Schauspiel als Empowerment

von Matthias Dreyer

Themen des Textes: Schulfach Theater | Festival "Schultheater der Länder" | Ästhetische Formen: Postdramatik und Performance | Chor | Publikum: Feedback-Kultur und Empowerment | Gelungene Inklusion | Klischees Kinder- und Jugendtheaters vs. vielfältige Spielformen | Choreographie | Theatermethodik: Zuhören statt Prägen

 

25. Oktober 2017. Theater hat als Schulfach in den letzten Jahren ungeahnt Karriere gemacht. Noch vor kurzem boten viele Schulen kaum mehr als die obligatorische Exkursion zur nächsten Klassiker-Inszenierung, aber es blieb Zufall, ob jemand eine AG gründete oder Theater als Wahlfach anbot. Heute haben Schulen die pädagogischen Möglichkeiten des Faches neu entdeckt. Laut einem Beschluss der Kultusministerkonferenz soll Theater flächendeckend als Abiturprüfungsfach eingeführt werden.

Schluss mit dem Ablasshandel der Theater!

von Dirk Pilz

23. Oktober 2017. Meine Damen, meine Herren, ich danke für die Einladung, hier sprechen zu dürfen. Mir wurde in dieser Runde zwar, nun ja, die Rolle des jüngeren Zeitgenossen zugewiesen, aber ich werde mir die Freiheit nehmen, ein paar vermeintlich alte, womöglich banale Dinge zu sagen.

Es braucht Vitamin V

Interview: Sophie Diesselhorst und Anne Peter

16. Oktober 2017. Es ist 2017, aber es gibt Winkel auf der Welt, in denen kann von Geschlechtergerechtigkeit noch lange keine Rede sein. Im deutschen Theater zum Beispiel, das auf der Bühne doch so gern gegen Ungerechtigkeiten aller Art Sturm läuft. An den Stadt- und Staatstheatern werden nicht mal ein Drittel der Inszenierungen von Regisseurinnen verantwortet, auf den großen Bühnen sind es sogar noch weniger. Daran muss sich etwas ändern, findet der Verein "Pro Quote Bühne", der morgen mit einem Manifest und einer Pressekonferenz im Deutschen Theater das erste Mal an die Öffentlichkeit geht. Sophie Diesselhorst und Anne Peter haben mit den Regisseurinnen und Mitgründerinnen France-Elena Damian und Angelika Zacek über die Missstände im Theaterbetrieb, ihre Forderungen und Visionen gesprochen.

Freiräume

von Gerhard Preußer

4. Oktober 2017. Das Theater muss weichen. Oder zumindest vorläufig ausweichen. Drei große Schauspieltheater in Nordrhein-Westfalen hausen jahrelang in Ausweichspielstätten: Köln, Düsseldorf, Dortmund. Und auch diese drei sind im deutschsprachigen Theater keine Ausnahme: den Theatern in Frankfurt, Oldenburg, der Stuttgarter Oper steht die Ausweichexistenz noch bevor.