Wir sind nicht gerettet!

von Julischka Eichel

Januar 2021.

Sehr geehrte Frau Monika Grütters, sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Julischka Eichel. Ich bin freischaffende Schauspielerin. Ich habe von 2003 bis 2006 an der Schauspielschule "Ernst Busch" in Berlin studiert und bin dann bis 2013 ans Maxim Gorki Theater (Berlin) als festes Ensemblemitglied gegangen. Dort hatte ich viele Premieren und eine sehr aufregende Zeit. Anschließend war ich ein Jahr freischaffend und arbeitete in Dresden am Staatsschauspiel und am Schauspielhaus Hamburg, um dann für ein Jahr ins Ensemble des Schauspiel Köln zu gehen. Danach war ich vier Jahre am Staatsschauspiel Stuttgart als festes Ensemblemitglied. 2018 beschloss ich, als freischaffende Schauspielerin zu arbeiten und spielte in Bremen, Basel, Leipzig und Berlin (Volksbühne).

Der Abgrund der Ent-Solidarisierung

von Tim Tonndorf

13. Januar 2021. Die öffentlichen Kommentare bzw. Reaktionen auf die Proteste gegen die ausufernden "Nichtverlängerungen" (vulgo: Kündigungen) in Osnabrück, Eisenach/Meiningen, Greifswald, etc. zeigen deutlich einen Abgrund, auf den das deutsche Stadttheatersystem zusehends zusteuert: Eine Montagelinie der Zeitgeist-Imitation auf Sparflamme mit einigen teuren, verchromten Edelstücken und einem großen Haufen komplett austauschbarer Zahnräder.

Theater klimaneutral?

19. Januar 2021. Der Kampf gegen die Erderwärmung und die Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens sind vordringliche Aufgaben dieses Jahrzehnts. Welchen Beitrag kann das Theater hierzu leisten? Gemeinsam mit der Körber-Stiftung führt nachtkritik.de die Diskussion um das Theater in der Klimakrise weiter. Am Dienstag, dem 19. Januar 2021, um 19 Uhr laden wir zur Livestream-Diskussion "Theater klimaneutral?" mit Nicola Bramkamp (Theatermacherin und Mitgründerin von "Save the World"), Jette Steckel (Regisseurin) und Sebastian Brünger (Kulturstiftung des Bundes). Es moderiert Christian Rakow (nachtkritik.de). Für interessierte Zuschauer*innen wird ein Chat zur Veranstaltung bereitgestellt. Fragen werden ins Gespräch eingebunden.

Das Social Media Game

von Caspar Weimann

9. Januar 2021. Seit einem dreiviertel Jahr suchen nicht mehr nur ein paar vereinzelte freie Gruppen (zu einer von denen gehöre ich mit onlinetheater.live selbst), sondern ein ganzer Theatermainstream nach Möglichkeiten, im Internet Theater zu machen und mit künstlerischen Mitteln eigenständige Erfahrungsräume in unserer digitalen Umwelt zu erschaffen. Eine Leitfrage, der sich viele Akteur*innen dabei stellen: Wie können wir auch im digitalen Kontext innovative Theaterformen entwickeln, die ein so vielfältiges Erlebnis schaffen, dass sie attraktiver sind als Netflixandchill? Das Diplomprojekt "Der Kult der toten Kuh" von Laura Tontsch und Team gibt dafür bedeutende Impulse.