"Das Rad ist nicht mehr zurückzudrehen"

Karlheinz Braun im Interview mit Georg Kasch

10. Juni 2019. Karlheinz Braun gehört zu den großen Namen der deutschen Theatergeschichte: Als Leiter des Theaterverlags Suhrkamp betreute er renommierte Dramatiker*innen, gründete 1969 mit anderen zusammen den Verlag der Autoren und war über viele Jahrzehnte einer der beiden Geschäftsführer dieses Verlages, unterbrochen nur durch ein Gastspiel im Dreierdirektorium des Schauspiels Frankfurt. Nun hat er mit "Herzstücke" bei Schöffling ein Buch vorgelegt, das Autobiografie und Autor*innen-Biografie in einem ist, thesenstarker Essayband und behutsame Analyse der sich wandelnden deutschsprachigen Theaterlandschaft. Ein Gespräch über Dramatik gestern und heute, Mitbestimmung und den Blick nach Vorn.

Neues aus der Wirklichkeit

7. Juni 2019. Mehr Frauen ans Theater? Das letzte Jahr hat im Theaterbetrieb einen Bewusstseinswandel bewirkt: Beim Theatertreffen wird es für zwei Jahre eine Quote geben; mindestens die Hälfte der zehn als bemerkenswertest ausgewählten Theaterarbeiten muss dann von Regisseurinnen stammen. In Dortmund tritt die heute 34-jährige Julia Wissert 2020 als jüngste Intendantin ihre Intendanz am Schauspiel an. Um diese Entscheidungen und den aktuellen Stand in puncto Geschlechtergerechtigkeit geht es in der Juni-Ausgabe von "Der Theaterpodcast". Außerdem sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp über Bürgerbühnen und partizipatives Theater.

Hallo Wien, gibt's hier WLAN?

von Martin Thomas Pesl

Wien, 7. Juni 2019. Einmal passierte der Versprecher tatsächlich, und Kay Voges sagte "Volksbühne". Nachdem der 47-jährige angekündigt hatte, seine Intendanz am Schauspiel Dortmund über das Jahr 2020 hinaus nicht zu verlängern, weil er nach einer größeren Stadt, einem größeren Haus strebe, hatten ihn die deutschen Feuilletons eher dort avisiert, in Berlin an der Volksbühne.

Man kennt sich

von Andreas Klaeui

Zürich, 5. Juni 2019. "Die Idee ist, Menschen zusammenzubringen, die sehr unterschiedlicher Herkunft sind, vor allen Dingen auch unterschiedlich in ihrer künstlerischen Herkunft", sagt Nicolas Stemann. Und Benjamin von Blomberg fügt an: "Was wir ermöglichen wollen, ist, dass jeder hier unter den besten Bedingungen arbeiten und seine Kunst verfolgen kann – was wir gleichzeitig einfordern, ist, dass Menschen sich zu diesem Ort bekennen." Starke künstlerische Handschriften im Rahmen des Stadttheaters zusammendenken: Das ist das Bekenntnis.