Notlösung ohne Not

von Dorothea Marcus

Köln, 1. Februar 2019. Der Rücktritt von Carl Philip von Maldeghem ist eine Erleichterung. Und das nicht, weil er ein schlechter Intendant geworden wäre – im Gegenteil, er hätte wohl ein solides, theaterpädagogisch gestütztes, konservatives und unterhaltsames Abonnenten-Programm garantiert. Gestern Nachmittag hatten wir für nachtkritik.de noch ein Interview geführt, Carl Philip von Maldeghem war aufgeräumt, überaus freundlich und schien sich wirklich auf Köln zu freuen.

Literatur als Provokation der Theaterkritik

von Kai Bremer

30. Januar 2019. Als vor Kurzem Simon Strauß in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" dazu aufgerufen hat, vergessene Theaterstücke für die Gegenwart wiederzuentdecken, hat das auch hier für einige Reaktionen gesorgt. Bemerkenswert ist jedoch nicht nur das Anliegen an sich, sondern auch der Umstand, dass der Theaterkritiker damit indirekt daran erinnert, dass solide Textkenntnis und wohl begründete literaturkritische Kompetenzen zu den Fundamenten der Theaterkritik zählen.

Von der Schrumpfung des Scheinriesen

von Michael Wolf

Paris, 27. Januar 2018. Hätten sie die Chose doch nur abgesagt! Am Donnerstag verweigerten die Pariser Behörden aus Sicherheitsgründen die Zulassung für das Großevent "DAU". Was für eine Gelegenheit, den Crétins von der Präfektur das Scheitern in die Schuhe zu schieben. Ohne jemals eröffnet zu werden, wäre "DAU" als Mythos, als Sammlung von Gerüchten und Legenden in allerbester Erinnerung geblieben.

Von Vielfalt und Verstärkung

26. Januar 2019. Flüstern, Raunen, Intimität: Mit Mikroports geht das auch auf dem Theater. Als technische Verstärkung von Schauspielerstimmen sind sie mittlerweile Standard. Wie Regisseur*innen aber auch ästhetisch und inhaltlich mit Mikroports umgehen, ist Thema in Folge 11 von "Der Theaterpodcast". Außerdem sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp mit Sandrine Micossé-Aikins vom Berliner Projektbüro Diversity Arts Culture über Vielfalt auf und hinter den Bühnen, Stichwort: Diversität.