunden des theaterpädagogischen Journalismus. Auf die nächsten sechzig Jahre!

Flammender Sommer

von @regenbericht

8. Juni 2016. Plötzlich war es #Sommer. Die Spielzeitpause nahte, und alles ächzte unter den Anstrengungen der letzten Monate. Einzig Felix Kracke (Selbstbezeichnung: Regisseur in spe) arbeitete unermüdlich an den Stückfassungen seiner künftigen Inszenierungen.