Backstage beim Kapitalismus

Katja Riemann im Interview

24. September 2021. Die Schauspielerin Katja Riemann (auf der Bühne zuletzt in Sibylle Bergs zeitdiagnostischem Sprechstück Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden am Berliner Maxim Gorki Theater zu sehen) engagiert sich seit Langem für Umweltthemen. Zum heutigen globalen Klimastreik von Fridays for Future rief sie gemeinsam mit Luisa Neubauer und 40 weiteren Menschen aus Kunst und Gesellschaft per Videobotschaft auf. Gemeinsam mit anderen Schauspielkünstlerinnen aus dem ökologischen Bündnis Changemakers.film wird sie bei der Berliner Demonstration selbst auf der Bühne stehen. Im Vorfeld der Veranstaltung hat sie Christian Rakow Fragen zu ihrem Engagement schriftlich beantwortet.

Undemokratischer Angriff

von Robert Wilson

Paris, 18. September 2021. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich meine Inszenierung OEDIPUS (Pompeji, 2018) in Budapest in zeigen und mit den Menschen dieser schönen Stadt teilen konnte. Im Geiste des antiken griechischen Theaters und seiner frühen Wurzeln in der Agora, dem Zentrum des sozialen, politischen und auch künstlerischen Lebens der Stadt, kann ich den Gesamtkontext, in dem dieses Gastspiel stattgefunden hat, jedoch nicht ignorieren.

Schluss mit "Höher, schnell, weiter!"

Interview mit Adrienne Goehler und Manuel Rivera

15. September 2021. Mit ihrem Konzept eines neu zu gründenden "Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit" (FÄN) hat die ehemalige Berliner Kultursenatorin Adrienne Goehler am Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) Kooperationspartner:innen gefunden. Gemeinsam trägt man die Forderung nach dem FÄN unter dem Claim "Raus aus den Echokammern - Aufruf zur Kompliz:innenschaft!" in die Politik. Gefördert werden sollen langfristige, interdisziplinäre Arbeitsbeziehungen in Nachhaltigkeitsfragen zwischen Kunst, Wissenschaft und weiteren Arbeitsfeldern.

Frau Dr. Groenewolds Zimmer

von Frank-Patrick Steckel

12. September 2021. Die Dramaturgie bildet, jedenfalls im Sprechtheater, das Herz und Geistzentrum des Hauses. Hier herrscht kein Produktionsdruck, kein Besetzungsdruck, kein Probendruck, kein Öffentlichkeitsdruck usw. Hier herrscht überhaupt kein Druck, hier muß nur gelesen werden (es herrscht folglich Lesedruck), und das Gelesene verstanden und ggf. anderen verständlich gemacht werden.