Die Panels bei "Theater und Netz. Vol. 5"

Mai 2017. Unter der Überschrift Behauptungsmaschinen: Fake, Fakten und Fiktionen veranstalteten nachtkritik.de und die Heinrich Böll Stiftung am 6. & 7. Mai 2017 in Berlin die fünfte Ausgabe der Konferenz "Theater und Netz". Es gab parallele Panels und Sessions. Die Diskussionsveranstaltungen in Saal 1 wurden live gestreamt und mitgeschnitten und stehen hier zur Nachschau zur Verfügung. Das gesamte Konferenzprogramm finden Sie unter www.theaterundnetz.de.

Die Kulturfritzen, die den Bloggerspace organisierten, haben im Laufe der Konferenz 95 Thesen zur Digitalisierung im Theater vorgelegt. Sie sind jetzt noch einmal in Gänze auf ihrer Website veröffentlicht.

 "Wir können uns erlauben querzuschießen"

8. Mai 2017. Das Prinzregenttheater Bochum gewann in diesem Jahr die Publikumsabstimmung des virtuellen Nachtkritik-Theatertreffens 2017: mit seiner Kindertheaterproduktion "Die Schöne und das Biest" in der Regie von Theaterleiterin Romy Schmidt. Zur Würdigung reiste nachtkritik.de gemeinsam mit dem Kooperationspartner Deutschlandfunk Kultur an die freie Spielstätte in Bochum-Weidmar, um mit den Theaterleuten über die Produktionsbedingungen des Hauses und seinen Stellenwert für die Region zu sprechen. Wie schöpft man auch ohne Festverträge einen Ensemblegeist? Wie behauptet sich ein freies Haus mit einem breiten stadttheaternahen Spielplan in der Nachbarschaft zum großen Schauspielhaus Bochum? Wie entsteht eine spezifische Theaterästhetik in den gegebenen materiellen Rahmenbedingungen? Wie stellt sich das Programm für die Theaterkritik dar?

Die große Ermutigung

von Julika Bickel

Bautzen im Mai 2017. Mit bunter Kreide malen die Kinder Herzen, Engelsflügel und Blumen auf die grauen Steinplatten des Kornmarkts. Die sächsische Stadt Bautzen besitzt eine wunderschöne Altstadt mit Türmchen aus dem Mittelalter. Nur der Kornmarkt, am Rand der Innenstadt, liegt meist trist und leer. "Platte", nennen ihn die Bautzener. Im Sommer letzten Jahres wurde der Kornmarkt deutschlandweit zu einem Symbol von Gewalt und Hass zwischen Neonazis und Geflüchteten. Mehrere Straßenschlachten und Hetzjagden gab es dort seit September letzten Jahres.

An den
ehemaligen Regierenden Bürgermeister
und Kultursenator der Stadt Berlin
Herrn Klaus Wowereit

 

Berlin, den 22.4.2017

Sehr geehrter Klaus Wowereit,

Vor einigen Tagen las ich Ihr Interview mit der FAZ zu Fragen der Berliner Kulturpolitik, des traurigen Schicksals der Volksbühne, zu Claus Peymanns Ausscheiden als Direktor des Berliner Ensembles usw.