Kommt rein, hier ist was los!

von Falk Schreiber

18. Februar 2020. Die sogenannte "Doppelanlage" der Städtischen Bühnen Frankfurt ist ein städtebaulicher Glücksfall. Mitten im Bankenviertel, am verkehrsumtosten Innenstadtring, stehen zwei raumprägende Gebäude, links das Schauspielhaus, rechts das Opernhaus, 1962 eröffnet, auf den ersten Blick eine einheitliche Immobilie. Tatsächlich aber ist die Doppelanlage kein eigenständiges architektonisches Werk, sondern ein Gebäude-Ensemble aus unterschiedlichen Epochen: Reste des 1902 gebauten Schauspielhauses, das bei einem Luftangriff 1944 schwer beschädigt und ab 1949 für Opernaufführungen notdürftig wieder aufgebaut wurde, führte das Architektenbüro Otto Apel in einem Neubau zusammen und verband beide Häuser mit einem 120 Meter langen Foyer.

Wer. Wollen. Sollen. Wir. Sein?

12. Februar 2020. Schwertkampf, Salto, Stützstimme: Was müssen Schauspieler*innen heute lernen, um erfolgreich im Beruf zu sein? Über eine zeitgemäße Schauspielausbildung sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp mit Julia Gräfner, Franziska Kötz, Milan Peschel und Maryam Zaree.

Konfrontation ist fehl am Platz

Hasko Weber im Interview mit Simone Kaempf

5. Februar 2020. Im Herbst 2019 erschien die Studie des Organisationstheoretikers Thomas Schmidt "Macht und Struktur im Theater", die im deutschsprachigen Theaterbetrieb massiven Machtmissbrauch ausmacht und als Konsequenz grundlegende Struktur-Reformen fordert. Die Studie hat die Theaterszene in Befürworter und Kritiker gespalten. Viele Intendant*innen fühlten sich angegriffen, auch wenn sich die wenigsten öffentlich dazu äußerten. Der Bühnenverein, der von Thomas Schmidt in der Studie kritisiert wird, gab bisher keine Stellungnahme ab. Hasko Weber, Intendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar und Co-Vorsitzender der Intendant*innengruppe des Bühnenvereins, bezieht im Interview mit Simone Kaempf nun Position.

Mahnbeispiel der Sonderklasse

Stefan Weiss im Interview mit Nikolaus Merck

30. Januar 2020. Fünf Tage hat er gedauert, vorbereitet wurde er sechs Jahre lang: der Gerichtsprozess um Veruntreuung, Untreue und Bilanzfälschung am Wiener Burgtheater. Ermittlungen gab es zu diesen Vorwürfen, die auf ein System finanzieller Misswirtschaft hindeuten, gegen Matthias Hartmann, bis 2014 Intendant der Burg, und Georg Springer, ebenfalls bis 2014 Chef der Burgtheater-Holding. Angeklagt wurde letztlich nur Silvia Stantejsky, die 2013 entlassene Geschäftsführerin und Vizedirektorin. Vorgestern erging in der Sache nun der Richterspruch: Zwei Jahre bedingt für Silvia Stantejsky. Verfolgt hat den Prozess Stefan Weiss, Kulturredakteur beim Wiener Standard. Nikolaus Merck bat ihn um eine Einschätzung.